"Es folgten einige weitere Schläge. Ich drehte mich ab und wollte flüchten, bin dabei aber über die Kamera gestolpert."
Auslöser war wohl Fringers Kritik im Sender Teleclub in den vergangenen Wochen, die Constantin nicht auf sich sitzen lassen wollte.
Diese sei "immer sachlich" gewesen, sagte Fringer, der einst auch Nationaltrainer der Schweiz war.
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"Ich persönlich gehe davon aus, dass ich Strafanzeige wegen Körperverletzung einreichen werde. Aber ich muss jetzt erst einmal diesen Schock verdauen und dann entscheiden, was ich unternehme."
Constantin zeigte sich später wenig reumütig. "Fringer hat mich diese Woche verbal attackiert und kritisiert", sagte der 60-Jährige im Blick:
Ich habe ihn gepackt und ihm in den Arsch getreten. Es fühlt sich gut an! Das ist nicht die feine Art, aber wenn man angegriffen wird, wehrt man sich halt.
Es waren irrwitzige Szenen, die sich nach der Partie in der Schweizer Super League abspielten. Nun wird es wohl ein juristisches Scharmützel par excellence geben. Fringer denkt über eine Strafanzeige wegen Körperverletzung nach, aber auch Constantin kündigte via Nachrichtenagentur ATS den Gang vors Gericht an.
"Ich habe eine Strafanzeige wegen Rufschädigung und Verleumdung eingereicht", sagte der 60-Jährige: "Ich fühle mich von den Aussagen Fringers auf Teleclub seit Monaten in den Dreck gezogen."

"Ohrfeigen und Tritt in den Hintern"

Von Reue war bei Constantin auch am Tag nach dem Eklat keine Spur. "Ich habe ihm fünf oder sechs Ohrfeigen verpasst und einen Tritt in den Hintern", sagte er am Freitag dem Blick: "Er war in Bezug auf seine Aussagen mir gegenüber nicht einsichtig. Also musste er gemaßregelt werden. Wie ein Kind auf dem Pausenplatz."
Insgesamt habe Fringer aber keinen Kratzer abbekommen und 30 Sekunden später wieder Interviews gegeben.

Constantin - FC Sion

Fotocredit: SID

Multimillionär mit "Überdruckventil"

Constantin ist einer der reichsten Männer der Schweiz und polarisiert seit jeher. Gerne legt er sich mit den Mächtigen der Verbände an. "Bei mir wäre Platini Assistent des Chauffeurs", sagte er einst in einem FAZ-Interview über den früheren UEFA-Boss Michel Platini. "Als Geschäftsmann gilt er als seriöser und zuverlässiger Partner, der Fußball aber ist sein Überdruckventil", schrieb die Neue Zürcher Zeitung am Freitag.
Wie auch weitere Medien forderte die Zeitung einen Ausschluss des "Wiederholungstäters". Liga-Boss Claudius Schäfer kündigte ein Verfahren an: "Physische Gewalt ist aufs Schärfste zu verurteilen. Physische Gewalt können wir nicht tolerieren."
Folgen hatte Constantins Ausraster für das Bewerbungskomitee der Stadt Sion für die Olympischen Winterspiele 2026. Am Freitag trat der Fußball-Funktionär als Vizepräsident zurück. Die Fringer-Watschn könnten Constantin teuer zu stehen kommen.
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