Real Madrid musste gegen Alavés auf seinen Trainer verzichten. Zinédine Zidane war am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden und wurde in Vitoria-Gasteiz, wo Alavés seine Heimspiele bestreitet, von seinem Assistenten David Bettoni vertreten.
Der Tabellenzweite in La Liga tat sich zu Beginn der Partie schwer, Abstiegskandidat Alavés hingegen verzeichnete in den Anfangsminuten durch Ex-Bundesligaspieler Joselu (4.) und Rodrigo Battaglia (13.) erste gute Einschussmöglichkeiten.
Danach allerdings wachte Real auf. Zunächst scheiterte Karim Benzéma bei einer Doppelchance zunächst an Torhüter Fernando Pacheco, ehe Florian Lejeune den Nachschuss des Franzosen an den eigenen Pfosten lenkte (14.).
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Rückschlag für Xavi und Co. - Real zieht davon
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Die anschließende Ecke brachte Madrid dann die Führung: Toni Kroos trat den Standard von rechts an den Elfmeterpunkt, wo Casemiro höher stieg als Lejeune und den Ball im rechten unteren Toreck unterbrachte (15.).
Der Widerstand der Hausherren war nun gebrochen. Alavés kam kaum noch in die Zweikämpfe, Madrid hingegen konnte schalten und walten, wie es wollte. So hatte Eden Hazard nach einem Doppelpass mit Lucas Vázquez das 2:0 auf dem Fuß, zielte aus sechs Metern aber knapp am linken Pfosten vorbei (28.).
Anschließend flachte die Partie ein wenig ab, nur um kurz vor der Pause noch einmal richtig Fahrt aufzunehmen. Eine Hereingabe von Vázquez verlängerte Hazard per Hacke zu Benzéma, der Franzose hatte viel Platz und traf aus 16 Metern in den linken Winkel (41.).
Wenig später erhöhte Hazard nach einem Traumpass von Kroos sogar noch auf 3:0, der deutsche Nationalspieler hebelte mit seinem Zuspiel über die Abwehr hinweg die gesamte Defensive der Gastgeber aus, sodass Hazard aus zwölf Metern nur noch ins rechte untere Eck einschieben musste (45.+1).
Im zweiten Durchgang beschränkte sich Real zunächst auf Ergebnisverwaltung, Alavés durfte nun auch wieder am Spiel teilnehmen. Mehr als ein Abschluss von Borja Sainz in die Arme von Thibaut Courtois sprang dabei zunächst allerdings nicht heraus (53.).
Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gastgeber allerdings immer besser in die Partie, nahmen die Zweikämpfe besser an und belohnten sich gegen passive Madrilenen schließlich mit dem Anschlusstor. Bei einem Freistoß von Lucas Pérez stand Joselu am Elfmeterpunkt goldrichtig und wuchtete den Ball per Kopf in die Maschen (59.).
Auch in der Folge blieben die Gastgeber bemüht, ein zweiter Treffer fiel allerdings nicht für die Hausherren. Stattdessen traf Real Madrid in diese gute Phase von Alavés hinein. Luka Modrić bediente auf der linken Seite Benzéma, der unnachahmlich nach innen zog und aus elf Metern halblinker Position ins lange Eck zum 4:1 traf (70.).
Damit war die Partie entschieden, auch wenn Lucas Pérez in der 83. Minute noch einmal knapp links am Tor vorbeizielte (83.).
So leistete Real Madrid Widergutmachung für das Pokal-Aus unter der Woche beim Drittligisten CD Alcoyano und meldete sich auch im Kampf um die Meisterschaft zurück.

Die Stimme:

Karim Benzéma (Real Madrid): "Wir wollen immer gewinnen, immer vorne stehen. Ich habe heute gut gespielt, das Team hat heute gut gespielt. Nein, wir schauen nicht auf die Tabelle, wir schauen nur auf uns. Es liegen noch viele Spiele vor uns."
David Bettoni (Co-Trainer Real Madrid): "Ich bin sehr glücklich mit der Teamleistung, wir haben uns gut vorbereitet und ein starkes Spiel abgeliefert. Alavés spielt gerne lange Bälle - unser Plan war es, hoch zu pressen und ihnen so wehzutun."
Victor Laguardia (Deportivo Alavés): "Es ist nicht der Tag geworden, den wir uns erträumt haben. Aber es ist Zeit, aufzustehen."

Der Tweet zum Spiel:

So könnte die Kommunikation zwischen David Bettoni und Cheftrainer Zinédine Zidane, der sich in Quarantäne befindet, ausgesehen haben.

Das fiel auf: Luka Modrić sticht heraus

In einem Star-Ensemble, wie es Real Madrid vorweist, aufzufallen, ist an sich schon schwer genug. Wenn man aber fast jeden Angriff der Königlichen einleitet und bestimmt, dann sticht man auch in solch einer Mannschaft heraus. Diese Rolle fiel einmal mehr Luka Modrić zu, der aus dem zentralen Mittelfeld heraus die Geschicke seines Teams mit viel Übersicht leitete. Beinahe jeder Angriff lief über den Kroaten, der immer wieder geniale Momente hatte, sich aber gleichzeitig nicht zu schade war, sich im Spielaufbau bis in die eigene Abwehrreihe fallen zu lassen und dann von ganz hinten Reals Offensivaktionen zu initiieren.

Die Statistik: 100

Alavés feierte mit dem Spiel gegen Real Madrid den 100. Geburtstag seines Vereins.
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