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Gündogan trifft bei überzeugendem City-Sieg im Manchester-Derby

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Ilkay Gündogan

Fotocredit: Getty Images

VonTim Wehinger
11/11/2018 Am 18:53 | Update 11/11/2018 Am 19:26

Spitzenreiter Manchester City hat Manchester United im Derby dominiert und am zwölften Spieltag völlig verdient den zehnten Sieg in der Premier League geholt. Am Ende siegte das Team von Pep Guardiola im Etihad-Stadion mit 3:1 (1:0). Die Tore erzielten David Silva (12.), Sergio Agüero (48.) und Ilkay Gündogan. Den Treffer für José Mourinhos Mannschaft schoss Anthony Martial (58., Elfmeter).

So lief das Spiel:

Nach ihren Siegen in der Champions League konnten sowohl Manchester City (6:0 über Schachtjor Donezk) als auch Manchester United (2:1 gegen Juventus Turin) mit breiter Brust in ihr 177. Derby starten.

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ManCity begann druckvoll und verzeichnete bereits in den ersten Minuten mehrere Vorstöße. Bernardo Silva fand zweimal den Weg in den Strafraum (2./4.). In dieser Drang-Phase belohnten sich die Hausherren mit dem frühen Führungstreffer (12.). ManUnited ließ in der Defensive zu viel Raum.

So konnte Raheem Sterling auf Bernardo flanken und dieser auf David Silva zurücklegen, der sich seinen vierten Saisontreffer nicht nehmen ließ. Anschließend schalteten die "Citizens" einen Gang zurück. Das führte allerdings nur zu einer geringen Verschiebung der Spielanteile. ManUnited gelangen keine nennenswerten Chancen abgesehen von der von Chris Smalling, der eine hohe Hereingabe aufs Tor köpfte (26.). Ashley Young flankte noch in den Strafraum (27.). Dort war allerdings kein Spieler rechtzeitig zur Stelle und Ederson konnte ohne Probleme klären.

So blieben die "Red Devils" im ersten Durchgang ohne Schuss aufs Tor. Da ManUnited die Räume enger machte und die Gastgeber kontrolliert spielten, flachte das Spiel zur Pause hin ab.

Nach Wiederanpfiff zeigten die "Citizens" ein Abbild der Anfangs-Viertelstunde. Sie begannen erneut forsch und erzielten drei Minuten später den nächsten Treffer (48.). Vorangegangen war ein weiterer Ballverlust der "Red Devils". Riyad Mahrez und Sergio Agüero spielten die Defensive mit einem einfachen Doppelpass aus und Agüero netzte problemlos ein.

Unterbrochen wurde die Drang-Phase mit der Einwechslung von Romelu Lukaku. Mit seinem ersten Ballkontakt nach wenigen Sekunden holte er einen Elfmeter raus, nachdem Ederson in den Belgier hineingerauscht war. Anthony Martial versenkte diesen im linken unteren Eck (58.).

Das kurze Aufbäumen der Gäste unterband ManCity, indem sie weiter Vollgas gaben. Ederson setzte mit punktgenauen Abstößen über drei Viertel des Platzes immer wieder den eingewechselten Leroy Sané in Szene. Fernandinhos Abschluss auf David de Gea (68.) und ein Foul (69.) beendeten die Aktionen jeweils. In der 74. Minute verzog der Deutsche weit übers Tor.

Vier Minuten vor Schluss machten die "Skyblues" den Sack dann endgültig zu. Ilkay Gündogan (in der 76. eingewechselt) hatte im Fünfmeterraum alle Zeit der Welt, die Flanke von Fernandinho anzunehmen und zum Endstand zu verwerten.

Die Stimmen:

Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Die erste Hälfte war nicht so gut. Wir haben ein bisschen ihren Druck gespürt. Aber wir haben das erste Tor geschossen. Die zweite Halbzeit haben wir viel besser gespielt. Das Tor von Sergio (Agüero d. Red.) hat uns natürlich sehr geholfen. Wir haben dann sehr gut verteidigt. In den letzten 30 Minuten haben wir ein wirklich gutes Spiel gemacht."

José Mourinho (Trainer Manchester United): "Unsere Vorstellung war eine Vorstellung mit Fehlern. Alle drei Tore waren Fehler. Dadurch wurden wir bestraft. Aber wir waren im Spiel bis zur Minute 80 und nochwas. Das hat jeder gespürt. Sogar die Heimfans haben das gespürt. Aber der dritte Fehler hat uns bestraft mit einem Ergebnis, das wir glaube ich nicht verdient haben.“

Das fiel auf: Hinten pfui, vorne auch

ManUnited stand von Anfang an sehr tief. Martial und Lingard ließen sich fallen und bildeten ein Fünfer-Mittelfeld. Nur Rashford ließ sich hängen. Trotzdem war die Defensive das große Manko vom Team von José Mourinho. Zwischen den Ketten waren über weite Strecke die Räume zu groß. Zum Schluss begann die Abwehrarbeit gar erst ab dem eigenen Strafraum und ließ selbst dann zu viel Platz für die schnellen Citizens. Vor dem 3:1 konnten die Hausherren 43 (!) Pässe spielen, ohne wirklich attackiert zu werden. Derweil leisteten sich die "Red Devils" außerdem zu viele Ballverluste im Mittelfeld. Dass ManUnited nach 83 Minuten lediglich einen Torschuss zu verzeichnen hatte (den Elfmeter) spricht zudem Bände, was die Offensiv-Leistung angeht.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 100

Sané lief im Manchester-Derby zum 100. Mal im Trikot der "Skyblues" auf. Auch in den kommenden Nations-League-Spielen steht der deutsche Nationalspieler wieder im Kader und darf darauf hoffen, weiter Einsatzzeit zu sammeln.

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