So lief das Spiel:

Der FC Bayern lief mit der nominell klar besseren Mannschaft gegen die mit vielen Jugendspielern versehenen Pariser auf. Die junge Elf von Trainer Thomas Tuchel kam nach vier Minuten zur ersten Chance des Spiels, als Kapitän Adrien Rabiot mit einem Kopfball an Torwart Sven Ulreich scheiterte (4.).
Der erst 17-jährige Halbbrasilianer Oliver Batista Meier meldete den FC Bayern offensiv in der Partie an, scheiterte mit seinem Flachschuss an der starken Parade des 23 Jahre älteren Gianluigi Buffon (12.).
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Nach einem Fehlpass des jungen Paul Will schickte Kévin Rimane die einzige PSG-Spitze Timothy Weah auf die Reise. Der Sohn des früheren Weltfußballers George Weah blieb im Laufduell mit Innenverteidiger Josip Stanisic Sieger und schob das Leder an Ulreich vorbei in die linke Ecke (31.).
Der FC Bayern kam nach der Pause mit einer anderen Körpersprache zurück aufs Feld und zog gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ein Powerplay auf. Dabei rückte Stürmer Sandro Wagner in den Fokus, der binnen weniger Minuten gleich vier Gelegenheiten zum Ausgleich ausließ. Entweder die Latte, Buffon oder ein Abwehrbein standen dem Treffer des Stürmers im Weg.
Nach exakt einer Stunde platzte nach einem Eckball der Knoten beim deutschen Rekordmeister. Javi Martínez wuchtete die Hereingabe von Arjen Robben aus fünf Metern wuchtig zum 1:1 in die Maschen (60.).
Das Highlight des Tages setzte dann Renato Sanches mit einem frechen Freistoß vom rechten Strafraumeck, den der Portugiese um die Mauer herum in die kurze Ecke zirkelte und den FC Bayern auf die Siegerstraße brachte (68.).
Für den Schlusspunkt sorgte der erst 17 Jahre alte Niederländer Joshua Zirkzee, der für Wagner in die Partie gekommen war. Nach einer schönen Kombination und Pass von Serge Gnabry musste der Angreifer aus kurzer Distanz nur noch seinen Fuß hinhalten (78.).
Nach dem Abflug in die USA tritt Kovacs Team noch gegen den italienischen Titelträger Juventus Turin (25. Juli in Philadelphia) und Englands Champion Manchester City (28. Juli in Miami) an.

Die Stimmen:

David Alaba (FC Bayern): "Es hat uns viel Spaß gemacht mit den vielen jungen Spielern. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung hier in meiner Heimat. Es ist für mich immer etwas Schönes, in Österreich zu spielen. Wir werden in der Vorbereitung hart arbeiten, um am Ende der Saison ganz oben zu stehen."
Thomas Tuchel (Trainer Paris Saint-Germain): "Ich bin stolz auf die Leistung meiner Spieler. Wir haben wirklich als Team zusammengespielt. Das Wichtigste ist jetzt, demütig zu bleiben und uns weiterzuentwickeln."

Das fiel auf:

Der bereits als 35-Millionen-Flop abgestempelte Renato Sanches wittert unter Trainer Niko Kovač eine neue Chance in Bayerns Star-Ensemble und stellte seine Ambitionen für die kommende Spielzeit eindrucksvoll unter Beweis. Im zentralen Mittelfeld übernahm der 20-Jährige die Chefrolle und leitete zahlreiche Bayern-Angreife mit klugen Verlagerungen ein.
Nichts mehr zu sehen von den Stockfehlern, unglücklichen Entscheidungen und Fehlpässen, die ihn beim FC Bayern auf Abstellgleis brachten. Seinen tollen Saisoneinstand krönte Sanches mit einem traumhaften Freistoß zum 2:1. Vielleicht geht der Stern des talentierten Portugiesen beim Rekordmeister mit Verspätung doch noch auf.
Nicht erwähnenswert in Erscheinung treten konnten dagegen die beiden "Oldies" Franck Ribéry und Arjen Robben, von den letzterer noch mehr Engagement zeigte als sein französischer Gegenpart auf dem linken Flügel. Ein ungefährlicher Schuss neben den Kasten von Buffon blieb die gefährlichste Aktion von Ribéry im gesamten Spiel. Deutlich mehr Betrieb machte da nach seiner Einwechslung schon Neuzugang Serge Gnabry, der viele Läufe in die Tiefe anbot und sich den größten Anteil am dritten Treffer von Zirkzee auf die Fahne schreiben durfte.
In der Innenverteidigung setzte Kovac auf Martínez als Abwehrchef, der sein Pensum in gewohnt souveräner Manier abspulte und beim Ausgleich einmal mehr seinen Ruf als einer der weltweit besten Kopfballspieler untermauerte. An seiner Seite im Abwehrzentrum begann der 18 Jahre alte Josip Stanisic, der beim Gegentreffer von Weah keine gute Figur abgab. Auch Youngster Paul Will wirkte im zentralen Mittelfeld zuweilen unsicher und hektisch. Das 0:1 resultierte aus einem unnötigen Fehlpass des 19-Jährigen.
Positiv auf sich aufmerksam machen konnte Oliver Batista Meier, der Bayerns einzig wirklich gefährliche Offensivaktion im ersten Durchgang abschloss und dabei in Buffon seinen Meister fand. Von den Youngstern hinterließ noch der eingewechselte Joshua Zirkzee nicht nur durch sein Tor zum 3:1 einen bleibenden Eindruck. Im Zentrum behauptete das Talent aus den Niederlanden viele Bälle und löste sich immer wieder geschickt von seinen Bewachern.
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