Wer Bastian Schweinsteiger am Sonntag vor dem Spiel auf dem Rasen des Old Trafford sah, der erkannte: Dieser Mann hat noch lange nicht genug. Dieser grau melierte Kerl freut sich nach wie vor wie ein kleines Kind über einen Ball.

Bastian Schweinsteiger jongliert vor dem Spiel gegen West Ham mit dem Ball

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Uli Hoeneß konnte es nicht sehen. Er saß zu diesem Zeitpunkt bei einem Fanklub-Treffen im Fichtelgebirge, teilte gegen Alles und Jeden aus und verteilte Ratschläge an Gott und die Welt.
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Unter anderem an Schweinsteiger. Er legte dem ehemaligen Münchner nahe, seinen noch zwei Jahre laufenden Vertrag bei Manchester United auszusitzen und dann still und leise seine Karriere zu beenden.
Bis dahin möge er doch Golf spielen, abkassieren und "mit seiner Ana durch den Canal Grande schippern". Für einen möglichen Wechsel in die USA, den Schweinsteiger selbst schon öffentlich in Betracht zog, sei der ehemalige Münchner zu schade. Ein Mann mit seiner Vita könne nicht in Amerika rumtingeln.
Rumtingeln? In der MLS? Offenbar ist Hoeneß entgangen, dass die US-amerikanische Profiliga längst nicht mehr die Operettenliga ist, die sie einst zu Zeiten von Franz Beckenbauer oder Pelé war.
Nach den feststehenden Abschieden von Steven Gerrard und Didier Drogba, sowie dem baldigen Ende des USA-Gastspiels von Kaká braucht die Liga neue Strahlkraft.
Schweinsteiger könnte das Aushängeschild der Liga werden, seine blutigen Leader-Qualitäten noch einmal unter Beweis stellen - und seine Karriere womöglich mit einem sportlichen Höhepunkt beenden. Nicht auf dem Golf-, sondern auf dem Fußballplatz. Denn da gehört er hin. Immer noch.
Fußballgott in München, soccer god in den USA. So, und nicht anders, sollte ein Mann seines Formats abtreten.
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