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League Cup: Trotz Pleite in Hull - Manchester United löst Finalticket

ManUnited mit Pleite im Ligacup-Finale: "Ein komisches Gefühl"

27/01/2017 um 07:31Aktualisiert 27/01/2017 um 11:31

Manchester United ist mit viel Mühe erstmals seit 2010 wieder ins Finale des Ligapokals eingezogen. Ohne Weltmeister Bastian Schweinsteiger, der erneut nicht zum Kader von Teammanager Jose Mourinho zählte, verlor Manchester 1:2 (0:1) beim Ligakonkurrenten Hull City. Im Endspiel am 26. Februar im Londoner Wembley-Stadion bekommen es die "Red Devils" mit dem FC Southampton zu tun.

Superstar Paul Pogba (66.) erzielte den entscheidenden Auswärtstreffer. Tom Huddlestone (36., Foulelfmeter) und Oumar Niasse (85.) trafen für den Außenseiter.

So lief das Spiel:

Manchester begann mit Superstar Zlatan Ibrahimovic in der Startelf schwungvoll und schien die Partie dominieren zu wollen. Der Schwede wurde im 4-3-3-System von Marcus Rashford und Jesse Lingard flankiert, die Richtung des Spiels schien klar zu sein. Mit zunehmender Spieldauer wollte United die 2:0-Führung aus dem Hinspiel allerdings bloß verteidigen zu wollen. Die Außenstürmer zogen sich bei generischem Ballbesitz immer weiter zurück, sodass die "Red Devils" im 4-5-1 agierten und Hull immer besser ins Spiel kam.

Nach zwei guten Chancen für die Gastgeber fiel das 1:0 auf ungewöhnliche Weise: Nach einem Eckball lagen zwei Spieler der "Tigers" auf dem Boden, offensichtlich hatte United-Verteidiger Phil Jones einen der Akteure umgestoßen. Gerade für englischen Fußball eine sehr kleinliche Entscheidung, aber Schiedsrichter Jonathan Moss stand gut und zeigte auf den Punkt. Beim Strafstoß ließ Huddlestone ManUnited-Keeper David de Gea keine Chance.

Nach dem Wechsel zeigten sich die Gäste wieder aktiver. Trainer José Mourinho, der Weltmeister Bastian Schweinsteiger einmal mehr nicht für den Kader nominiert hatte, war mit der zögerlichen Spielweise seiner Elf offensichtlich nicht zufrieden. Diesmal gab es sogar drei strittige Szenen im Strafraum, eine war sogar ein sehr klarer Elfmeter für Manchester, doch alle drei Male pfiff Moss nicht.

Der Ausgleich durch Pogba fiel folgerichtig, von Hull kam lange Zeit einfach nicht mehr viel. Durch das 2:1 fünf Minuten vor Schluss wurde es zwar nochmals spannend, doch Manchester spielte die Zeit clever runter und erreichte das Finale vom Wembley etwas glücklich, aber nach beiden Spielen letztlich verdient.

Die Stimmen zum Spiel:

José Mourinho (Teammanager Manchester United): "Als Erstes: Herzlichen Glückwunsch an meine Spieler! Es war ein schwerer Weg bis ins Finale, aber wir sind im Endspiel. Mehr möchte ich nicht sagen. Es ist gut, ich bin ruhig und ich bin auf der Bank geblieben."

Michael Carrick (Manchester United): "Wir sind enttäuscht darüber, wie wir aufgetreten sind und das Spiel verloren haben. Wir wollten unsere Serie aufrecht erhalten. Aber natürlich sind wir glücklich, das Finale erreicht zu haben. Ein komisches Gefühl."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Elfmeter, oder kein Elfmeter?

Im Mittelpunkt des Spiels stand eindeutig Schiedsrichter Moss. Nach seinem sehr fragwürdigen Elfmeterpfiff in der ersten Halbzeit waren besonders die United-Spieler nicht gut auf den Unparteiischen zu sprechen, nach dem Wechsel machte sich der 46-Jährige bei den Roten nicht beliebter. Erst verweigerte er Paul Pogba – zu Recht – einen Strafstoß, kurz danach blieb seine Pfeife nach einem Rempler gegen Lingard im Strafraum stumm. Im Vergleich zur Aktion beim Hull-Elfmeter pfiff Moss hier definitiv mit zweierlei Maß.

Die Statistik zum Spiel: 17

Am 3. November hatte Manchester United zuletzt verloren, damals in der Europa League gegen Fenerbahce Istanbul. Seitdem gab es zwölf Siege und fünf Remis, nun den Einzug ins Finale des Ligapokals. Nach 17 Spielen endete diese Serie jedoch, und auch im vierten Jahr nach der Ära von Sir Alex Ferguson wird United nicht in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen können.

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