Tottenham gelang ein Blitzstart. Die Mannschaft von Trainer José Mourinho ging bereits in der fünften Minute in Führung. Tanguy Ndombélé überspielte Citys Hintermannschaft aus zentraler Position mit einem hohen Ball. Heung-min Son tauchte unbedrängt vor Schlussmann Ederson auf und schob durch dessen Beine aus 17 Metern zum 1:0 ein. Im Anschluss zogen sich die Spurs zurück und lauerten auf Konter.

Acht Minuten nachdem das 1:0 fiel netzte Harry Kane, der Treffer zählte aufgrund einer deutlichen Abseitsstellung allerdings nichts. Auch Manchester City brachte den Ball über die Torlinie, auf der Anzeigetafel blieb es aber beim 1:0, da Passgeber Gabriel Jesus den Ball mit dem Arm berührte, ehe Aymeric Laporte innerhalb des Sechzehners halbhoch einschoss (27.).

Europa League
Mourinho geht nach 3:3 auf die eigenen Spieler los
VOR 19 STUNDEN

Manchester hatte deutlich mehr Ballaktionen, fand im vorderen Drittel gegen stabil stehende Nordlondoner aber nur selten ein Durchkommen. Die Citizens ließen den Ball in Handballmanier um den gegnerischen Strafraum kreisen. Tottenham bot im Abwehrdrittel kaum Freiräume, was der Hauptgrund war, weswegen Heimkeeper Hugo Lloris in der ersten Halbzeit nur drei Schüsse auf seinen Kasten bekam.

Gleiches Bild nach dem Seitenwechsel: Die Skyblues waren spielbestimmend, schafften es aber nur selten, ihre vielen Ballaktionen in zwingende Torchancen umzumünzen.

Tottenham Hotspur überzeugte weiterhin mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Hauptstädter fokussierten sich kollektiv auf die Defensivarbeit und legten ein tolles Umschaltspiel an den Tag. Sie schossen zwar insgesamt nur zweimal auf den gegnerischen Kasten, doch die Kaltschnäuzigkeit und Präzision im Abschluss sorgte wie bereits im ersten Durchgang dafür, dass der Ball auch erneut darin landete.

Mourinho bewies ein goldenes Händchen, indem er Giovani Lo Celso einwechselte. Der Joker stach bereits nach 28 Sekunden, nachdem die Londoner einen Gegenzug starteten. Kane trieb den Ball gegen aufgerückte Gäste voran und spielte mit perfektem Timing in die linke Strafraumhälfte, wo Lo Celso das Spielgerät mit seinem ersten Ballkontakt annahm und mit seinem zweiten flach zum 2:0-Endstand ins lange Eck schoss (65.).

Die Stimmen:

José Mourinho (Trainer Tottenham Hotspur): "Große Herzen, große Solidarität, ein richtiges Team. Eine Mannschaft, die - wie ich glaube - die Tottenham-Fans stolz macht."

Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Die Statistiken sprechen für sich selbst: Wir waren in vielen Bereichen besser, aber wir haben nicht getroffen. Sie verteidigten so tief und warteten auf einen Fehler. Wir haben einige Momente gefunden, aber die Realität ist, dass wir in dieser Saison Probleme haben, Tore zu erzielen. Das kann passieren."

Kevin De Bruyne (Manchester City): "Es war schwierig, Konsistenz zu finden. Wir müssen ein bisschen schärfer agieren - hoffentlich kommt das bald."

Der Tweet zum Spiel:

Die Spurs schließen einen Tag erstmals seit August 2014 als Premier-League-Spitzenreiter ab. Es ist das erste Mal seit 1985, dass sie zu so einem späten Zeitpunkt in der Saison über Nacht Tabellenführer sind.

Das fiel auf: Kane mannschaftsdienlicher denn je

Kane ist in England als eiskalter Goalgetter bekannt und von Gegnern gefürchtet. In dieser Saison erweiterte er sein Repertoire, indem er nun auch als Vorlagengeber mehr als nur überzeugt. In den vorherigen drei Spielzeiten legte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft in der Premier League insgesamt acht Treffer auf. Mit seiner Vorlage gegen ManCity steht der 27-Jährige in der laufenden Ligasaison nun bereits bei neun Assists, womit er der erfolgreichste Vorbereiter in Englands höchster Spielklasse ist. Das Toreschießen hat er allerdings nicht verlernt: Nach neun Einsätzen in diesem Wettbewerb stehen bereits sieben Treffer auf seiner Habenseite.

Die Statistik: 6

Son erzielte wettbewerbsübergreifend sechs Treffer gegen Manchester City. Er benötigte dafür elf Einsätze. Nur Leicesters Jamie Vardy netzte gegen von Pep Guardiola trainierte Skyblues noch öfter - und zwar neunmal.

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