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Klopp will keine Statue in Liverpool: "Möchte noch 30, 40 Jahre leben"

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Jürgen Klopp führte Liverpool zur Meisterschaft

Fotocredit: SID

VonEurosport
26/06/2020 Am 16:48 | Update 26/06/2020 Am 16:48

Jürgen Klopp hat die Idee einer eigenen Statue in Liverpool nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft zurückgewiesen. "Ich möchte noch 30, 40 Jahre leben. Ich bin an einer Statue nicht interessiert, schon gar nicht zu Lebzeiten", sagte der 53-Jährige am Freitag auf einer Presskonferenz. Auch Vergleiche mit den Liverpooler Trainer-Legenden Bill Shankly und Bob Paisley wies Klopp zurück.

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"Man muss mich nicht mit diesen Ikonen vergleichen. Shankly war so lange im Klub, er hat den Verein aufgebaut. Und Bob Paisley war auch schon als Spieler hier. Ich dagegen bin erst vor viereinhalb Jahren aus Deutschland hergekommen. Da ist ein Vergleich nicht möglich", sagte der Teammanager der Reds.

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Klopp verriet zudem, während der Meister-Entscheidung mit seiner Familie telefoniert zu haben. "Ich habe sie 10, 15 Sekunden vor dem Abpfiff angerufen. Da habe auch ich geglaubt, dass City nicht mehr gewinnt. Ich habe ihnen gesagt, dass ich sie liebe, und sie haben mir gesagt, dass sie mich lieben. Dann habe ich das Telefon auf den Tisch gelegt, sie waren also dabei. Das war ein wirklich schöner Moment. Es war hoch emotional", sagte Klopp.

Schon zuvor hatte Klopp den Moment des Titelgewinns als "pure Explosion" der Gefühle beschrieben. "Wir haben die letzten fünf Sekunden heruntergezählt. Der Schiedsrichter hat leider ein bisschen länger gezählt, also mussten wir noch zwei, drei Pässe warten. In dem Moment, als es dann passiert ist, was es eine pure Explosion", sagte Klopp in einen Interview auf der Klub-Homepage.

Klopp schaut City-Spiel mit gesamtem Team

Klopp hatte die entscheidende Niederlage des Rivalen Manchester City beim FC Chelsea (1:2) zusammen mit der Mannschaft im Hotel Formby Hall Golf Club verfolgt. Er selbst habe dafür gesorgt, dass alle Spieler anwesend waren. "Ich habe gesagt: Wir müssen etwas Verpflichtendes machen. Jeder muss dabei sein. Ich habe mehr Erfahrung und weiß: Wer daheim geblieben wäre und das Spiel alleine geschaut hätte, hätte es für den Rest seines Lebens bereut", sagte der 53-Jährige.

Kurz nach dem Schlusspfiff habe er aber auch eine innere Leere gespürt. "Ich kann das gar nicht glauben. Ich bin da mit mir selbst nicht zufrieden, dass ich so gefühlt habe. Aber in dem Moment war es einfach zu viel für mich. Aber mir geht es gut, keiner muss sich Sorgen machen", sagte der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund.

Die erste Meisterschaft seit 30 Jahren sei für den gesamten Klub eine Erlösung. "30 Jahre! Vor 30 Jahren, da war ich 23. Und damals habe ich nicht gerade daran gedacht, mit Liverpool Meister zu werden, um ehrlich zu sein. Ich hatte gar nicht die Fähigkeiten dazu. 30 Jahre später sitze ich hier, das ist unglaublich", sagte Klopp.

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(SID)

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