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Olympia Tokio 2020

Kuntz-Kandidaten für Olympia: Verwegene Müller-Idee als "coole Spinnerei"

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Thomas Müller kritisiert Bundestrainer Löw und den DFB

Fotocredit: SID

VonEurosport
14/01/2020 Am 14:07 | Update 14/01/2020 Am 14:07

DFB-Trainer Stefan Kuntz muss der NADA am Mittwoch seinen erweiterten Olympia-Kader mitteilen. Vor allem der Name Thomas Müller sorgt inzwischen für eine "coole Spinnerei". Der Weltmeister von 2014 könnte eine ernsthafte Option für den U-21-Trainer sein, der Coach scheint zumindest nicht abgeneigt. Kuntz muss sich aber erstmal mit Jogi Löw absprechen.

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Thomas Müller fände einen Olympia-Ausflug mit seiner Lisa ziemlich reizvoll, aber irgendwie auch ziemlich abwegig. "Das ist eine coole Spinnerei", sagte der Rio-Weltmeister bei "Sport1" über seine mögliche Teilnahme an den Sommerspielen in Tokio, "aber sowohl für mich als auch für meine Frau, hat das in 2020 nicht die oberste Priorität." Gleichwohl: Die Müllers zusammen bei Olympia - das wäre eine große Nummer.

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Dressurreiterin Lisa hat durch überzeugende Leistungen mit ihrem Pferd "Stand by me" den Sprung in den Perspektivkader geschafft, ihr Gatte Thomas (30) gilt als Kandidat für U21-Trainer Stefan Kuntz. "Das war nicht meine Idee - und auch nicht meine Aussage", sagte Kuntz dazu in der "Münchner Abendzeitung". Ein kategorisches "Nein" war das jedoch keineswegs.

Müller: "Sag niemals nie"

Müller, der 100 Länderspiele absolviert hat und seit März 2019 nicht mehr zur A-Elf gehört, verwies erst einmal auf seine aktuellen Aufgaben bei Bayern München. Olympia (24. Juli bis 9. August) liege noch "in ganz weiter Ferne" und auch Lisa habe "erstmal andere Turniere" im Blick. "Aber wenn man ganz viel träumen mag", ließ Müller wissen, "wäre das natürlich schon eine coole Sache."

Bedenken muss Müller zudem, dass er bei einer Japan-Reise wertvolle Teile der Münchner Saisonvorbereitung verpassen würde. Andererseits ist es eine wohl einmalige Chance. Deshalb:

Sag niemals nie. Ich lasse alles auf mich zukommen.

Kuntz geht es da ganz anders. Bis zum olympischen Fußball-Turnier sind es zwar noch mehr als sechs Monate, doch für sein Kader-Puzzle muss er bis Mittwoch wichtige Fragen geklärt haben. Kuntz ist aufgefordert, bis dahin der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) seine "Longlist" möglicher Tokio-Fahrer vorzulegen.

Absprache mit Löw

Wer nicht aufgeführt ist, kann nicht mit zu den Sommerspielen fahren? "Genau. Daher werde ich mich mit Jogi Löw und Oliver Bierhoff abstimmen, damit wir niemanden vergessen und nachher sagen: Ach, schade, den würden wir ganz gerne mitnehmen", sagte Kuntz jüngst im "SID"-Interview. DFB-Direktor Bierhoff zeigte sich am Rande des DFL-Neujahrsempfangs durchaus aufgeschlossen, schließlich habe Müller sich "weltweit" einen Namen gemacht:

Da ist dann sofort Aufmerksamkeit da.

193 Tage vor dem Eröffnungsspiel muss Kuntz die Namen nennen, weil Olympia-Kandidaten ab sofort für Dopingtests zur Verfügung stehen müssen. Ausgenommen sind nur A-Nationalspieler, diese sind bereits von der NADA erfasst.

Wagner und Podolski ebenfalls ein Thema

Wie lang die Liste wird, bleibt Kuntz überlassen. "Wir können 40, 50 oder 60 Namen draufschreiben. Aber das möchte ich natürlich nicht", sagte er. Stichtag für Olympiaspieler ist der 1. Januar 1997, maximal drei Profis dürfen auch vor diesem Tag geboren sein - wie Müller.

Laut "Bild" hat Kuntz auch Davie Selke (Hertha BSC), Maximilian Eggestein (Werder Bremen) und Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) im Auge. Er wird wohl mehr als drei ältere Spieler benennen. Sollte beispielsweise Eggestein für die EM nominiert werden, stünde er nicht mehr zur Verfügung - kein Spieler soll beide Turniere spielen.

Kuntz muss auch wegen möglicher Verletzungen breit denken. Kevin Volland (Bayer Leverkusen) etwa hat Gespräche bestätigt, auch China-Legionär Sandro Wagner ist ein Thema - und Lukas Podolski, der immer wieder sein Interesse angemeldet hat. So verwegen wie der kolportierte Plan mit Müller ist aber keine dieser Ideen.

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(SID)

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