Florentino Pérez weiter: "Es war eine der Möglichkeiten, denn es war ein hartes Jahr. Es erschöpft einen auch, Trainer zu sein."
Aufgrund der Corona-Pandemie startete die spanische Liga in vergangeen Jahr erst am 20. September in die neue Saison. Auch aufgrund der starken Champions-League-Saison, in der Real Madrid erst im Halbfinale am späteren Sieger Chelsea scheiterte, absolvierten die Königlichen in den vergangenen acht Monaten 52 Partien.
Allerdings blieben sie komplett ohne Titel. In der Liga reichte es nur zu Platz zwei hinter Lokalrivale Atlético, in der Copa del Rey scheiterte Real bereits in der 3. Runde an CD Alcoyano und im spanischen Supercup ging das Halbfinale gegen Athletic Bilbao verloren.
EURO 2020
Vor Klassiker gegen England: Offensive braucht neue Akzente
26/06/2021 AM 14:27
Da kann es im erfolgsverwöhnten Madrid auch für Zidane, der in seiner ersten Amtszeit als Real-Trainer dreimal die Champions League gewann, schnell mal ungemütlich werden. "Ich merkte, dass er müde war, aber nicht von mir, sondern von den Medien", erklärte Pérez.

Pérez: "Wenn es nach mir ginge, würde Zidane wieder Real-Trainer werden"

Trotz der offensichtlichen Wertschätzung im Verein konnte er den Abschied von Zidane jedoch nicht verhindern. "Zidane ist ein einfacher Typ: Wenn er sagt, dass er gehen will, ist er schon gegangen", so der 74-Jährige, der seinem Erfolgstrainer direkt wieder die Tür für eine Rückkehr öffnete: "Wenn es nach mir ginge, würde er wieder Trainer von Real Madrid werden."
Daran ändert anscheinend auch der offene Brief von Zidane nichts, den der 49-Jährige nach seiner Abschiedsankündigung veröffentlichen ließ und in dem er auch an den Vereinsbossen Kritik übte. Pérez dazu: "Ich schwöre auf meine Enkelkinder, dass ich ihn nicht gelesen habe. Mir wurde gesagt, dass Zidane diesen Brief sicher nicht geschrieben hat, sondern jemand anders."
Auch der Abschied von Sergio Ramos verlief nicht geräuschlos. Nachdem er auf der emotionalen Abschieds-Pressekonferenz zunächst dem ganzen Klub und auch Präsident Pérez für die 16 Jahre in Madrid dankte, erklärte der 35-Jährige in einer Medienrunde im Abschluss unmissverständlich, dass er eigentlich gar nicht gehen wollte.

Pérez kontert Kritik von Ramos

Er habe eigentlich für weitere zwei Jahre verlängern wollen, letztlich aber einem neuen Einjahresvertrag zugestimmt. Diesen habe ihm Real dann aber verweigert.
Ramos: "Ich habe dem Angebot zugesagt, dann wurde mir mitgeteilt, dass die Frist abgelaufen ist." Von dieser Frist habe er jedoch nichts gewusst. Daher sei er "sehr überrascht" gewesen: "Ich wollte Real Madrid nie verlassen."
Pérez erklärte bei "Onda Cero", dass Ramos über diese Frist Bescheid wusste. "Wir haben ihm einen Vertrag angeboten und gesagt, dass es dafür eine Frist gibt. Das ist die Wahrheit", so der Präsident.
Trotz dieser Differenzen beim Abschied hofft Pérez auch beim Verteidiger auf ein Wiedersehen im Klub: "Eines Tages wird er auch sicherlich zurückkehren. Ich mag ihn, als wäre er mein Sohn und ich wünsche ihm nur das Beste."
Wohin es den Weltmeister von 2010 nun zieht, ist aktuell offiziell noch offen. Der spanische Sender "Cadena COPE" berichtete in dieser Woche jedoch, dass sich Ramos bereits entschieden habe. Demnach soll er Mitspielern erzählt haben, dass er sich Paris Saint-Germain anschließen wird.

DIE GROSSEN OLYMPIA-GESCHICHTEN - der Eurosport-Podcast

Alle Folgen der Olympia-Geschichten findet Ihr auf Spotify, Apple Podcast oder der Plattform deiner Wahl
Das könnte Dich auch interessieren: UEFA untersagt DFB-Team Abschlusstraining im Wembley

Henderson verrät: So will England das DFB-Team ausschalten

EURO 2020
Kuriose Szene: Rettungsrutsche stoppt Tschechen-Flug nach Budapest
26/06/2021 AM 13:06
EURO 2020
EM-Gastgeber St. Petersburg meldet Rekord an Corona-Toten
26/06/2021 AM 11:44