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Gunners zünden nicht mehr: Drückt der FC Arsenal den Reset-Knopf?

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FC Arsenal

Fotocredit: Getty Images

VonRobert Bauer
30/03/2020 Am 14:40 | Update 01/04/2020 Am 14:20

Der FC Arsenal ist bislang eine der größten Enttäuschungen in der laufenden Premier-League-Spielzeit. Trotz millionenschwerer Einkäufe zu Beginn der Saison hinken die Gunners ihren eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Somit steht den Londonern im kommenden Sommer offenbar der nächste große Umbruch ins Haus. Die zentralen Figuren sind dabei einmal mehr Pierre-Emerick Aubameyang und Mesut Özil.

Eurosport.de ordnet in einer Serie die Lage rund um die europäischen Top-Klubs ein und blickt auf die kommende Transferphase voraus.

In Teil fünf der Serie fällt der Blick auf den FC Arsenal um die ehemaligen Bundesliga-Stars Pierre-Emerick Aubameyang und Mesut Özil.

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Die große Transfer-Frage: Hat Arsenal überhaupt Geld zum Ausgeben?

Die Zeiten waren schon einmal rosiger im Norden Londons - sowohl sportlich als auch finanziell. Nach einer bislang äußerst ernüchternden Saison mit einem neunten Platz in der Premier League und dem vorzeitigen Aus in der Europa League gegen Außenseiter Olympiakos Piräus, steht der komplette Kader der Gunners auf dem Prüfstand.

Trotz allem sollen im kommenden Sommer nun endlich die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt werden - die Frage ist nur, mit welchem Geld?

Schließlich kam dem FC Arsenal die abermals verpasste Qualifikation an der Champions League teuer zu stehen. Der Verein sprach kürzlich von Verlusten aus der Vorsaison in Höhe von rund 30 Millionen Euro.

Kein Wunder also, dass Neu-Trainer Mikel Arteta lediglich begrenzte Mittel für den bevorstehenden Umbruch zur Verfügung stehen. Ex-Gunners-Profi Martin Keown forderte aufgrund dessen Klub-Eigentümer Stanley Kroenke dazu auf, dem Verein finanziell noch mehr unter die Arme zu greifen. "Mikel Arteta muss das Team aufbauen dürfen. Deshalb muss er Geld bekommen, um das Team weiterzuentwickeln", betonte der 53-Jährige gegenüber "Goal".

Immerhin war in den letzten Wochen unter dem spanischen Übungsleiter mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Partien ein Aufwärtstrend zu erkennen.

Spieler plus Geld? Top-Klub lockt angeblich Aubameyang

00:01:22

Transferziel Nummer eins: Ein verlässlicher Abräumer à la Gilberto Silva

Die größte Baustelle im Team ist nach wie vor die Defensivabteilung. Neben dem alternden Trio David Luiz, Sokratis und Shkodran Mustafi im Abwehrverbund besteht besonders Bedarf an einem Organisator im defensiven Mittelfeld.

"Sie müssen das Grundgerüst des Teams stärken. Alle erfolgreichen Arsenal-Teams hatten eine wirklich starke Abwehr, und obwohl man auch Dinge auf dem Trainingsplatz verbessern kann, denke ich, dass hier personell mit dem Rotstift angesetzt werden muss", erklärte Keown.

Ben Snowball, Fußball-Experte von Eurosport aus London, bringt deshalb Abräumer Thomas Partey von Atlético Madrid ins Spiel:

Arsenal sehnt sich seit Gilberto Silvas Abgang nach einem zuverlässigen defensiven Mittelfeldspieler, und der Atlético-Profi scheint genau der Richtige zu sein.

Thomas Partey von Atlético Madrid

Fotocredit: Eurosport

Jedoch warf der Experte die berechtigte Frage auf, ob der Ghanaer tatsächlich zu einer Mannschaft wechseln würde, die das europäische Geschäft gänzlich zu verpassen droht. Zuletzt sorgte Partey mit dem spanischen Topklub in der Königsklasse für Furore, als man niemand Geringeren als Titelverteidiger FC Liverpool aus dem Wettbewerb warf.

Große Namen, die zur Debatte stehen: Aubameyang und Özil

Kaum ein Name fällt im Zusammenhang mit den Gunners so häufig wie der des Ex-Dortmunders - und das nicht ohne Grund. Aubameyang erzielte wettbewerbsübergreifend 20 Treffer und war im bisherigen Saisonverlauf einmal mehr so etwas wie die Lebensversicherung der Gunners. Ob er jene Rolle über den Sommer hinaus auch noch bekleiden wird, ist indes völlig offen.

Der 30-Jährige, dessen Vertrag Ende 2021 ausläuft, wird seit geraumer Zeit mit einem Wechsel zum FC Barcelona in Verbindung gebracht und auch er selbst signalisierte in der Vergangenheit angeblich Interesse an der Aufgabe bei den Katalanen.

Pierre-Emerick Aubameyang celebrates scoring for Arsenal during the Premier League match between Arsenal FC and Chelsea FC at Emirates Stadium on December 29, 2019 in London, United Kingdom

Fotocredit: Getty Images

Eurosport-Experte Snowball glaubt hingegen nicht an einen vorzeitigen Abgang des Torjägers. "Ein Transfer ist relativ unwahrscheinlich, schließlich ist er der Kapitän des Teams. Allerdings wird Aubameyang im Juni 31 Jahre alt und ihm läuft die Zeit davon, die Champions League zu gewinnen", so Snowball. Fakt ist, dass ein Wechsel des Gabuners für Arsenal nur schwer aufzufangen wäre.

Wie es mit einer weiteren Schlüsselpersonalie weitergeht, ist ebenfalls ungewiss. Die Rede ist von Spielmacher Mesut Özil. Der ehemalige deutsche Nationalspieler gehörte über weite Strecken der Saison allenfalls zur zweiten Garde der Londoner. Spekulationen über einen Abschied ließen daher nicht lange auf sich warten.

Erkut Sogut, der Berater des 31-Jährigen, bekräftigte jedoch, dass sich Özil beim FC Arsenal wohlfühle und keinerlei Wechselabsichten hege. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Özil in den Zukunftsplanungen von Trainer Arteta, anders als noch unter Vorgänger Unai Emery, eine zentrale Rolle spielt.

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Und was ist eigentlich mit … William Saliba?

Der Name des französischen Abwehrtalents dürfte allenfalls Experten ein Begriff sein. Saliba wechselte im vergangenen Sommer für die stolze Ablösesumme von 30 Millionen Euro von AS Saint-Etienne auf die Insel, ehe ihn die Gunners für ein weiteres Jahr bei seinem Ausbildungsklub parkten.

"Der französische Verteidiger wird voraussichtlich am 1. Juli endlich aus Saint-Etienne eintreffen und trägt schon jetzt die großen Erwartungen des Klubs auf seinen jungen Schultern", ordnet Snowball den Transfer ein.

Bei allen Vorschusslorbeeren stellt der Journalist jedoch die kritische Frage in den Raum, ob der 19-Jährige "wirklich der Mann sein kann, der die Defensive von Arsenal festigt." Schließlich seien an jener Herausforderung schon "viele vor ihm gescheitert."

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