Sie war für die Pressekonferenz der US-Fußballerinnen nicht eingeplant, doch plötzlich saß Megan Rapinoe vor der Werbebande. "Ich wünschte, dass wir heute nur über Fußball reden könnten", sagte die 36-Jährige zur Begrüßung, doch der Sport rückte vollständig in den Hintergrund. "Das Urteil zu 'Roe v. Wade' ist vorrangig vor allem anderen", sagte die Stürmerin bestimmt. Es war der Auftakt einer langen Wut-Rede einer verzweifelten Frau.
Der Supreme Court hat in den USA das landesweite Recht auf Abtreibung gekippt. Die 1973 gefällte Entscheidung "Roe v. Wade" ermöglichte Frauen, Abtreibungen bis etwa zur 24. Schwangerschaftswoche durchzuführen. Diese wurde jetzt vom Obersten Gericht verworfen, die einzelnen US-Staaten entscheiden nun selbst. Schutz für Frauen - nicht mehr garantiert.
Rapinoe setzt sich im Kampf für Menschenrechte vielfach ein, im vergangenen Jahr unterzeichneten sie und 499 andere US-Sportlerinnen ein Schreiben zur Unterstützung der Abtreibungsrechte. Jetzt fürchtet die Olympiasiegerin die Folgen des neuen Urteils.
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"Es wird so viele der bestehenden Ungleichheiten in unserem Land noch verschärfen", erklärte sie. Die Entscheidung mache "kein einziges Kind sicherer, ganz sicher nicht. Und es macht keine einzige Frau sicherer, auch nicht im Sinne einer Schwangerschaft."
Zum Abschluss ihrer knapp neunminütigen Rede appellierte Rapinoe an das "Mitgefühl" und die "Menschlichkeit" aller: Jeder sollte verstehen, betonte sie, "dass, nur weil ich an etwas glaube, das nicht bedeutet, dass alle anderen das auch tun müssen".
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(SID)

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