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Messi und Co. patzen: Barcelona verliert auch gegen Aufsteiger Granada

Messi und Co. patzen: Barcelona verliert auch gegen Aufsteiger Granada
Von Eurosport

21/09/2019 um 23:00Aktualisiert 22/09/2019 um 01:09

Der FC Barcelona hat die zweite Pleite der Saison kassiert. Gegen Aufsteiger Granada verlor Barça mit 2:0 (1:0). Bereits nach zwei Minuten waren die Katalanen durch den Treffer von Ramon Azeez in Rückstand geraten. In der zweiten Hälfte traf dann Alvaro Vadillo per Elfmeter (66.). Auch die Einwechslung von Lionel Messi zur Pause bliebt ohne Erfolg. Granada ist dagegen auf Platz eins gesprungen.

So lief das Spiel:

Im Vergleich zum 0:0-Unentschieden am ersten Spieltag der Champions League Gruppenphase bei Borussia Dortmund unter der Woche änderte Barca-Coach Ernesto Valverde die Startelf auf vier Positionen: Carles Pérez, Ivan Rakitić, Sergi Roberto und Júnior Firpo starteten für Ansu Fati, Arthur, Sergio Busquets (alle Bank) und Jordi Alba (Verletzung im linken Oberschenkel). Lionel Messi nahm wie in Dortmund zunächst auf der Bank Platz. Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen stand wie erwartet in der Startelf.

Der Aufsteiger erlebte einen Traumstart in diese Partie: Firpo, der heute sein La-Liga-Startelf-Debüt für Barca gab, verlor in letzter Reihe gegen Roberto Soldado den Ball, der sofort Antonio Puertas auf die Reise schickte. Die Flanke des Flügelstürmers konnte Gerard Piqué nur abfälschen und Ramon Azeez musste am zweiten Pfosten nur noch einnicken (2.). Nach nur 65 Sekunden die Führung für Granada.

In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel. Viele Fouls, Verletzungen und Unterbrechungen verhinderten jeglichen Spielfluss - ganz so wie sich der Gastgeber das vorgestellt hatte. Mit einem aggressiven Pressing nervte Granada den amtierenden Meister, der große Probleme hatte, einen Spielaufbau aufzuziehen. So gingen die Gäste ohne eigenen Schuss aufs gegnerische Tor in die Halbzeitpause.

Barca weiter schwach, Granada trifft per Elfmeter

Valverde reagierte in der Halbzeitpause und brachte mit Messi und Fati für Firpo und Pérez neue Kräfte. Der Schwung durch die Einwechslungen währte gerade einmal einige Minuten, ehe das Spiel wieder in das Schema der ersten 45 Minuten verfiel.

In der 62. Minute wurde für Granada nicht nur Álvaro Vadillo, sondern bei Barça auch Arturo Vidal eingewechselt. Nur zwei Minuten später standen die beiden im Mittelpunkt: Vadillo brachte einen Freistoß von rechts in den Strafraum und Vidal wurde schließlich nachträglich vom VAR des Handspiels überführt. Vadillo verwandelte den anschließenden Elfmeter souverän und ließ ter Stegen keine Chance (66.).

Wenn bei Barca etwas ging dann über Messi und Fati, doch schlussendlich hat entweder ein Verteidiger seinen Körper vor dem Ball oder Granada-Keeper Rui Silva das letzte Wort. Richtig gefährlich konnte Barça dem Aufsteiger nicht mehr werden.

Am Ende steht ein verdienter Sieg für Granada, der Barça mit allen Mitteln den Spaß am Spiel genommen hatte und gnadenlos effektiv agierte. Valverde wird sich nach diesem blutleeren Auftritt seiner Mannschaft mal wieder unangenehmen Fragen stellen müssen.

Die Stimmen zum Spiel:

Diego Martinez Penas (Trainer FC Granada): “Wir haben jetzt zehn Punkte, wir müssen es genießen und uns dann auf das nächste Spiel vorbereiten."

Das fiel auf: Auswärtsschwäche

Der FC Barcelona leidet in dieser Saison bislang unter schwachen Auftritten in der Fremde. Mit der heutigen Niederlage eingerechnet, konnte keines der vier bisherigen Auswärtsspiele gewonnen werden. Der Auftritt in Granada war geprägt von einem schwachen Spielaufbau, ohne Busquets und Messi hatte das Spiel von Barca keinerlei Struktur und wirkte zu keiner Zeit ruhig und durchdacht.

Der Tweet zum Spiel:

Der offizielle LaLiga-Account gratulierte dem vorübergehenden Tabellenführer zu diesem wahnsinnigen Erfolg.

Die Statistik: 68.

Es war die 68. Minute, als Barça den ersten Schuss auf das Tor von FC Granada abgab. Messi führte einen Freistoß schnell aus und Fati schloss aus spitzem Winkel ab. Granada Keeper Rui Silva war, wie so häufig in diesem Spiel zur Stelle und konnte parieren. Der amtierende Meister brauchte bis zur Mitte der zweiten Halbzeit, um beim Aufsteiger aus Granada einen Torschuss abzuliefern - ein starkes Indiz für die heutige desolate Leistung von Barça.

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