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Kernproblem bleibt bestehen: Die Gründe für den Absturz von ManCity

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Pep Guardiola - Manchester City

Fotocredit: Getty Images

VonRobert Bauer
03/12/2019 Am 07:31 | Update 04/12/2019 Am 10:53

Manchester City und Trainer Pep Guardiola stecken nach dem enttäuschenden 2:2 (1:1)-Remis gegen Newcastle offiziell in der Krise. Die "Skyblues" liegen nach dem 14. Spieltag bereits elf Punkte hinter dem Hauptherausforderer aus Liverpool und rutschten zu allem Überfluss in der Tabelle sogar auf den ungewohnten dritten Platz ab. Doch was sind die Gründe für den Absturz des amtierenden Meisters?

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Pep Guardiola war in seiner ruhmreichen Trainerlaufbahn schon besser gelaunt.

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Als er sich den bohrenden Fragen vor dem durchaus komplizierten Auswärtsspiel beim FC Burnley (Dienstag ab 21:15 Uhr im Liveticker) stellte, schaute der ehemalige Bayern-Coach düster drein...

"Habt ihr die Spiele gesehen", giftete der 48-Jährige in Richtung der anwesenden Journalisten auf die Frage, ob er denn mit der Leistung des neuerdings in der Innenverteidigung aufgebotenen Fernandinho zufrieden gewesen sei.

Guardiola: Durchhalteparolen statt Angriffslaune

Die Nerven liegen derzeit sichtlich blank bei Guardiola und seinen Schützlingen.

Kein Wunder: Wettbewerbsübergreifend konnten die "Citizens" lediglich eines der vergangenen fünf Pflichtspiele für sich entscheiden und rutschten so in der Premier League sogar auf Platz drei hinter Überraschungsteam Leicester City ab. Das nagt am eigenen Selbstverständnis.

Genau wie die Tatsache, dass der amtierende Titelverteidiger bereits zum jetzigen Zeitpunkt satte elf Punkte Rückstand auf den FC Liverpool, den großen Rivalen von der Merseyside, hat. "Es wäre sinnlos, wenn sich die Mannschaft Sorgen um den Rückstand auf die Spitze machen würde. Das Team muss sich von Spiel zu Spiel konzentrieren, um so lange wie möglich im Titelrennen zu bleiben", betonte Guardiola.

Die Aussagen des ehemaligen Bayern-Trainers klangen jedoch eher wie Durchhalteparolen denn nach Angriffslaune.

Dabei ähnelt die Situation der aus der vergangenen Spielzeit, als City zum Jahreswechsel ebenfalls zur (erfolgreichen) Aufholjagd ansetzen musste - jedoch steht das Titelrennen in dieser Saison unter anderen Vorzeichen.

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Defensive als Kernproblem

Guardiola bekommt selbst gegen vermeintlich kleinere Gegner die Kernproblematik der "Citizens", die Defensive, nicht in den Griff. Nach wie vor wiegen der verletzungsbedingte Ausfall von Aymeric Laporte und der Sommer-Abgang von Kapitän und Galionsfigur Vincent Kompany schwer.

Die beiden "Lückenfüller" John Stones und Nicolás Otamendi konnten bisher weder der Hintermannschaft Stabilität verleihen noch das Vertrauen ihres eigenen Trainers gewinnen, sodass eben zuvor genannter Fernandinho vom zentralen Mittelfeldspieler zur Aushilfskraft in der Defensivzentrale umfunktioniert wurde - mit mäßigem Erfolg.

Das Resultat von Gurdiolas Defensive-Puzzle sind 16 Gegentreffer aus den ersten 14 Partien. Zum Vergleich: In der kompletten vergangenen Spielzeit kassierte der spätere Meister lediglich 23 Gegentore. Von einem defensiven Bollwerk wie in der vergangenen Saison ist City weit entfernt.

Ungeachtet der Abwehrproblematik sah Guardiola hingegen die mangelnden Chancenverwertung als Hauptursache für die jüngste Punkteteilung in Newcastle:

Wir hatten 26 Schüsse, was für ein Auswärtsspiel unglaublich ist. Unglücklicherweise konnten wir das Spiel aber nicht gewinnen.

Walker: "Gegner haben uns entschlüsselt"

Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt niemand im Lager der "Skyblues" daran denkt, die Meisterschaft vorzeitig abzuschenken, hinterlassen die jüngsten Aussagen von Außenverteidiger Kyle Walker große Fragezeichen im himmelblauen Fanlager.

"Die Gegner haben uns wahrscheinlich ein bisschen entschlüsselt. Oder sie sind besser geworden", schlug der englische Nationalspieler nach dem ernüchternden Remis gegen Newcastle Alarm und führte aus:

Wir sind immer noch das gleiche Team, wir haben nur sehr wenig verändert.

Kyle Walker (links, Manchester City) im Zweikampf mit Allan Saint-Maximim (rechts, Newcastle)

Fotocredit: Getty Images

Genau hierin liegt jedoch ein Teil der Problematik: Guardiola verzichtete in der abgelaufenen Transferperiode gänzlich auf Verstärkungen in der Innenverteidigung und schloss kürzlich auch für das Winter-Transferfenster Neuverpflichtungen aus. Während Liverpool in dieser Saison den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gemacht hat und mit beeindruckender Konstanz an der Spitze glänzt - ähnlich wie Manchester City in der vergangenen Spielzeit - ist beim amtierenden Meister erstmals seit drei Jahren Stagnation eingekehrt.

Guardiola: "Werden sehen, was passiert"

Und dann wäre ja noch der im Sommer 2021 auslaufende Vertrag von Guardiola, der wie ein Damoklesschwert über dem Verein aus dem Nordwesten Englands hängt. Seit Wochen halten sich hartnäckig Gerüchte, dass der Katalane City spätestens zu diesem Zeitpunkt verlassen wird - vielleicht auch schon früher.

Der 48-Jährige hat einen langfristigen Verbleib in Manchester daran gekoppelt, wie sich die Mannschaft entwickelt:

Es geht nicht darum, was der Klub will oder nicht. Ich will die Spieler sehen und deren Reaktion. Wenn man irgendwo fünf Jahre ist, dann kommt es auf die Ergebnisse an. Wir werden sehen, was diese und nächste Saison passiert.

Nimmt man die aktuelle Formkurve als Grundlage, stehen die Zeichen trotz des am Ende deutlichen 4:1 (1:0)-Sieges gegen den FC Burnley mutmaßlich eher auf Abschied.

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