Der FC Arsenal erwischte einen guten Start und ging früh in Führung. Nach einem Doppelpass mit Takehiro Tomiyasu kam Nicolas Pépé rechts im Sechzehner zum Abschluss, den Vicente Guaita jedoch parieren konnte. Pierre-Emerick Aubameyang war allerdings hellwach in dieser Situation und staubte am zweiten Pfosten aus spitzem Winkel ins leere Tor ab (8.).
Nach vielversprechendem Start ließen die Gunners die Gäste etwas mehr ins Spiel kommen. So konnte James McArthur Christian Benteke völlig frei am Sechzehner bedienen. Der Belgier bekam zu viel Platz und zog ab, Aaron Ramsdale konnte allerdings parieren (27.)
Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal hektisch. Zunächst hatten die Eagles Glück, dass sie weiterhin mit elf Mann spielen durften. McArthur trat ohne jegliche Chance auf den Ball das Standbein von Bukayo Saka weg, der in der Folge verletzt ausgewechselt werden musste. Der Schotte sah dafür nur Gelb (43) und war damit gut bedient.
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VOR 15 STUNDEN
In der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten tauchte McArthur dann zunächst frei vor Ramsdale auf, scheiterte jedoch aus kürzester Distanz am Schlussmann. Allerdings stand er dabei wohl knapp im Abseits, sodass der Treffer ohnehin nicht gezählt hätte (45.+1). Kurz darauf fischte Ramsdale einen starken Volley-Versuch von Conor Gallagher mit einer Flugparade aus dem rechten Winkel (45.+3).
Den zweiten Durchgang eröffnete der FC Arsenal mit einer Großchance. Partey verfehlte mit seinem Schlenzer den rechten Winkel nur knapp (47.). Fortan spielten nur noch die Eagles, die sich dann auch für ihren bis dato starken Auftritt belohnten. Ayew luchste Landsmann Partey den Ball ab und bediente Benteke an der Sechzehnerkante. Der Stürmer traf flach ins rechte Eck (50.).
Crystal Palace hörte in der Folge nicht auf, spielte stattdessen auf den Führungstreffer. Ein abgewehrter Ball landete bei Ayew, der aus 16 Metern abzog, allerdings an Ramsdale scheiterte (57.). EIne Viertelstunde später war es dann aber soweit. Am Ende eines Konterangriffs bediente Michael Olise seinen Kollegen Edouard rechts im Sechzehner, von wo dieser den Ball an die Unterkante der Latte und von dort ins Tor wuchtete (73.).
In der Schlussphase warf Arsenal noch einmal alles nach vorne und drängte auf den Ausgleich. Zunächst rutschte eine Pépé-Flanke zu Kieran Tierney durch, der aus acht Metern jedoch nur die Latte traf (87.). Drei Minuten später versuchte es Lacazette mit einem Sololauf gegen die halbe Abwehr der Eagles, seinen Abschluss aus 15 Metern setzte er jedoch klar drüber (90.).
Quasi mit dem Schlusspfiff konnten sich die Gunners allerdings noch einen Zähler sichern, weil der abgefälschte Abschluss von Ben White zwar von Guaita pariert werden konnte, allerdings genau zu Lacazette sprang. Aus fünf Metern ließ sich der Franzose nicht zwei Mal bitten und schob ins linke Eck traf (90.+5).

Die Stimmen zum Spiel:

Mikel Arteta (Trainer FC Arsenal): “Wir sind sehr gut gestartet, gehen sogar früh in Führung und machen dann aber einen fatalen Fehler. Wir haben nur noch versucht zu verteidigen. Wir hatten dann keine Kontrolle mehr über das Spiel, machten zu viele Fehler und haben zu oft den Ball zu einfach verloren. Wir haben zwei Tore hergeschenkt, was dir in der Liga nicht passieren darf. Aber wir haben weitergemacht und die Wechsel haben das Ruder rumgerissen, sodass wir am Ende einen Punkt holen konnten.”
Patrick Vieira (Trainer Crystal Palace): “Es war sehr knapp, aber wir hätten aus den Spielen vorher lernen müssen. Ich bin sehr enttäuscht, weil so wie wir in der zweiten Halbzeit über weite Strecke aufgetreten sind, hätten wir den Sieg verdient gehabt. Ich bin wirklich frustriert, weil wir Charakter gezeigt haben, am Ende tut es mir leid für mein Team.”
Alexandre Lacazette (FC Arsenal): “Am Ende war es das Wichtigste, die Niederlage zu vermeiden, auch wenn wir gewinnen wollten. Wir haben gut gestartet, aber haben dann aufgehört zu spielen, daran müssen wir in Zukunft arbeiten. Das Tor war eine Erleichterung für mich, auch weil es mein erstes Saisontor war. Ich weiß, dass ich hart arbeiten muss, um auf meine Minuten zu kommen und diese dann zu nutzen.”
Conor Gallagher (Crystal Palace): “Es ist schrecklich, wirklich. Es ist so schrecklich. Von einem 0:1-Rückstand gegen Arsenal wieder zurückzukommen ist fantastisch oder? Das bis in die letzten 30 Sekunden nur halten zu können, ist dafür Horror. Wir sind niedergeschlagen. Es fühlt sich schlimmer an, als eine Niederlage - wenn das möglich ist. Nichts ist schlimmer als die drei Punkte gefühlt sicher in der Tasche zu haben und dann werden sie dir doch noch weggenommen. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen.”

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Jede Menge Sand im Getriebe

Die Gunners mussten mit dem Punktgewinn am Ende zufreiden sein. Über 70 Minuten lang stellten die Hausherren das Fußballspielen nach der frühen Führung so gut wie ein. Crystal Palace riss das Spiel so an sich und drehte es zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Einzig allein dem Torriecher von Lacazette ist es geschuldet, dass der FC Arsenal in der Tabelle nicht hinter die Eagles auf Rang 14 abrutschte.

Die Statistik: 5

Fünf seiner letzten sechs Premier-League-Tore im eigenen Stadion erzielte Alexandre Lacazette in London-Derbys.
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