SID

WM-Team Kolumbien: Kader, Superstar, der Youngster, WM-Geschichte

Der "neue Valderrama" soll für Kolumbien den Unterschied machen
Von Eurosport

14/06/2018 um 14:48

Kolumbien kann bei der fünften WM-Teilnahme seinen Viertelfinal-Erfolg von 2014 durchaus wiederholen und setzt dabei vor allem auf James Rodriguez. Zudem besitzen die Kolumbianer mit Jose Pekerman einen echten Trainerfuchs an der Seitenlinie.

Größte Erfolge:

WM-Viertelfinale 2014

FIFA-Weltrangliste: Platz 16

So lief die Qualifikation:

Kolumbien beendete die Südamerika-Qualifikation auf dem 4. Platz, schwächelte dabei gegen Ende etwas und machte die Teilnahme letztlich erst am finalen Spieltag mit einem 1:1 gegen Peru perfekt. Als Schwachpunkt entpuppte sich dabei die Offensive von "Los Cafeteros", die es in 18 Spielen lediglich auf 21 Treffer brachte.

Der WM-Kader:

Tor: David Ospina (Arsenal), Camilo Vargas (Deportivo Cali), Jose Fernando Cuadrado (Once Caldas)

Verteidigung: Cristian Zapata (Milan), Oscar Murillo (Pachuca), Santiago Arias (PSV Eindhoven), Yerry Mina (Barcelona), Johan Mojica (Girona), Frank Fabra (Boca Juniors), Davinson Sanchez (Tottenham)

Mittelfeld: Wílmar Barrios (Boca Juniors), Carlos Sánchez (Espanyol), Abel Aguilar (Deportivo Cali), James Rodriguez (Bayern München), Juan Cuadrado (Juventus), Mateus Uribe (America), Jefferson Lerma (Levante), Juan Fernando Quintero (River Plate)

Angriff: Carlos Bacca (Villarreal), Radamel Falcao (Monaco), Luis Muriel (Sevilla), Miguel Borja (Palmeiras), Jose Izquierdo (Brighton)

Der Superstar: James Rodriguez

Gelobt für seine Technik, Übersicht und Spielübersicht wird James Rodriguez schon seit Jahren als Nachfolger von Carlos Valderrama bezeichnet - der Nationalmannschafts-Legende Kolumbiens (111 Länderspiele). Einer der Superstars der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ist derzeit von Real Madrid an den FC Bayern ausgeliehen, wo er in der aktuellen Spielzeit nach einen Anlaufschwierigkeiten die Erwartungen erfüllt hat.

Radamel Falcao, James Rodriguez

Radamel Falcao, James RodriguezGetty Images

Youngster im Fokus: Davinson Sanchez

Der Innenverteidiger wechselte zur vergangenen Saison von Ajax Amsterdam zu Tottenham Hotspur. Dort erlangte der 21-Jährige schnell das Vertrauen seines Trainers Mauricio Pochettino und gilt mit seiner starken, schnellen und zielstrebigen Spielweise als Superstar der Zukunft.

Der Trainer:

José Pekerman ist in Südamerika eine Trainer-Legende. Der Argentinier gewann mit den "Gauchos" alle Junioren-Titel, die es so gibt und übernahm dann die "Albiceleste". Bei der WM 2006 scheiterte er im Viertelfinale an Deutschland. Seit 2012 ist der als Taktikfuchs bekannte Trainer für die Kolumbianer tätig, mit denen er 2014 bei der WM bis ins Viertelfinale einzog, dann aber an Brasilien scheiterte.

WM-Historie:

Es ist erst die fünfte WM-Teilnahme für Kolumbien. Und gerade erst zweimal gelang den Südamerikanern der Sprung aus der Gruppenphase heraus. 1990 war im Achtelfinale Endstation, als die "Goldene Generation" um Carlos Valderrama und Rene Higuita Kamerun nach Verlängerung unterlag. Vor vier Jahren gab es dann den größten Erfolg, als es noch eine Runde weiter ging und man Brasilien einen großen Kampf lieferte, letztlich jedoch mit 1:2 ausschied.

Warum diese WM gut laufen wird:

Kolumbien wird bei dieser WM ein ganz gefährliches Team stellen. Dieses liegt an drei Fakten. Viele Stars wie Radamel Falcao, Carlos Bacca oder Cristian Zapata sind in dem Alter, in dem diese Titelkämpfe die letzte Chance auf einen großen Erfolg sind. Zudem hat man mit Jose Pekerman einen ganz erfahrenen Trainer an der Seitenlinie und in James Rodriguez einen Spieler in den eigenen Reihen, der den Unterschied ausmachen kann.

Spieltermine:

19. Juni um 14:00 Uhr: Kolumbien - Japan in der Mordwinien-Arena (Saransk)

24. Juni um 20:00 Uhr: Kolumbien - Polen in der Kasan-Arena (Kasan)

28. Juni um 16:00 Uhr: Kolumbien - Senegal in der Samara-Arena (Samara)

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