Seine Worte klingen schon sehr nach Abschied vom FC Barcelona. "Ich weiß nicht, ob ich gehen werde oder nicht, aber wenn ich gehe, würde ich es gerne auf die beste Weise tun", sagte Lionel Messi vor ein paar Tagen im Interview mit dem spanischen TV-Sender "La Sexta".
Der Vertrag des Stürmers läuft in diesem Juni aus, bereits im vergangenen Sommer hatte er Barça nach internen Streitigkeiten verlassen wollen. Barça hatte darauf beharrt, dass die Wechselfrist abgelaufen sei. Messi bestreikte das Training, erst nach tagelangen Diskussionen legten beide Seiten den Streit bei und Messi erklärte, dass er noch ein Jahr für Barça spielen werde.
Seit dem 1. Januar darf er nun offiziell mit anderen Vereinen verhandeln.
La Liga
Mit Mega-Ausstiegsklausel: Messi bleibt angeblich bei Barça
14/07/2021 AM 14:05
Daran, dass der 33-Jährige noch mal einen Vertrag bei Barça unterschreibt, glaubt eigentlich niemand mehr. Zu viel ist im vergangenen Sommer vorgefallen, das Tischtuch zwischen Verein und Spieler soll komplett zerschnitten sein. Auch wenn es wohl einen neuen Präsident geben wird und ein Messi-Verbleib ein wahlentscheidendes Politikum ist.

Top-Klubs bringen sich in Stellung

Wo also hin? Zwei Jahre auf Top-Top-Niveau hat Messi sicher noch in den Beinen, die Top-Klubs werden sich demnach bereits in Stellung bringen.
Vor allem gilt das für Manchester City mit Trainer Pep Guardiola - einst Messis Ziehvater bei Barça. Eine Wiedervereinigung der beiden, die zusammen zwei Mal die Champions League gewannen, hätte neben all den verrückten finanziellen Begleiterscheinungen eines solchen Wechsels sogar etwas fußball-romantisches. City hatte in den vergangenen Jahren zuletzt mehrfach angefragt, blitzte aber stetig ab. Dadurch, dass Messi nun ablösefrei ist, ändert sich die Lage entscheidend. Guardiolas Job in Manchester ist sicher, sein Vertrag ist bis 2023 gültig. Gewänne er mit Messi zusammen die "Königsklasse", wäre das auch für ihn ein hervorragendes Ende seines Kapitels in England.

Lionel Messi, Pep Guardiola

Fotocredit: Getty Images

Weniger wahrscheinlich, aber nicht ganz unrealistisch ist, dass es Messi zu Paris Saint-Germain zieht, wo er wieder mit seinem Kumpel Neymar Seite an Seite zaubern könnte. Ein weiteres Plus für PSG: Mit Mauricio Pochettino steht ein Argentinier an der Seitenlinie - und finanziell kann der Klub es ohnehin mit jedem aufnehmen. Ein Fragezeichen steht höchstens hinter dem Interesse an Messi an der französischen Liga. Sie gilt - im Gegensatz zur Premier League - nicht als die beste der Welt.
Pochettino selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er Messi verehrt. Bereits 2018, bevor er mit seinem damaligen Team Tottenham Hotspur auf den FC Barcelona traf, sagte er seinen Spielern: "Genießt es, gegen Messi zu spielen, weil er einer der besten Spieler der Fußball-Geschichte ist." Zuletzt sagte er diplomatisch: "Jeder große Spieler in der Welt ist bei PSG jederzeit willkommen." Außer den argentinischen Pass haben die beiden Südamerikaner auch eine Verbindung zum argentinischen Traditionsklub Newell's Old Boys gemeinsam: Bei Messis Kindheitsklub begann auch Pochettinos Karriere als Trainer.

MLS kommt noch zu früh

Gerüchte ranken sich auch immer wieder um einen Wechsel Messis in die US-Liga MLS – dem "Fußball-Rentner"-Paradies. Bei Inter Miami kickt bereits Gonzalo Higuaín, Geld ist auch vorhanden. Sportlich wäre das allerdings ein Abstieg und für Messi wohl auch noch in zwei bis drei Jahren denkbar.
Nach seiner Profikarriere schließt Messi ein weiteres Engagement bei Barça immerhin nicht aus: "Wenn ich gehe, würde ich gerne irgendwann zurückkehren, um in der Stadt zu leben und im Verein zu arbeiten."
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