So lief das Spiel:

Der WM-Topfavorit aus den USA startete dank Kapitänin Megan Rapinoe nach Maß in die Partie und ging nach gerade einmal sieben Minuten in Führung. Nach Foul von Martina León an Tobin Heath entschied die Schiedsrichterin auf Strafstoß, Rapinoe verwandelte sicher vom Punkt zum 1:0 (7.).
Keine zwei Minuten später aber mussten die US-Amerikanerinnen den ersten Gegentreffer des Turniers hinnehmen. Becky Sauerbrunn leistete sich vor dem eigenen Strafraum einen fatalen Stockfehler gegen die heranstürmende Lucia Garcia, die den Ball direkt zu Jenni Hermoso spitzelte. Der spanische Superstar ließ sich die Chance nicht nehmen und zirkelte das Leder aus 17 Metern herrlich in den Winkel (9.).
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Insgesamt taten sich beide Mannschaften in der Folge enorm schwer zu Chancen zu kommen, ein Fernschuss von Rapinoe blieb die beste Chance der USA bis zur Pause (20.).
Auch nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften ein körperlich intensives Duell, bei dem spielerische Elemente etwas auf der Strecke blieben. Fast zwangsläufig musste somit der nächste Elfmeter herhalten, um die Entscheidung herbeizuführen.
Virginia Torrecilla kam den Bruchteil einer Sekunde zu spät gegen Rose Lavelle, die den leichten Kontakt danken annahm. Rapinoe übernahm erneut Verantwortung und versenkte wie schon in Durchgang eins links unten zum 2:1-Siegtreffer (76.). Sichtbar entkräftete Spanierinnen hatten in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen und konnten den Viertelfinaleinzug der USA nicht mehr gefährden. Dort trifft der Titelverteidiger am Freitag in Paris auf Gastgeber Frankreich.

Der Tweet zum Spiel:

Die Stimmen:

Jill Ellis (Trainerin USA): "Das Herz und die Entschlossenheit waren heute entscheidend. Wir haben mental eine großartige Leistung gezeigt."
Megan Rapinoe (USA): "Ich liebe die K.O.-Phase mit intensiven Duellen. Wir haben das heute wirklich exzellent gemacht."

Das fiel auf: Bedingungen im Grenzbereich

Bei gemessenen 36 Grad auf dem Rasen hatten die Spielerinnen neben dem Gegner auch noch mit drückender Hitze in Reims zu kämpfen. Beide Mannschaften hatten mit den hohen Temperaturen zu kämpfen, Chancenarmut und viele untypische Konzentrationsfehler bei den ansonsten so ballsicheren Teams waren die Folge.

Die Statistik: 5:26 Minuten

Nach dem Elfmeterpfiff für die USA dauerte es im zweiten Durchgang ganze 5:26 Minuten vom Elfmeterpfiff bis zur Ausführung. Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass der Videobeweis bei dieser Frauen-WM viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt und den Spielfluss so komplett zerstört.
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