Die Gäste aus Newcastle, die zuletzt sechs Spiele ohne Sieg geblieben waren, präsentierten sich zurückhaltend und überließen das Geschehen von Beginn an den Hausherren. Die Gunners versuchten die United-Defensive, die anfangs gut verschob und über weite Teile der ersten Hälfte solide stand, immer wieder mit Spielverlagerungen auf die Flügel auseinanderzuziehen.
Nach einer ersten kleineren Torannäherung des Ex-Dortmunders Pierre-Emerick Aubameyang in der neunten Minute hatte der Gabuner nur sieben Minuten später die Führung für den FC Arsenal auf dem Schlappen.
Nachdem Bukayo Saka mit einem Flachschuss aus halbrechter Position Newcastle-Schlussmann Karl Darlow zu einer Fuß-Abwehr zwang, kam der Ball in Richtung des zweiten Pfostens, wo Aubameyang lauerte. Der Stürmer bekam aus schwierigem Winkel zwar noch den Fuß an die Kugel, konnte diese aber nicht mehr kontrolliert aufs leere Tor bringen – das Leder landete am rechten Pfosten (16.).
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Arsenal machte nach der vergebenen Großchance unbeirrt weiter, während die Gäste von Coach Steve Bruce kaum für Entlastung sorgen konnten. Ein Distanzschuss von Miguel Almirón aus 22 Metern, der knapp über Bernd Lenos Kasten segelte, blieb die einzige nennenswerte Offensiv-Aktion der Magpies im ersten Durchgang (24.).
Kurz vor der Halben-Stunde-Marke hatte Aubameyang die erneute Chance auf die Führung. Nachdem Thomas Partey Mitspieler Emile Smith Rowe mit einem öffnenden Diagonalball in Szene gesetzt hatte, konnte Aubameyang dessen Zuspiel von der linken Seite nicht verwerten – der Schuss des Gabuners ging aus knapp zehn Metern über den Querbalken (28.).
Aubameyang war weiterhin ein Aktivposten und wollte in der 35. Minute einen Strafstoß, den er allerdings zu Recht nicht bekam. Emil Krafth hatte sich dem Stürmer geschickt in den Weg gestellt, woraufhin der schmächtige Offensivmann im Strafraum auf den Schweden auflief und zu Boden ging. Schiedsrichter David Coote ließ weiterspielen – die richtige Entscheidung (35.).
Nachdem Aubameyang noch zwei weitere Male offensiv in Erscheinung getreten war (40./44.) beendete David Luiz den ersten Durchgang mit einem verunglückten Kopfball. Der Brasilianer hatte sich abermals nach bei einer Ecke aus dem Getümmel gelöst, verfehlte dann aber völlig freistehend aus guter Position (45). Dann war Pause.
Arsenal durfte sich in der Halbzeit ärgern, die guten Chancen nicht genutzt zu haben. Mit entsprechend Wut im Bauch kam das Team von Mikel Arteta aus der Kabine – und machte es von nun an besser.
Nachdem Alexandre Lacazette mit einem saftigen Flachschuss nur Sekunden nach Wiederanpfiff noch am glänzend-parierenden Darlow gescheitert war (46.), machte Aubameyang die ungenutzten Gelegenheiten aus Durchgang eins mit einer einzigen Aktion vergessen. Der Gabuner war von Partey mit einem langen Ball auf die Reise geschickt worden, ließ Gegenspieler Krafth aussteigen und nagelte das Leder unhaltbar aus zehn Metern zum verdienten 1:0 unter die Latte (50.).
Newcastle war nach dem Rückstand gefordert, schaffte es allerdings nicht, den Hebel umzulegen. Der Schuss von Andy Carroll aus der 56. Minute, der aus 18 Metern links am Tor vorbei ging, blieb das einzige Lebenszeichen der Magpies.
Arsenal spürte, dass das 2:0 gleichbedeutend mit dem Sieg sein würde und machte wenig später in Person von Saka den Deckel drauf: Smith Rowe ging auf dem linken Flügel mit Tempo ins Eins-gegen-Eins gegen Jamaal Lascelles, ließ den United-Kapitän stehen und hatte anschließend noch das Auge für Saka, der den Ball vom Elfmeterpunkt zentral im Tor unterbrachte – 2:0 (60.).
Newcastle wirkte nach dem 2:0 geschlagen, die Hausherren gingen auf das 3:0. Dieses verhinderte Darlow in der 67. Minute noch sehenswert gegen Lacazettes Kopfball aus vier Metern. Zehn Minuten später war der Keeper dann aber erneut machtlos.
Nach einem Fehler von Jamal Lewis im Aufbauspiel verschafften sich Saka und Cédric Soares mit einem schnellen Doppelpass Raum auf der rechten Seite, sodass der portugiesische Außenverteidiger den Ball unbedrängt von der Grundlinie ins Zentrum bringen konnte. Dort stand Aubameyang als Abnehmer parat und beförderte das Leder zum 3:0 in die Maschen (77.).
Dabei blieb es bis zum Schluss, denn auch in der Schlussphase blieb ein Aufbäumen der Gäste aus.

Die Stimmen zum Spiel:

Emile Smith Rowe (FC Arsenal): "Wir haben das Spiel heute genossen. Wir wachsen als Mannschaft immer mehr zusammen und freuen uns über den Sieg. Es gab einige Treffen abseits des Platzes, das hat uns als Team stärker gemacht. Wir sind eine junge Truppe, die auf dem Feld gut zusammenspielt - das haben wir heute gezeigt."
Steve Bruce: (Trainer Newcastle United): "In der ersten Hälfte hatten wir die ein oder andere gute Situation, haben diese aber nicht genutzt. Nach der Halbzeit haben Sie uns dann erwischt und bestraft. Das ist ein schwieriger Moment für uns. In der ersten Hälfte haben wir noch gut verteidigt, aber offensiv müssen wir natürlich kreativer werden. Dennoch habe ich eine große Verbesserung im Vergleich zum Spiel gegen Sheffield gesehen – zumindest im ersten Durchgang."

Der Tweet zum Spiel:

Nach einer kleinen Durststrecke meldete sich Pierre-Emerick Aubameyang mit zwei Treffern gegen Newcastle United zurück!

Das fiel auf: Aubameyang erst fahrig, dann eiskalt

Arsenal beherrschte die Partie komplett und hatte nach 20 Spielminuten knapp 75% Ballbesitz angehäuft. Besonders die Außenbahnspieler Cédric, Saka, Kieran Tierney und Aubameyang nahmen auf den Flügeln immer wieder Tempo auf und zogen die United-Abwehr so auseinander.
Allerdings mangelte es den Hereingaben sowie Aubameyangs Abschlüssen im ersten Durchgang noch an Präzision. Aufgrund dessen konnte Arsenal die hohen Ballbesitzanteile nicht in etwas Zählbares ummünzen. Newcastle gelang derweil nichts Nennenswertes in Richtung Kasten von Leno.
Nach dem Seitenwechsel machte Arsenal es besser und präsentierte sich gnadenlos effizient. Aubameyang, der im ersten Durchgang noch beste Gelegenheiten ausgelassen hatte, brach mit seinem Treffer in der 50. Minute den Bann. Saka und Aubameyang, der seinen zweiten Treffer an diesem Abend markierte, legten nach.
Die Magpies wirkten spielerisch limitiert und bleiben nach der 0:3-Schlappe auch im siebten Ligaspiel in Serie ohne Sieg. Die Krise verschärft sich. Für Trainer Bruce dürfte es allmählich ungemütlich werden

Die Statistik: 5

Für Arsenal ist es nicht nur das fünfte Ligaspiel in Serie ohne Niederlage (vier Siege, ein Remis), sondern wettbewerbsübergreifend auch das fünfte Spiel zu Null in Folge. Die Formkurve der Gunners zeigt weiterhin nach oben.
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