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WM-Regeln: Tordifferenz, Sperren, Preisgeld, 4. Wechsel, Videobeweis

WM-Regeln: Weiterkommen, Sperren, Preisgeld, 4. Wechsel, Videobeweis
Von SID

25/06/2018 um 15:41

Bei der Fußball-WM in Russland stehen beim Regelwerk drei Neuerungen im Vordergrund. Der Videobeweis, die Möglichkeit einer vierten Einwechslung in der Verlängerung bei Spielen der K.o.-Runde sowie die Erlaubnis für direkte Kommunikation zwischen Trainerbank und Tribüne sind neu. Außerdem ist festgelegt, nach welchen Regeln die Teams aus der Gruppenphase ins Achtelfinale weiterkommen.

Die wichtigsten Regeln in der Übersicht:

Regelwerk Gruppenphase:

Die ersten beiden Mannschaften der acht Gruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale. Die Platzierung in den Gruppen ergibt sich in folgender Reihenfolge:

  • 1. Anzahl der Punkte aus allen Gruppenspielen
  • 2. Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
  • 3. Anzahl der in allen Gruppenspielen erzielten Tore

Wenn zwei oder mehr Mannschaften aufgrund der drei erwähnten Kriterien gleich abschneiden, wird ihre Platzierung gemäß folgenden Kriterien ermittelt:

  • 4. Anzahl der Punkte aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams in den Gruppenspielen
  • 5. Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams in den Gruppenspielen
  • 6. Anzahl der in den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams in den Gruppenspielen erzielten Tore
  • 7. Fairplay-Wertung, ermittelt anhand der Anzahl Gelber und Roter Karten in allen Gruppenspielen
  • 8. Losentscheid

Regelwerk K.o.-Runde:

Sollte ein Spiel nach der regulären Spielzeit unentschieden stehen, wird die Partie um zweimal 15 Minuten verlängert. Steht auch dann kein Sieger fest, geht es ins Elfmeterschießen. Der Spielplan sorgt dafür, dass Mannschaften aus derselben Gruppe erst wieder im Finale aufeinandertreffen können.

Sperren:

Gelbe Karten aus der Qualifikation werden gestrichen. Sperren nach Roten Karten bleiben gültig. Nach zwei Gelben Karten aus zwei verschiedenen Spielen folgt eine Sperre für die nächste Partie. Eine Gelb-Rote Karte hat ein Spiel Sperre zur Folge. Eine Rote Karte wird mindestens mit einer Sperre von einem Spiel geahndet. Die FIFA-Disziplinarkommission entscheidet über die Länge der Sperre. Einzelne Gelbe Karten werden nach dem Viertelfinale gestrichen. Somit kann kein Spieler aufgrund der zweiten gelben Karte für das Finale gesperrt sein.

Preisgeld:

Die FIFA hat das Preisgeld gegenüber der WM 2014 um zwölf Prozent erhöht. Insgesamt werden 400 Millionen Dollar (343 Millionen Euro) ausgeschüttet. Der Weltmeister erhält 38 Millionen Dollar, der Finalist 28 Millionen. Der Dritte bekommt 25 Millionen Dollar, der Vierte 22 Millionen. Die Viertelfinalisten erhalten 16 Millionen Dollar, die Achtelfinalisten 12 Millionen. Die Vorrunden-Teilnehmer bekommen 8 Millionen Dollar. Zudem erhält jeder WM-Starter 1,5 Millionen Dollar für die Vorbereitung.

Vierte Einwechslung:

Nach zwei Jahren der Testphase - unter anderem im DFB-Pokal - hat das IFAB grünes Licht für die Möglichkeit der vierten Einwechslung in der Verlängerung bei Spielen der K.o.-Runde gegeben. Laut des IFAB war die Testphase "erfolgreich."

Videobeweis:

Die Regeln für das Eingreifen des Video-Assistenten sind dieselben wie in der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Das Ganze soll allerdings transparenter als in Deutschland ablaufen. Für die Zuschauer innerhalb und außerhalb der Stadien sollen keine Fragen offen bleiben. Wiederholungen und Grafiken werden auf den Anzeigetafeln zu sehen sein. Zudem sollen die relevanten Informationen aus den Gesprächen zwischen Schiedsrichtern und Video-Assistenten an die TV- sowie Radio-Kommentatoren weitergeleitet werden. Erklärungen soll es auch auf der FIFA-Internetseite geben.

Die Schiedsrichter-Teams werden nach Sprachkenntnissen gebildet. Der sogenannte "Video Operations Room" in Moskau ist üppig besetzt. Pro Spiel werden neben dem Video-Assistenten ein weiterer Schiedsrichter und ein weiterer Assistent im Studio zum Einsatz kommen, Letzterer speziell für die Bewertung von Abseits-Situationen. Unterstützt wird dieses Trio außerdem von einem sogenannten "Support" ? einem Offiziellen, der das Spiel im Fernsehen beobachtet und gegebenenfalls auch noch zusätzlich eingreifen kann.

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Kommunikation zwischen Trainerbank und Tribüne:

Laut des Regelwerks dürfen "kleine, tragbare Elektro - oder Kommunikationsgeräte in der technischen Zone eingesetzt werden, sofern dies zu Taktik- oder Coachingzwecken oder zum Wohl der Spieler geschieht". Bei der deutschen Mannschaft wird Assistenztrainer Marcus Sorg von der Tribüne aus Informationen an den zweiten Assistenten Thomas Schneider auf der Bank weiterleiten.

Mannschaften:

85 Minuten vor dem Anpfiff muss die Startelf der FIFA mitgeteilt werden. Auf der Ersatzbank dürfen höchstens 23 Personen (11 Offizielle und 12 Reservisten) sitzen. Ein Spieler aus dem 23-köpfigen Kader kann bis 24 Stunden vor dem ersten WM-Spiel seiner Mannschaft ersetzt werden, wenn er aufgrund einer Verletzung ausfällt.

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