Laudehr sei "zusammengetreten worden", sagte Neid, Simbabwe habe "hart an der Grenze" gespielt. "Da kannst du keinen Ball mehr laufen lassen, da ging es nur noch auf die Knochen. Es hätte eine Schiedsrichterin gebraucht, die durchgreift, aber so ist es ja leider oft", ergänzte Neid äußerlich gelassen. Mit ihrer Mannschaft war sie "total zufrieden. Man könnte vielleicht bemängeln, dass wir ein paar Tore mehr hätten machen können."
Neid hatte vor dem Anpfiff noch vor der harten Spielweise der Afrikanerinnen gewarnt, mit der Brutalität von Lynett Mutokuto aber dürfte auch sie nicht gerechnet haben. Die Abwehrspielerin trat Laudehr nach nicht einmal einer Viertelstunde fast das linke Sprunggelenk durch, die Münchnerin musste kurz darauf (19.) ausgewechselt werden. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Schiedsrichterin Rita Gani aus Malaysia zeigte nicht einmal Gelb - unfassbar.
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Laudehr droht Ausfall

Die erste Diagnose lautete: Außenband gerissen oder zumindest stark überdehnt. Ein Ausfall von Laudehr würde die DFB-Auswahl hart treffen. Bei Olympia dürfen nur 18 Spielerinnen gemeldet werden. Den verständlichen Schock durch die Verletzung von Laudehr, für die ihre künftige Vereinskollegin Melanie Leupolz kam, steckten die DFB-Frauen in der Arena Corinthians in Brasiliens größter Stadt allerdings schnell und gut weg.
Kurz nach der Auswechslung von Laudehr köpfte Däbritz den Führungstreffer. Popp war danach ebenfalls mit einem Kopfball erfolgreich, Behringer mit einem Freistoß - und im Nachschuss nach einem zunächst vergebenen Foulelfmeter. Bei allen Treffern machte die Simbabwer Torhüterin einen amateurhaften Eindruck, aber auch Almuth Schult im deutschen Tor sah beim Anschlusstreffer durch Kudakwashe Basopo (50.) nicht gut aus.

Tabellenführung gesichert, nun gegen Australien

Um es bis nach Rio und damit ins angestrebte Finale zu schaffen, muss sich die deutsche Mannschaft noch steigern und vor allem im Abschluss konsequenter werden.
Durch den Auftakterfolg übernimmt Deutschland die Tabellenführung in der Gruppe F. Platz zwei belegt Kanada, das sich zuvor mit 2:0 gegen Australien durchgesetzt hatte.
Am 2. Gruppenspieltag trifft die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid am Samstag auf Australien (ab 23:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de).
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