In den kommenden sechs Monaten wartet auf Manchester City eine Menge Arbeit.

Sowohl auf dem Platz, wo die Citizens die Liga-Krone zurückerobern und endlich den Henkelpott in die Höhe strecken wollen, aber auch abseits des Feldes. Es stehen wichtige Entscheidungen an, die großen Einfluss auf die langfristige Zukunft des aktuellen Tabellenzehnten der Premier League haben werden.

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Ganz oben auf der Liste steht die angestrebte Verlängerung mit Star-Coach Pep Guardiola und die Verpflichtung eines neuen Weltklasse-Stürmers. Dazu sollen Schlüsselspieler wie Kevin De Bruyne und Raheem Sterling mit verbesserten Verträgen ausgestattet werden.

Ach, und natürlich gibt es da noch diesen einen Traum: Lionel Messi ins Etihad Stadium zu locken. Aber dazu später mehr. Beginnen wir mit der wohl wichtigsten Personalie: Dem Trainer.

Pep Guardiola: Bleibt er oder geht er?

Pep Guardiolas Vertrag läuft im kommenden Sommer aus und mit jedem Tag, der vergeht, wird die Anspannung in Manchester größer. Der Klub will den Spanier halten, daran gibt es keinen Zweifel. Während die Vereinsoberen davon ausgehen, Guardiola von einer Unterschrift überzeugen zu können, gibt es auch einige Stimmen, die glauben, der 49-Jährige könnte im Sommer das Weite suchen.

Auch Barcelona verließ er 2012, geistlich völlig ausgelaugt. Überraschend wäre es keineswegs, würde er diesen Schritt erneut gehen. Zudem hat die Corona-Pandemie in den vergangenen acht Monaten viel verändert - auch in Guardiolas Privatleben. Seine Mutter starb im April an COVID-19.

Eine Quelle beschrieb den Spanier zuletzt als "leerer" als jemals zuvor während seiner Zeit auf der Insel. Das könnte für einen baldigen Abschied sprechen.

Auf der anderen Seite ist und bleibt es Pep. Irgendwo gibt es immer einen Antrieb, der ihn unentwegt weiter machen lässt.

Die Klubbosse haben ihn jüngst eingeladen, um über seinen neuen Vertrag zu sprechen, was der Übungsleiter aber höflich ablehnte. Die Wahrheit ist, dass niemand innerhalb des Klubs so richtig zu wissen scheint, was Guardiola vorhat. Die Verantwortlichen können nur hoffen, dass sich die Situation bald klärt – am besten noch in diesem Jahr, damit der Pep-Poker nicht wie ein Damoklesschwert über der wichtigen Saisonphase schwebt.

Pep Guardiola (l.) mit Stürmer Sergio Agüero

Fotocredit: Getty Images

Gehaltserhöhung für Sterling und De Bruyne

Bezogen auf den aktuellen Kader sind De Bruyne und Sterling die Namen, die City mit allen Mitteln von einer vorzeitigen Verlängerung zu verbesserten Bezügen überzeugen will. Ihr Einfluss und Wert für das Team sind zu groß, um die Tür für einen vorzeitigen Abgang auch nur einen Spalt breit zu öffnen.

Aktuell stehen De Bruyne und Sterling noch bis 2023 unter Vertrag, idealerweise will der amtierende League-Cup-Champion mit beiden bis 2025 verlängern.

Noch in diesem Jahr sollen die Verhandlungen über neue Deals starten, die dem Belgier und dem Engländer ein Wochengehalt von über 450.000 Euro pro Woche einbringen könnten.

Doch während ManCity die eigene Kader-Planung vorantreibt, schaut der Klub auch mit einem Auge nach Spanien, genauer nach Barcelona. Dort steht eine Präsidentschaftswahl an, die Auswirkungen bis nach Manchester haben könnte. Zwar wurde Ronald Koeman erst Mitte August als neuer Trainer verpflichtet, doch in manchen Kreisen – besonders im Umfeld des Präsidentschaftskandidaten Victor Font – fällt immer wieder der Name Guardiola als langfristige Lösung.

Womit wir bei der Causa Messi wären.

Manchester City: Kommt Messi im Sommer 2021?

Noch im vergangenen Sommer hatte der argentinische Superstar öffentlich seine Wechselabsichten erklärt, doch mittlerweile gilt ein Abgang 2021 aus Katalonien nicht mehr als sicher. Eine Entscheidung soll am Ende der Saison fallen.

Eine Wiedervereinigung mit Guardiola scheint möglich – die Frage ist, ob in Barcelona oder in Manchester?

Das Interesse von ManCity, die den 33-Jährigen gerne schon im vergangenen Sommer nach England gelotst hätten, ist ungebrochen. Auch Messi kann sich laut Aussagen einer Quelle einen Wechsel in die Premier League durchaus vorstellen. Er sei überzeugt vom Projekt, den Ambitionen und den Verantwortlichen innerhalb des Klubs.

Zusätzlich würde es ihm einen Anschlussvertrag bei Schwester-Klub New York City FC in der MLS einbringen. Die USA gelten als die wahrscheinlichste Destination für den Ausnahmespieler nach seiner Zeit in Europa.

Lionel Messi (l.) und Pep Guardiola

Fotocredit: Eurosport

Weitere Ziele: Luiz, Martínez und Haaland

Doch Messi ist nicht der einzige Spieler, den man in Manchester genau beobachtet.

Aus dem Umfeld des Vereins ist zu hören, dass sich die Citizens trotz der Verpflichtungen von Rúben Dias und Nathan Aké nach einem weiteren Innenverteidiger umschauen werden. Vielleicht schon im Januar, falls eine Verletzung eine Handlung erfordert, wahrscheinlich aber erst im Sommer.

Zudem beobachten Guardiola und Co. die Entwicklung von Douglas Luiz bei Aston Villa ganz genau. Eine Rückholaktion des Brasilianers, den man 2019 für knapp 17 Millionen Euro nach Birmingham abgegeben hatte, bleibt eine Option.

Die spannendste Planstelle ist aber sicher die Offensive. Sergio Agüeros Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen, langfristig ist die Scouting-Abteilung aber auf der Suche nach einem Nachfolger für den Argentinier.

Messi bleibt die Wunschlösung, doch auch Landsmann Lautaro Martínez von Inter Mailand könnte in den Augen der Sky Blues als zentrale Figur im Angriff passen. Genau wie Erling Haaland vom BVB, dem die Verantwortlichen ebenfalls zutrauen, in Zukunft Citys Tormaschinerie am Laufen zu halten. Zu Beginn des neuen Jahres wird erwartet, dass der Klub bei den Kandidaten vorfühlt.

ManCity-Fans können also gespannt in die Zukunft blicken, wenn auch mit etwas Angst gemischt. Pep Guardiolas Zukunft ist und bleibt der Elefant im Raum. Von seiner Entscheidung wird viel abhängen.

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