So lief das Spiel:

Vor dem Duell beim heimstarken RC Celta schrillten bei Real Madrid schon sämtliche Alarmglocken. Da der FC Barcelona zuvor bereits gegen UD Levante siegte, wuchs der zwischenzeitliche Punkteabstand in La Liga auf beachtliche 17 Zähler an. Die "Königlichen" kamen in dieser Saison im Ligabetrieb noch nicht in Fahrt, konnten vor der Auswärtspartie bei Celta die letzten drei Spiele in der Fremde nicht gewinnen (zwei Unentschieden, eine Niederlage). Der Druck auf Real – und auf Coach Zinédine Zidane – wuchs erheblich. Gegen Celta musste also dringend ein Sieg her, um in Richtung Konkurrenz und auch sich selbst ein wichtiges Zeichen zu setzen.
Ohne die verletzten Sergio Ramos und Karim Benzema und den gesperrten Dani Carvajal begannen die "Königlichen" temporeich mit hohem Angriffspressing und direktem Weg zum Tor. Bereits in der 2. Minute vergab Gareth Bale eine gute Kopfballchance aus vier Metern, zwei Minuten später scheiterte Cristiano Ronaldo per Flachschuss aus 16 Metern. Die beste Gelegenheit in der Anfangsphase gehörte aber den Hausherren, die erst kurz vor dieser Möglichkeit aufwachten. Nach einer Flanke von Hugo Mallo aus dem rechten Halbfeld knallte Iago Aspas den Ball im Zentrum an den rechten Torpfosten (13.).
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In der Folge taten sich die Gäste gegen spielstarke Hausherren schwer, Celta machte einen guten Job, spielte schnell und schnörkellos nach vorne und ging in der 33. Minute in Führung. Nach Zuspiel von Aspas war Daniel Wass frei, ging auf Keylor Navas zu und packte aus 16 Metern einen wunderschönen Lupfer aus – das Tor.
Real Madrid antworte jedoch postwendend und drehte die Partie binnen drei Minuten. Zunächst bediente Toni Kroos Gareth Bale in der linken Strafraumhälfte mit einem Zuckerpass. Der Waliser blieb vor dem Kasten eiskalt und schob den Ball flach ins rechte Toreck ein. Kurz darauf brachte Isco die Kugel in den Strafraum, erneut war Bale zur Stelle und drückte das Ding per Außenrist in die Maschen.
Mit der Führung im Rücken agierten die "Königlichen" im zweiten Durchgang ruhiger und gelassener, ließen Celta ab und zu kommen und lauerten immer wieder auf schnelles Umschalten. Vor allem Bale zeigte ein gutes Gesicht, war stets im Angriff zu finden und ging viele Wege.
Die Hausherren ließen sich aber über die gesamte Distanz nicht abwimmeln und wären in der 72. Minute beinahe zum Ausgleich gekommen. Aspas lief auf Navas zu, umkurvte den Keeper und wurde anschließend vom Schlussmann zu Fall gebracht – Elfmeter. Aspas führte selbst aus, scheiterte allerdings an Navas, der den Ball im linken Eck abwehrte. Zehn Minuten später zappelte die Kugel letztlich doch im Netz. Nach einer feinen Flanke von Wass von der rechten Seite, köpfte Maximiliano Gómez den Ball in die Maschen. Ein extrem bitterer Schlusspunkt für Zidane und Real Madrid.

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Fehlender Hunger

Mit fünf Titel konnten sich die "Königlichen" im Kalenderjahr 2017 krönen und stillten damit scheinbar ihren Hunger nach Erfolg. Denn in La Liga läuft es in dieser Saison alles andere als rund, im direkten Duell gegen den FC Barcelona war für Real nichts zu holen, zudem konnten sie in dieser Saison nicht einen einzigen Rückstand zu einem Sieg drehen – durchaus ein Indiz für fehlenden Willen und Überzeugung. Vielleicht aber bringt 2018 nun die Wende. Immerhin steht das Titelkonto wieder bei null.

Die Statistik: 201

Durch seinen Doppelpack gegen Celta schraubte Bale das Real-Torekonto in La Liga unter Zidane hoch auf 201 Treffer. Verzeichnen mussten die "Königlichen" in dieser Zeit übrigens 73 Gegentreffer, gewannen 55 ihrer 74 Duelle, holten 13 Unentschieden und gingen siebenmal als Verlierer vom Feld.
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