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League-Cup-Finale: Zlatan Ibrahimovic führt Manchester United gegen FC Southampton zum Titel

Ibrahimovic führt ManUnited zum Titel: "Ich war fast tot..."

26/02/2017 um 19:25Aktualisiert 27/02/2017 um 08:32

Manchester United hat nach einem 3:2 (2:1) gegen den FC Southampton den League Cup gewonnen. Zlatan Ibrahimovic sorgte per Freistoß (19.) für die Führung der "Red Devils". Jesse Lingard legte das 2:0 nach (38.). Manolo Gabbiadini gelang mit einem Doppelpack (45./48.) der Ausgleich. Den Schlusspunkt setzte aber kurz vor Schluss Ibrahimovic, der nach einer Herrera-Flanke per Kopf einnetzte (87.).

So lief das Spiel:

Für Manchester Uniteds Trainer José Mourinho galt es, eine durchwachsene Saison mit dem ersten Titel aufzuhübschen. Gegner Southampton dagegen konnte sich mit dem Gewinn des Liga-Pokals erneut für den europäischen Wettbewerb qualifizieren.

In der ersten Halbzeit ging das Team von Claude Puel dementsprechend hochmotiviert in das Spiel. Der Underdog machte früh Druck auf den Favoriten aus Manchester und konnte in der 12. Minute bereits das erste Mal jubeln – allerdings wurde Gabbiadinis Treffer aus kurzer Distanz wegen Abseits zurückgepfiffen. Zu Unrecht, wie sich in der Zeitlupe herausstellte. Dennoch ließ Southampton nicht nach, vor allem der agile Redmond stellte United immer wieder vor Probleme.

So war es "Ibrakadabra", der seine Mannschaft in Führung schießen musste. Einen Freistoß aus 25 Metern zirkelte der Schwede über die Mauer und traf zur 1:0-Führung ins linke Eck (19. Minute). Nach kurzer Schockphase erholte sich Southampton jedoch relativ schnell von diesem Gegentreffer und kam seinerseits durch Gabbiadini (29.) und Tadic (33.) zu guten Möglichkeiten.

Allerdings war es erneut United, das die Tore schoss. Rojo legte im Strafraum quer auf Lingard, der sträflich freigelassen wurde und aus 16 Metern auf 2:0 erhöhen konnte (38.). Southampton ließ sich aber auch davon nicht beirren und konnte noch vor der Pause den Anschlusstreffer erzielen. Ward-Prowse flankte von rechts in den Strafraum, Gabbiadini musste aus kurzer Distanz nur noch den Fuß reinhalten und diesmal zählte der Treffer (45.+1).

Direkt nach Wiederanpfiff legte Southampton nach: Im Anschluss an einen Eckball reagierte Gabbiadini am schnellsten, kam am Elfmeterpunkt an den Ball und konnte aus der Drehung den Ausgleich erzielen (48.). Im Anschluss daran wurde Southampton immer wieder gefährlich und hatte den großen Favoriten Manchester United bereits am Rande einer Niederlage, so traf Romeu nach einer erneuten Ecke nur den Pfosten (64.).

Kurz vor Schluss war es jedoch erneut Ibrahimovic, der den Unterschied in diesem Finale ausmachte. Martial bediente rechts außen Herrera, der butterweich in den Fünfmeterraum flanken konnte, wo Ibrahimovic seine gesamte Klasse zeigte, am höchsten stieg und per Kopf den 3:2-Siegtreffer für Manchester United erzielen konnte.

Für den schwedischen Superstar ist es der erste Titel im Trikot der "Red Devils", ebenso wie für seinen Trainer José Mourinho, der in seiner Karriere noch kein Pokalfinale in England verloren hat.

Stimmen zum Spiel:

Zlatan Ibrahimovic (Manchester United): "Wir haben noch drei Wettbewerbe, in denen wir gewinnen können. Dafür werden wir alles geben. Jetzt brauche ich allerdings erstmal eine Pause, ich war fast tot während des Spiels, deshalb werden die nächsten Tage zur Regeneration gebraucht."

Paul Pogba (Manchester United): "Er (Ibrahimovic) ist sehr wichtig für jeden von uns. Ich bin sehr glücklich. Deshalb haben wir ihn geholt. Um den Unterschied zu machen in diesen wichtigen Spielen."

José Mourinho (Manchester United): "Er (Ibrahimovic) hat das Spiel für uns gewonnen, er war überragend.. Pogba war auf einem ähnlichen Level, aber Zlatan war herausragend in einem Spiel, wo unser Gegner besser war als wir über eine lange Zeit. Sie hätten es verdient gehabt, in die Verlängerung zu kommen, sie verdienen es nicht, zu verlieren, aber Zlatan hat den Unterschied gemacht und hat uns den Pokal gewonnen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Ibrahimovic zeigt es allen

Viele hatten dem 35-Jährigen nicht mehr zugetraut, in der Premier League zu überzeugen. Inzwischen ist er für Manchester United zu einer Art Lebensversicherung geworden. Ohne seine 26 Pflichtspieltore stünde United in der Liga wahrscheinlich weitaus schlechter da und hätte das EFL-Cup-Finale heute nicht gewonnen. Der Schwede, der außer der Champions League, so gut wie alles im Vereinsfußball gewonnen hat, wurde zudem zum "Man of the match" des Finales gewählt.

Die Statistik: 4

José Mourinho hat mit Manchester United bereits zum vierten Mal den englischen Liga-Pokal gewinnen können. Damit hat der Portugiese nun mit den Trainerlegenden Brian Clough und Sir Alex Ferguson gleichgezogen.

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