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Gosens und Atalanta überrumpeln Lazio nach 0:2-Rückstand

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Gosens - Atalanta-Lazio - Serie A 2019/2020 - Getty Images

Fotocredit: Getty Images

VonNiklas Oberbach
24/06/2020 Am 22:07 | Update 24/06/2020 Am 23:07

Lazio Rom hat im Meisterrennen federn lassen und nach einem 2:0-Vorsprung noch 2:3 (2:1) bei Atalanta Bergamo verloren. Marten de Roon mit einem Eigentor (5.) und Sergej Milinkovic-Savic (11.) brachten die Laziali in Front. Doch Robin Gosens (38.), Ruslan Malinovskyi (66.) und José Luis Palomino (80.) drehten die Partie. Lazios Serie von 21 ungeschlagenen Ligaspielen in Folge ist damit gestoppt.

So lief das Spiel:

Im Topspiel des 27. Spieltags erwischten die Gäste die bessere Anfangsphase. Nach eigenem Abstoß kombinierte sich Lazio im Eiltempo nach vorne und nach Hereingabe von Manuel Lazzari traf Marten de Roon ins eigene Tor (5. Minute). Nur kurz darauf legte Lazio nach: Ciro Immobile blieb zunächst im Dribbling hängen, Luis Alberto schaltete am schnellsten und brachte die Kugel zu Sergej Milinkovic-Savic, der aus dem Stand mit einem wuchtigen Schuss auf 2:0 stellte (11.).

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Der Ex-Dortmunder Immobile kam zu weiteren Chancen, aber schoss zweimal rechts am Tor vorbei (26./28.) und so blieb es beim 0:2. Die restliche Halbzeit gehörte den Gastgebern, die mit einem hohen Pressing agierten und sich eine Vielzahl an Chancen erspielten. Die Drangphase mündete kurz vor der Pause im Anschlusstreffer durch Robin Gosens, der nach einer Flanke von Hans Hateboer per Kopfball verkürzte (38.).

Von Lazio kam im zweiten Durchgang nicht mehr viel und Bergamo drückte auf den Ausgleich. Durch einen Absprachefehler von Torhüter Thomas Strakosha und Francesco Acerbi schenkte Lazio Bergamo einen Eckball und Atalanta nahm das Geschenk dankend an. Nach der Ecke kam Ruslan Malinovskyj im Rückraum an den Ball und stellte mit einem sehenswerten Schuss auf 2:2 (66.).

Kurz vor dem Ende der Partie war Bergamo wieder nach einem Eckball erfolgreich. Nach einer Ecke von Alejandro Gómez irrte Strakosha durch den Fünfmeterraum und ließ die Hereingabe passieren. José Luis Palomino sprang höher als Felipe Caicedo und köpfte zum 3:2 ein (80.).

Bergamo dreht nach einem 0:2-Rückstand die Partie und darf sich zum Re-Start über einen wichtigen Sieg im Rennen um die Champions-League-Plätze freuen. Lazio hingegen muss Juventus Turin vorerst davonziehen lassen und hat jetzt vier Punkte Rückstand.

Die Stimmen:

Alejandro Gómez (Atalanta Bergamo): "Lazio hatte lange nicht mehr gespielt, es war ihr erstes Spiel und wir haben gezeigt, dass unser Fußballstil Ergebnisse bringt. Es ist schwer, nach zwei Toren Rückstand zurückzukommen. Man muss 120 Prozent geben, aber wir haben es geschafft. Ich habe überall Krämpfe, aber ich opfere mich für das Team. Wir wissen, dass wir jetzt nicht aufgeben können, weil hinter uns starke Teams wie Roma, Napoli, Mailand und sogar Verona stehen. Wenn wir so weitermachen, dann können wir noch mehr erreichen."

Luca Percassi (Geschäftsführer Atalanta Bergamo): "Wir sind alle sehr zufrieden und das Team überrascht uns weiterhin. Es war ein schwieriger Start, aber wir sind zurückgekommen und haben gewonnen. Wir könnten nicht glücklicher sein. Es gibt keine großen Geheimnisse, wir arbeiten nur hart. Dies ist ein besonders glücklicher Moment für Atalanta, aber wir sind bescheiden und glauben nicht, dass wir besser sind als alle anderen. Wir freuen uns nur, die Stadt Bergamo vertreten zu können."

Das fiel auf: Fehlende Power

Lazio konnte die frühe Führung nicht über die Zeit bringen und lässt wichtige Punkte im Titelrennen liegen. Im ersten Durchgang wusste Lazio sich dem hohen Pressing von Bergamo zu entziehen und kam durch zahlreiche Läufe in die Tiefe von Immobile, Joaquín Correa und Co. zu einigen guten Chancen. Im zweiten Durchgang wurde die lange Spielpause und das fehlende Mannschaftstraining deutlich, als sich die Kräfte der Lazio-Spieler dem Ende zu neigten. Es gab kaum noch offensive Entlastung und so war der Rückstand sowie am Ende die Niederlage die logische Konsequenz.

Der Tweet zum Spiel:

"We never give up" war heute die Devise von Bergamo. Am Ende wurden die Mühen der Aufholjagd belohnt.

Die Statistik: 77

Atalanta erzielte heute die Tore 75, 76 und 77 in der laufenden Saison. Damit stellt das Team von Coach Gian Piero Gasperini nicht nur in Italien das mit Abstand torgefährlichste Team, auch in den europäischen Top-Ligen ist dies ein Spitzenwert. Lediglich der FC Bayern (96), Borussia Dortmund (84) und RB Leipzig (79) stehen derzeit bei mehr erzielten Toren. In der Serie A sind allerdings auch noch elf Spieltage zu spielen.

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