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Deutsche Damen feiern Kantersieg gegen Südafrika

Deutsche Damen feiern Kantersieg gegen Südafrika

17/06/2019 um 19:54Aktualisiert 17/06/2019 um 22:29

Die deutschen Fußballerinnen sind den eigenen Ansprüchen endlich gerecht geworden und haben den WM-Gruppensieg trotz ihrer notorischen Abschlussschwäche mühelos klargemacht. Nach der spielerischen Magerkost bei den 1:0-Siegen gegen China und Spanien holte sich der zweimalige Weltmeister durch das deutliche 4:0 (3:0) gegen WM-Neuling Südafrika Selbstvertrauen für das Achtelfinale.

So lief das Spiel:

Die deutsche Nationalmannschaft wollte nach den beiden mühsamen 1:0-Erfolgen zum Auftakt gegen China und Spanien gegen Südafrika auch spielerisch eine Nummer drauflegen. Verzichten musste Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg dabei erneut auf Spielmacherin Dzsenifer Marozsán.

Erstmals in die Startelf rückte dafür Lina Magull. Lena Oberdorf wurde hingegen gelbvorbelastet geschont.

Von Beginn an wurde deutlich, dass ein deutlicher Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften lag.

Mehr als ein halbes Dutzend bester Einschussmöglichkeiten bekamen die DFB-Frauen auf dem Silbertablett präsentiert. Selbiges lag einerseits an den verbesserten Spielzügen der deutschen Elf als auch andererseits an der Tatsache, dass Südafrika ebenfalls überraschend hoch stand und somit immer wieder große Lücken in der eigenen Defensive offenbarten.

Melanie Leupolz per Kopf nach einer Ecke (14.), Sara Däbritz nach einem katastrophalen Aussetzer von Schlussfrau Andile Dlamini (29.) und Alexandra Popp per Kopf nach einer Flanke von Giulia Gwinn (40.) schossen eine beruhigende 3:0-Pausenführung heraus, die jedoch deutlich höher hätte ausfallen können. Däbritz (22.), Bühl (26.) und Magull scheiterten frei vor dem Tor und wurden lediglich von Popp "getoppt", die aus sechs Metern den Ball über das leere Tor schob (17.).

Nach dem Seitenwechsel erzielte Magull per Abstauber das 4:0, welches auch dem Endstand entsprach.

In der letzten halben Stunde mischten sich wieder mehr Unkonzentriertheiten in das deutsche Spiel, so dass es ein munteres Auf und Ab zu bestaunen gab.

Der Einzug in das Achtelfinale als Gruppensieger war dennoch zu keiner Zeit gefährdet. Auf wen die deutsche Elf dort treffen wird, steht erst am Donnerstag fest.

Die Stimmen:

Alexandra Popp (Deutschland): "Uns war es wichtig zu zeigen, dass wir anders Fußball spielen können als in den ersten beiden Spielen. Dass ich dann auch noch ein Tor schießen durfte, ist natürlich auch nicht schlecht für mein Selbstvertrauen."

Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Deutsche Höhenluft

Wann immer ein hoher Ball in den Strafraum von Südafrika segelte, war höchste Gefahr im Verzug. Neben der Kopfballstärke der DFB-Frauen zeichnete sich hierfür auch die geringe Körpergröße der südafrikanischen Spielerinnen verantwortlich, die oft einfach übersprungen wurden.

Die Statistik: 270

Auch nach dem dritten Turnierspiel bleiben Almuth Schult und die deutsche Defensive weiterhin ohne Gegentreffer im Turnier.

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