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Schon wieder Krise in Hannover: Slomka und Schlaudraff zum Rapport

Schon wieder Krise in Hannover: Slomka und Schlaudraff zum Rapport
Von Eurosport

15/08/2019 um 17:49Aktualisiert 15/08/2019 um 17:52

Die Euphorie ist dahin: Unter Trainerrückkehrer Mirko Slomka hat Hannover 96 einen Fehlstart in die Saison hingelegt. Nach drei Spielen sind genau drei Niederlagen zu verzeichnen, eine davon im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC. Die Mannschaft zeige sich trotz der entmutigenden Lage aber kämpferisch. Jetzt sollen neue Spieler kommen.

Mirko Slomka redete nicht lange drumherum. "Drei Spiele und keines zu gewinnen - das ist für uns absolut unbefriedigend", sagte der neue alte Trainer von Hannover 96: "Die Mannschaft ist enttäuscht über das, was unter dem Strich herausgekommen ist. Aber ich sehe auch eine Mannschaft, die kämpferisch damit umgeht."

Nicht "lamentieren", die "Ärmel hochkrempeln" und "anpacken" - so sprach Slomka am Donnerstag. Die Euphorie nach der Rückkehr des 51-Jährigen ist in Hannover schon kurz nach Saisonbeginn verflogen, es kriselt wieder beim Bundesliga-Absteiger.

Hannover 96 im Krisenmodus

Tags zuvor hatte der mächtige Klubchef Martin Kind Slomka und Manager Jan Schlaudraff in Großburgwedel zum Krisentreffen gebeten. Oder, wie es der Klub nannte: "Zu einem konstruktiven Gedankenaustausch". Jedenfalls wurden die ersten drei Pflichtspiele der Saison, in denen kein Sieg gelang, "analysiert und Entscheidungen getroffen, die bis zum Transferende am 2. September umgesetzt werden", wie es in einer Mitteilung hieß. "Die Entscheidungsfindung war qualifiziert vorbereitet", sagte Kind.

Slomka kann also nach dem Horn-Wechsel noch auf weitere Verstärkungen hoffen. Als ein möglicher Kandidat gilt Linksaußen Emil Hansson (Feyenoord Rotterdam). "Zu Spekulationen über Spielernamen werden wir uns nicht äußern", teilte der Klub mit.

96-Neuzugänge sollen es richten

Doch wie wichtig Esprit, Frische und Schnelligkeit für Hannover vor allem in der Offensive wären, haben die ersten enttäuschenden Spiele gezeigt. "Bei eigenem Ballbesitz müssen wir noch besser werden", sagte Torwart Ron-Robert Zieler nach dem Pokal-Aus gegen den Karlsruher SC, sieht aber noch keinen Grund zur Panik:

"Das muss alles noch ein bisschen zusammenwachsen. Aber es gibt immer wieder Phasen, wo ich das Gefühl habe, wir sind auf einem guten Weg."

Geld für weitere Transfers wäre jedenfalls da. Der Verkauf des Brasilianers Walace an Udinese Calcio hat etwa sechs Millionen Euro eingebracht, allerdings scheint Kind nach den Verlusten der Vergangenheit nicht gewillt, die Summe komplett zu reinvestieren. "Wir sollten uns gedanklich Spielraum lassen", hatte der Unternehmer zuletzt gesagt.

Slomka sieht in Walace einen gefallenen "Dominostein, es sind Dinge ins Rollen gekommen". Zudem steht Iver Fossum vor einem Wechsel. 96 hat den 23-Jährigen Norweger für Vertragsverhandlungen freigestellt.

Und so pokert Hannover erst einmal. Schlaudraff spekuliert offenbar darauf, nach dem Bundesliga-Start Spieler holen zu können, die bei ihren Klubs erst einmal nur in der zweiten Reihe stehen würden. "Wir wollen jetzt alles sehr gut abarbeiten", sagte Slomka. Denn schon jetzt steigt bei 96 der Druck.

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