Möglicherweise sollte der FC Liverpool erwägen, Eintrittsgeld für Pressekonferenzen mit Jürgen Klopp zu verlangen - eine ausreichende Nachfrage wäre vorhanden.
Klopps Bonmots sind legendär, vor der Premier-League-Partie gegen Arsenal hatte ihn ein Reporter mit der Gewissheit konfrontiert, dass Klopp der beliebteste Deutsche in England sei. Dessen Replik: "Fahren Sie mal nach Manchester." Und dann diese dreckige Lache...
Premier League
"Absolut brillant!" Liverpool überrennt Arsenal im Spitzenspiel
29/12/2018 AM 17:21
Tags darauf fertigte Liverpool die ehemalige Großmacht Arsenal mal eben 5:1 (4:1) ab und konservierte den Vorsprung an der Tabellenspitze: Sieben Punkte sind's auf Manchester City (3:1 in Southampton) und neun auf Tottenham, das völlig überraschend Wolverhampton unterlag (1:3).

Klopp süffisant: "Mit dem Geld, das ich verdiene"

Klopp kommentierte die immer rosigeren Aussichten auf Liverpools erste Meisterschaft seit 1990 in Klopp-Manier:
Ich bin nicht die klügste Person der Welt, aber auch kein Idiot. Es ist wirklich nicht wichtig, wie viele Punkte du im Dezember hast. Es ist ein Marathon. Alle sagen, dass wir gewinnen, aber wir müssen erst zu Ende laufen. Und wenn wir mal drei Punkte abgeben, seid ihr alle die Ersten, die wieder sagen: 'Sie sind nervös.'
Der Fußballlehrer behauptete gar, am liebsten die Jobs mit Journalisten zu tauschen. "Ihr habt es leicht", sagte er süffisant. "Ich wäre gern in eurer Position, aber mit dem Geld, das ich verdiene." Im Saal brach Gelächter los.

Salah überlässt Firmino den Elfmeter

Der Kantersieg über Arsenal hat Liverpools Ambitionen untermauert, die "Reds" schlossen 2018 als ungeschlagener Souverän ab. Roberto Firmino gelang ein Dreierpack (14./16./65., Foulelfmeter), zudem trafen Sadio Mané (32.) und Mohamed Salah (45., Foulelfmeter). Arsenals Freude über Ainsley Maitland-Niles Führung (11.) währte exakt drei Minuten.
Klopp rühmte eine Szene, die weniger mit Sport zu tun hatte und mehr mit Menschlichkeit. Als Liverpool seinen zweiten Strafstoß erhielt und sich Firmino die Chance zum Hattrick bot, ließ Salah den Ex-Hoffenheimer gewähren.
Diese Geste rührte Klopp, wie er bei "BBC Sport" gestand:
Mo hat Bobby den Elfmeter geschenkt, und ich musste fast weinen. Das war ganz groß von ihm. Wir wissen alle, wie sehr Mo Tore schießen will in solchen Situationen, und dann gibt er den Ball seinem Kumpel.
Weihnachten sei vorüber, "aber offensichtlich nicht bei den beiden Jungs", sagte Klopp. "Das war wirklich schön."

FC Liverpool: Was Klopps Hund nicht mag

Es passte einfach alles an der Anfield Road, mal wieder. 20 Saisonspiele, 17 Siege, drei Remis, 48 geschossene Tore, lediglich acht kassierte. Die Träume vom Titel sprießen und gedeihen, selbst Klopp fände es "verrückt, wenn die Fans nicht begeistert wären".
Und dann, quasi als Rausschmeißer, lieferte der 51-Jährige das letzte Verbalschmankerl des Jahres:
Vielleicht wird es in Liverpool an Silvester ein bisschen lauter. Aber hoffentlich nicht zu laut. Mein Hund mag das nicht.
Klopps Schlusswort: "Genießt es, und seid bereit für den 3. Januar." Dann spielt Liverpool gegen ManCity.
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