Eines stellte der FC Arsenal in seiner Mitteilung klar: Der Verzicht auf 12,5 Prozent des jährlichen Gehalts basiere auf einer "freiwilligen Vereinbarung" zwischen dem Verein und seinen Spielern und Trainern.
Darüber hinaus werde man die "vereinbarten Beträge zurückzahlen, wenn wir in den kommenden Spielzeiten bestimmte Ziele erreichen, die hauptsächlich mit dem Erfolg auf dem Platz zusammenhängen".
Dabei geht es in erster Linie um das Erreichen der finanziell lukrativen Champions League. Dann, so kündigte Arsenal an, könne man aufgrund der gestärkten Finanzlage Rückzahlungen leisten und auch Boni auszahlen.
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Man sei stolz darauf, dass "die Spieler und der Staff den Klub unterstützen".
Nur: Glaubt man dem Bericht des "Daily Mirror", trifft das nicht auf Özil sowie zwei weitere, nicht genannte Arsenal-Profis zu. Der Weltmeister von 2014, mit einem kolportierten Wochengehalt von knapp 400.000 Euro Topverdiener bei den Gunners, bestehe demzufolge auf seinem vollen Gehalt.

Özil zwischen beißender Kritik und emotionaler Rückendeckung

Die Kritik in den britischen Medien ließ nicht lange auf sich warten. "Mesut Ozil. Schäm' dich", wetterte etwa Reporter Piers Morgan in der TV-Show "Good Morning Britain" auf dem Sender "ITV". Jüngere Spieler, die über weit weniger Geld als der 31-Jährige verfügen, würden die Kürzung schließlich auch akzeptieren, so die Argumentation des bekennenden Arsenal-Fans.

Mesut Özil - FC Arsenal

Fotocredit: Getty Images

Laut "Daily Mirror" bekommt Özil aber auch Rückendeckung aus dem Lager der Fans. "Vergessen wir mal nicht, wie viel Geld Mesut für wohltätige Zwecke gespendet hat. Er hat an seinem Hochzeitstag sogar Menschen in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten geholfen", wird ein Anhänger exemplarisch von dem Blatt zitiert.
Die Debatte in den Medien und sozialen Netzwerken nimmt dennoch Fahrt auf.

Bei Champions League Gehalt zurück?

Özils Berater Erkut Sögüt hatte zuvor betont, dass er einen Gehaltsverzicht der Spieler für keine gute Idee hält. "Ein Verzicht ist aktuell keine, wenn die Klubs vielleicht den gleichen Profit machen wie letztes Jahr. Die genauen finanziellen Auswirkungen werden wir in drei bis sechs Monaten sehen, aber noch nicht heute." Gehaltsstundungen wäre dagegen eine Option, über die man nachdenken könne.
Derweil hat der "Daily Mirror" weitere Details der Vereinbarung enthüllt. Spielt Arsenal in der kommenden Saison in der Champions League, bekommen die Profis rückwirkend ihr komplettes Gehalt sowie einen Bonus in Höhe von 115.000 Euro ausgezahlt. Im Falle einer Qualifikation für die Europa League würden demnach 7,5 Prozent erstattet.
Eine offizielle Stellungnahme zu Özils angeblicher Ablehnung der Gehaltskürzung gibt es bislang weder vom Verein noch vom Spieler.
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