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3 Dinge, die auffielen: Mourinhos Angsthasenfußball rettet Solskjaer

3 Dinge, die auffielen: Mourinhos Angsthasenfußball rettet Solskjaer

05/12/2019 um 01:12Aktualisiert 05/12/2019 um 01:19

Die Rückkehr von José Mourinho ins Old Trafford verlief für den Coach der Tottenham Hotspur nicht so wie geplant. Ganz im Gegenteil: Die Spurs präsentierten sich bei der 1:2-Niederlage bei Manchester United erschreckend ideenlos und wurden vom überragenden Marcus Rashford versenkt. Zur Freude von Ole Gunnar Solskjaer, der deshalb wohl vorerst seinen Job behalten darf. 3 Dinge, die auffielen.

1.) Rashford bleibt der "Big-Team-Killer"

Während Manchester United im Kollektiv in den vergangenen Premier-League-Wochen auf Schlingerkurs unterwegs war, konnten sie sich in großen Spielen auf einen Mann immer verlassen: Marcus Rashford.

Rashford war praktisch an allen gefährlichen Situationen der Red Devils beteiligt. Immer wieder ließ er mit ansehnlichen Tempodribblings seine Gegenspieler stehen und versuchte es vornehmlich aus der Distanz.

Bereits in der 6. Minute war er damit zum ersten Mal erfolgreich. Zugegeben, Keeper Paulo Gazzaniga sah beim haltbaren Aufsetzer alles andere als gut aus, doch das dürfte Rashford herzlich egal gewesen sein.

Marcus Rashford (r.) erzielte einen Doppelpack für von Manchester United

Marcus Rashford (r.) erzielte einen Doppelpack für von Manchester UnitedGetty Images

Seinen zweiten Treffer bereitete er sich sogar selbst vor, indem er Aurier entwischte und von Moussa Sissoko im Sechzehner nur per Foul zu stoppen war. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Engländer kühl ins rechte untere Eck (49.).

"Zwei Tore, die er sich selbst herausgespielt hat – und es hätten durchaus noch mehr sein können", platzte Coach Ole Gunnar Solskjaer nach der Partie bei "Amazon Prime" vor Stolz:

"Der Junge hat ein fantastisches Spiel gemacht!"

Acht seiner insgesamt zwölf Treffer hat Rashford damit gegen vermeintlich große Gegner erzielt. Vier gegen den FC Chelsea (Liga und Pokal), eins gegen Leicester, eins gegen Liverpool und nun zwei gegen die Spurs.

Von diesen Spielen gewann United vier (ein Unentschieden). Big-Team-Killer!

Mourinhos Angsthasenfußball rettet Solskjaer

Was war im Vorfeld dieser Partie, der großen Rückkehr von José Mourinho ins Old Trafford, nicht alles in den englischen Gazetten geschrieben worden.

Würde Mourinho mit einem Sieg für die Entlassung des angezählten Solskjaer sorgen? Würde er - und das hätte der Ironie die Krone aufgesetzt - dem Ex-Tottenham-Coach Mauricio Pochettino damit die Bühne bereiten?

Doch nichts von alledem trat ein. Im Gegenteil: Die Spurs präsentierten sich ängstlich und ideenlos an Mourinhos alter Wirkungsstätte. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Dele Alli (39.) fiel quasi aus dem Nichts.

Die Spurs zeigten, dass sie Mourinhos oft unattraktive und tempoarme Art des Fußballspielens schnell adaptiert haben. Die Art, mit der er bereits in seiner Zeit bei United immer wieder aneckte. Angsthasenfußball, reines Abwarten auf die Fehler des Gegners.

Da jedoch die Abwehr von Tottenham um Davinson Sánchez keinen guten Abend erwischte und sich mehrfach ungeschickt anstellte, ging die Taktik des "Special One" bei seinem Ex-Verein nicht auf.

Kane hadert: Spurs-Offensive erschreckend schwach

Was Rashford auf Seiten von Manchester United ist, ist Harry Kane für Tottenham. Normalerweise.

Denn am Mittwochabend verschwand der hochdekorierte Nationalstürmer und Kapitän zeitweise völlig von der Bildfläche. Außer einem Freistoß in der ersten Hälfte, der am Ende deutlich über die Latte segelte, blieb Tottenhams Lebensversicherung blass.

Nichts Ungewöhnliches, lebt der Stürmer doch meist von seinen Nebenleuten und einem florierenden Offensiv-Spiel. Doch das fand gegen Manchester eben nicht statt, denn auch seine Nebenleute Lucas Moura und Heung-min Son erwischten einen gebrauchten Abend und konnten fast keine Torgefahr kreieren.

Harry Kane (r.) gelang gegen Manchester United nicht viel

Harry Kane (r.) gelang gegen Manchester United nicht vielGetty Images

Nicht einen Schuss auf das Gehäuse von David de Gea brachte das Offensiv-Trio zustande.

Erschreckend – und für Kane ein weiterer Rückschläg in einer schwierigen Phase. In den vergangenen acht Ligaspielen gelangen ihm gerade einmal zwei Treffer.

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