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WM-Team Polen: Kader, Superstar, der Youngster, WM-Geschichte

Lewandowski soll Polens Fluch brechen
Von Eurosport

14/06/2018 um 14:45Aktualisiert 14/06/2018 um 14:46

Polen geht als aktuelle Nummer Zehn der Weltrangliste in die WM in Russland und hat dank Superstar Robert Lewandowski und Trainerfuchs Adam Nawalka die große Chance erstmals seit 1986 wieder den Sprung aus der Gruppenphase heraus zu schaffen.

Größte Erfolge:

WM-Dritter 1974 und 1982; Olympiasieger 1972

FIFA-Weltrangliste: Platz 10

So lief die Qualifikation:

Polen gewann seine Qualifikations-Gruppe mit acht Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage relativ souverän vor Dänemark und Montenegro. Allerdings liest sich die Quali souveräner, als sie letztlich war, denn oftmals konnte Polen ihre Spiele erst spät für sich entscheiden. Zudem schlug das 0:4 in Dänemark mächtig ins Kontor. Anschließend nutzte Polen eine Lücke in den FIFA-Statuten, vermieden Freundschaftsspiele und wurden so bei der Auslosung in Topf 1 mit den stärksten Mannschaften gesetzt.

Der WM-Kader:

Tor: Bartosz Bialkowski (Ipswich Town), Lukasz Fabianski (Swansea City), Wojciech Szczesny (Juventus Turin)

Verteidigung: Jan Bednarek (FC Southampton), Bartosz Bereszynski (Sampdoria Genua), Thiago Cionek (SPAL Ferrara), Kamil Glik (AS Monaco), Artur Jedrzejczyk (Legia Warschau), Michal Pazdan (Legia Warschau), Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund)

Mittelfeld: Jakub Blaszczykowski (VfL Wolfsburg), Jacek Goralski (Ludogorets Razgrad), Kamil Grosicki (Hull City), Grzegorz Krychowiak (West Bromwich Albion), Rafal Kurzawa (Gornik Zabrze), Karol Linetty (Sampdoria Genua), Slawomir Peszko (Lechnia Gdansk), Maciej Rybus (Lokomotiv Moskau), Piotr Zielinski (SSC Neapel)

Angriff: Dawid Kownacki (Sampdoria Genua), Robert Lewandowski (FC Bayern München), Arkadiusz Milik (SSC Neapel), Lukasz Teodorczyk (RSC Anderlecht)

Der Superstar: Robert Lewandowski

Der Sürmer des FC Bayern München ist zweifelsohne der wichtigste Mann in der polnischen Mannschaft. Das gilt nicht nur für seine fußballerischen Qualitäten sondern auch als Persönlichkeit auf dem Feld. Sage und schreibe 16 der 28 polnischen Tore in der Qualifikation gingen auf das Konto des 29-Jährigen, der sich mit einer starken WM auch für einen letzten großen Vertrag empfehlen will.

Poland's forward Robert Lewandowski reacts after he scored a goal during the FIFA World Cup 2018 qualification football match between Poland and Montenegro in Warsaw on October 8, 2017.

Poland's forward Robert Lewandowski reacts after he scored a goal during the FIFA World Cup 2018 qualification football match between Poland and Montenegro in Warsaw on October 8, 2017.Getty Images

Youngster im Fokus: Piotr Zieliński

Dem 24-Jährigen wird seit Jahren enormes Talent nachgesagt. Immer wieder gibt es auch Gerüchte über einen Wechsel zu einem ganz großen Verein, doch in der Nationalmannschaft konnte der technisch versierte Mittelfeldspieler des SSC Neapel sein Potential meist erst andeuten. Diese WM wird zum Prrüfstein, ob Zielinski für höhere Aufgaben bestimmt ist.

Der Trainer:

Adam Nawalka ist für eine Arbeitsethik und seinen Enthusiasmus bekannt. Der 60-Jährige ist der erste Trainer, der sich mit Polen sowohl für eine Europa- als auch für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Nawalka ist als Bewunderer des iatlienischen Fußballs bekannt und wird dementsprechend nie müde, sich vor allem defensiv neue taktische Kniffe auszudenken.

WM-Historie:

Die große Zeit der Polen ist längst vorbei. Die Goldene Generation holte 1974 und 1982 gleich zweimal einen dritten Platz, verpasste dabei aber den durchaus möglichen ganz großen Clou. Es folgten viele magere Jahre für den polnischen Fußball. Nun ist die Chance unter Nawalka so groß wie nie, sich erstmals seit 1986 wieder für ein WM-Achtelfinale zu qualifizieren.

Warum diese WM gut laufen wird:

Von vielen Experten wird die Gruppe H als eine der ausgeglichensten eingeschätzt, in der alles passieren kann. Wichtig wird ein siegreicher Auftakt gegen den Senegal sein. Wenn dazu Robert Lewandowski eine gute WM spielt und genügend Unterstützung des wieder genesenen Arkadiusz Milik erhält, wird Polen der Sprung unter die letzten 16 Teams gelingen.

Spieltermine:

19. Juni um 17:00 Uhr: Polen - Senegal im Spartak-Stadion (Moskau)

24. Juni um 20:00 Uhr: Polen - Kolumbien in der Kasan-Arena (Kasan)

28. Juni um 16:00 Uhr: Polen - Japan in der Wolgograd-Arena (Wolgograd)

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