Die Mannschaft von Chelsea-Trainer Thomas Tuchel startete stark und hatte schon in der sechsten Minute eine erste gute Chance. Reece James hatte auf der rechten Seite viel Platz, chippte in den Strafraum auf die linke Seite zu Marcos Alonso. Dessen Volley-Schuss strich jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei.
Im Anschluss neutralisieren sich beide Teams weitestgehend. Sowohl die Blues als auch die Elf von Ralph Hasenhüttl spielten ein starkes Pressing und unterbanden so jeweils den Aufbau des Gegners. Chelsea hatte allerdings deutlich mehr Ballbesitz.
Nach einer halben Stunde wurden die Zweikämpfe etwas intensiver geführt. Nachdem ein langer Pass von N'Golo Kanté Timo Werner nicht ganz erreichte, traf Southampton auf der anderen Seite eiskalt zur Führung.
Bundesliga
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Nathan Redmond spielte einen perfekten Schnittstellenpass zwischen Kurt Zouma und Cesar Azpilicueta auf Takumi Minamino. Die Leihgabe des FC Liverpool nahm den Ball gut mit, verzögerte zweimal und schob dann überlegt am herausgelaufenen Chelsea-Keeper Edouard Mendy vorbei ins Netz (34.).
Die Blues zeigten sich allerdings nur kurz geschockt. Nach einem Freistoß von Alonso aus dem Mittelfeld tauchte Zouma frei vor dem Tor der Saints auf und zwang Torwart Alex McCarthy zu einer starken Parade (39.).
Auch nach Wiederanpfiff verteidigte Southampton sehr hoch, dieses Mal hatte Chelsea aber etwas mehr Platz und wusste dies auszunutzen. Zweimal wurde Werner über die linke Seite geschickt. Zunächst wurde seine Hereingabe von Southamptons Innenverteidiger Mohammed Salisu abgefangen (50.), kurz darauf probierte er es mit einem Schuss aufs kurze Eck, doch der Ball landete neben dem Kasten (52.).
Kurz darauf schlugen die Blues jedoch zu. Im Anschluss an eine Ecke holte Saints-Stürmer Danny Ings dann Mason Mount von den Beinen - der Gefoulte verlud Keeper McCarthy und schoss den fälligen Strafstoß sicher in die rechte untere Ecke (54.).
Nach der wackeligen Anfangsphase in der zweiten Halbzeit sortierte sich Southampton wieder und gestaltete die Partie ausgeglichener. Nach einer Ecke von der rechten Seite brachten die Gastgeber den zweiten Ball von links in den Strafraum, der Ex-Gladbacher Jannik Vestergaard kam an den Ball und köpfe aus dem Stand ans linke Lattenkreuz (72.).
In der 84. Minute tauchte Chelsea in Person von James in halbrechter Position nach einer Mount-Flanke vor dem Tor der Gastgeber auf, sein Dropkick ging aber deutlich über die Latte. Danach passierte nicht mehr viel und Southampton verdiente sich so einen Punkt.

Tuchel kritisiert seine Spieler nach verpasstem Sieg

Die Stimmen:

James Ward-Prowse (FC Southampton): "Natürlich war es wichtig, die Niederlagenserie zu stoppen. Wir mussten gegen ein starkes Team mit einem neuen Trainer bestehen, das haben wir mit einer stabilen Defensive geschafft. Die Situation, als wir den Elfmeter verursacht haben, war die einzige Szene im Spiel, in der wir wirklich Probleme hatten. Das zeigt, wie gut wir in der Abwehr gespielt haben."
Nathan Redmond (FC Southampton): "Vor dem Tor hat sich Takumi Minamino großartig bewegt, deswegen konnte ich ihn anspielen. Er spielt sehr stark, seit er zu uns gekommen ist, und zeigt seine Qualität. Das Unentschieden heute gegen einen starken Gegner wird uns hoffentlich Selbstvertrauen geben."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Duell zweier ähnlicher Philosophien

Das Premier-League-Spiel Southampton gegen Chelsea war auch das Spiel der beiden ehemaligen Bundesliga-Trainer Ralph Hasenhüttl gegen Thomas Tuchel. Beide Übungsleiter coachten ihre Schützlinge intensiv von der Seitenlinie aus, den Österreicher Hasenhüttl hörte man über die Außenmikrofone sogar noch etwas deutlicher als Tuchel. Auch auf dem Platz ähnelten sich die Philosophien. Sowohl Tuchel als auch Hasenhüttl ließen mit einem starken Pressing spielen. Chelsea hatte deutlich mehr Ballbesitz (in der ersten Halbzeit phasenweise mehr als 70 Prozent), richtig viele Großchancen entstanden dadurch aber nicht.
Southampton lief situativ früh an, zog sich dann gut zurück und betrieb einen hohen läuferischen Aufwand. Auch Chelsea eroberte nach Ballverlust dank des starken Gegenpressings schnell die Bälle zurück. So neutralisierten sich die Teams aufgrund ihrer ähnlichen Spielanlage über weite Strecken gegenseitig. In der zweiten Halbzeit zeigte sich etwas mehr die spielerische Qualität Chelseas, weswegen die Gäste zum Ausgleich kamen. Einen Rückstand verhinderte Southampton durch seine disziplinierte Spielweise aber.

Die Statistik: 2

Takumi Minamino hat in den vergangenen drei Premier-League-Spielen für den FC Southampton zwei Tore erzielt. Der Japaner war erst Anfang Januar vom FC Liverpool auf Leihbasis zu den Saints gewechselt, wo er sofort das Offensivspiel der Mannschaft von Ralph Hasenhüttl merklich verbesserte. Auch gegen Chelsea erzielte er nicht nur den Treffer zum 1:0, sondern bewegte sich im Mittelfeld bei eigenem und gegnerischem Ballbesitz sehr klug. In den 19 Premier-League-Spielen für Liverpool zuvor gelang ihm lediglich ein Treffer.
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