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League Cup | FC Chelsea schlägt Tottenham Hotspur im Halbfinale im Elfmeterschießen

Im Elfmeterschießen: Chelsea besiegt Tottenham und zieht ins Ligapokal-Finale ein
Von Tim Neuenfeldt / SID

24/01/2019 um 22:58Aktualisiert 24/01/2019 um 23:06

Der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger hat mit dem FC Chelsea das Finale des Ligapokals erreicht. Die Blues setzten sich im Halbfinal-Rückspiel 4:2 im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmunds Champions-League-Gegner Tottenham Hotspur durch und treffen nun im Endspiel am 24. Februar in Wembley auf Meister und Titelverteidiger Manchester City. Nach 90 Minuten stand es 2:1 (2:0) für Chelsea.

So lief das Spiel:

Nach dem 0:2 in der Liga beim FC Arsenal sprach Chelsea-Trainer Maurizio Sarri seinem Team zuletzt die Einstellung ab. Diesen Eindruck wollten die Spieler der Blues offenbar unbedingt revidieren und lieferten in der ersten Halbzeit ein wahres Feuerwerk gegen allerdings harmlose Spurs ab.

    Nach einem temporeichen Beginn belohnte sich die Sarri-Elf für seinen Aufwand. Eine zu kurz abgewehrte Ecke landete genau vor den Füßen von N´Golo Kanté, der aus 16 Metern flach mit rechts abzog. Durch drei Spurs-Spieler hindurch fand der Ball durch die Beine des chancenlosen Torwarts Paulo Gazzaniga den Weg für Führung ins Netz (27.).

    Mit den bärenstarken Antreibern Jorginho und Kanté hatte Chelsea ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld. Dieses wurde genutzt, um mit den dribbelstarken Eden Hazard und Pedro immer wieder Lücken in die Tottenham-Defensive zu reißen.

    So auch beim 2:0 als Pedro Cesar Azpilicueta auf der rechten Seite mitnahm. Der Spanier legte quer für Hazard, der aus sieben Metern keine Probleme mehr hatte, um den Vorsprung zu verdoppeln und zum 2:0 einzuschieben (38.).

    Und Tottenham? Die Spurs waren ohne sein Offensiv-Trio Harry Kane, Dele Alli und Heung-Min Son schlichtweg an Harmlosigkeit kaum zu überbieten und hatten bis zur Pause nicht einen Torschuss auf der Habenseite stehen.

    Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Tottenham kam mutig aus der Kabine und wurde direkt belohnt. Danny Rose flankte von links mustergültig ins Zentrum. Fernando Llorente setzte sich im Luftkampf gegen David Luiz durch und köpfte aus fünf Metern zum 2:1 ein (51.).

    In der Folge wurde es ein echter Pokalfight mit viel Hektik und einiger Härte. Der eingewechselte Lucas Moura (80.) sowie Olivier Giroud in der Schlussminute hatten noch das Weiterkommen auf dem Fuß beziehungsweise Kopf, doch es blieb beim 2:1 für Chelsea, so dass es nach dem 1:0 für Tottenham im Hinspiel ins Elfmeterschießen ging.

    Dort zeigten sich die Chelsea-Akteure extrem souverän und sicher. Im Gegensatz dazu schoss Eric Dier den Ball in den Londoner Nachthimmel. Zudem scheiterte Lucas Moura an Kepa und so war der Finaleinzug der Blues perfekt. Im Finale trifft der FC Chelsea, bei dem Antonio Rüdiger über 90 Minuten eine grundsolide Vorstellung in der Innenverteidigung ablieferte, auf Manchester City, die sich tag zuvor bereits mit 10:0 in Addition gegen den Drittligisten aus Burton durchsetzen konnten.

    Tweet zum Spiel:

    Gonzalo Higuain betrat nach seinem Transfer vom AC Mailand erstmals den Rasen an der Stamford Bridge. Im Kader stand der Argentinier gegen Tottenham aber noch nicht.

    Das fiel auf: Tottenham ohne Trio geschwächt aber wettbewerbsfähig

    Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit (2016) standen weder Harry Kane noch Dele Alli oder Heung-Min Son für Tottenham in einem Pflichtspiel auf dem Rasen. Offensiv war das den Spurs natürlich deutlich anzumerken, doch auch die Ersatzleute zeigten ihren Wert für das Team. Während Eric Lamela enorm viel lief und für die Mannschaft arbeitete, überzeugte Fernando Llorente mit seinen Torjägerqualitäten und seinem Treffer zum 2:1 (51.).

    Die Statistik: 8

    Bereits zum achten Mal erreichte der FC Chelsea das Finale im Carabao Cup und zog so mit den anderen Londoner Klubs von Arsenal und Tottenham in dieser Statistik gleich.

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