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WM-Team Argentinien: Kader, Superstar, der Youngster, WM-Geschichte

Messi und Co. kämpfen gegen das Deutschland-Trauma
Von Eurosport

14/06/2018 um 13:26Aktualisiert 14/06/2018 um 13:27

Lionel Messi möchte endlich aus dem Schatten von Diego Maradona treten und mit Argentinien dem WM-Titel nach Südamerika holen. Nach der schwachen Qualifikation bedarf es dafür aber vor allem eine deutliche Steigerung seiner Nebenleute.

Größte Erfolge:

Weltmeister 1978 und 1986

FIFA-Weltrangliste: Platz 5

So lief die Qualifikation:

Argentinien erlebte eine ganz schwache Qualifikation. Mit nur einem Sieg in den ersten vier Spielen gestartet, musste die "Albiceleste" bis zum letzten Spieltag zittern, ehe wieder einmal Lionel Messi mit einem Hattrick in Ecuador dafür sorgte, dass neben Italien und den Niederlanden nicht noch eine große Fußballnation die WM verpassen wird.

Der WM-Kader:

Tor: Franco Armani (River Plate), Wilfredo Caballero (FC Chelsea), Nahuel Guzman (Tigres UANL)

Verteidigung: Marcos Acuña (Sporting Lissabon), Cristian Ansaldi (FC Turin), Federico Fazio (AS Rom), Gabriel Mercado (FC Sevilla), Nicolas Otamendi (Manchester City), Marcos Rojo (Manchester United), Nicolas Tagliafico (Ajax Amsterdam)

Mittelfeld: Ever Banega (FC Sevilla), Lucas Biglia (AC Mailand), Angel Di Maria (Paris St. Germain), Manuel Lanzini (West Ham United), Giovani Lo Celso (Paris St. Germain), Maximiliano Meza (Independiente), Cristian Pavon (Boca Juniors), Eduardo Salvio (Benfica Lissabon), Javier Mascherano (Hebei China Fortune),

Angriff: Sergio Agüero (Manchester City), Paulo Dybala (Juventus Turin), Gonzalo Higuain (Juventus Turin), Lionel Messi (FC Barcelona)

Argetniniens Superstar Lionel Messi

Argetniniens Superstar Lionel MessiSID

Der Superstar: Lionel Messi

Lionel Messi ist der vielleicht beste Spieler aller Zeiten. Jahr für Jahr stellt er mit dem FC Barcelona einen neuen Rekord nach dem anderen auf. Das Einzige, was Messi nach wie vor fehlt, ist der große Internationale Titel mit der Nationalmannschaft. Sollte er diesen in Russland holen, würde der Dribbelkünstler endgültig aus dem Schatten von Diego Maradona treten und als größter Spieler aller Zeiten gefeiert.

Youngster im Fokus: Christian Pavon

Der Kern der Mannschaft gehört dem älteren Semester an. Junge Spieler werden es insgesamt schwer haben, Spielminuten zu bekommen. Eine der wenigen Ausnahmen könnte Christian Pavon werden. Der 21-jährige Flügelstürmer kam in der abgelaufenen Spielzeit bei den Boca Juniors auf sieben Tore und 17 Vorlagen und wird zumindest immer wieder von der Bank als Joker ein Faktor werden.

Der Trainer:

Jorge Sampaoli stand bisher lediglich bei zehn Spielen als verantwortlicher Trainer an der argentinischen Seitenlinie. Neben einem 1:0-Sieg gegen Brasilien gab es auch derbe Klatschen wie zuletzt beim 1:6 in Spanien oder der Niederlage gegen Gruppengegner Nigeria. Sampaoli steht für einen offensiven Spielstil mit drei Stürmern, der Spaß machen kann aber eben auch Gefahren birgt, wie zuletzt in Spanien gesehen.

WM-Historie:

Die einzigen beiden Titel der Fußballnation sind bereits etliche Jahre her und stammen aus den Weltmeisterschaften 1978 und 1986. Zuletzt entwickelte Argentinien so etwas wie ein Deutschland-Trauma. Nicht nur das WM-Finale 1990 in Italien ging gegen die deutsche Nationalmannschaft verloren; bei den letzten drei Titelkämpfen war jeweils nach dem Aufeinandertreffen mit dem deutschen Team Endstation.

Warum diese WM gut laufen wird:

Argentinien tat sich in der Qualifikation sehr schwer. Doch unter dem Strich steht die erfolgreiche Qualifikation. Hinzu kommt, dass Argentinien über eine extrem talentierte Offensive verfügt und Lionel Messi sicherlich alles daran setzen wird, um bei seinen vielleicht letzten Titelkämpfen mit dem gewonnenen WM-Pokal doch noch aus dem mächtigen Schatten von Diego Maradona zu treten.

Spieltermine:

16. Juni um 15:00 Uhr: Argentinien - Island im Spartak-Stadion (Moskau)

21. Juni um 20:00 Uhr: Argentinien - Kroatien im Nischni-Nowgorod-Stadion (Nischni Nowgorod)

26. Juni um 20:00 Uhr: Argentinien - Nigeria im St.Petersburg-Stadion (St. Petersburg)

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