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Glücklicher Erfolg in Verona: Milik und Lozano lassen Napoli jubeln

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Arkadiusz Milik (rechts) erzielte das 1:0 für Napoli

Fotocredit: Imago

VonAndreas Mailhamer
23/06/2020 Am 20:53 | Update 24/06/2020 Am 00:46

Der SSC Neapel hat im Rennen um die Europa-League-Plätze in Italien einen glücklichen 2:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Hellas Verona gefeiert. Arkadiusz Milik traf per Kopf nach einer Ecke von Matteo Politano (38.). Hellas war über weitere Strecken der Partie die aktivere Mannschaft, verpasste es allerdings mehrfach sich zu belohnen. Stattdessen sorgte Hirving Lozano für die Entscheidung (90.).

So lief das Spiel:

Die Anfangsphase verlief ereignisarm und so brauchte es eine Standardsituation für die erste Torannäherung. Allan köpfte eine Ecke von der rechten Seite um ein Haar ins eigene Tor, zu seinem Glück traf er nur das Außennetz (12.).

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Nach etwas mehr als einer Viertelstunde kam auch Napoli zum ersten Abschluss. Elseid Hysaj schlug einen hohen Ball von der linken Seite an den Strafraum, Piotr Zieliński nahm diesen schön herunter und zog ab. Sein Flachschuss aus 17 Metern in die rechte Ecke wurde von Torhüter Marco Silvestri entschärft (18.).

Kurz darauf begann dann die Druckphase von Gastgeber Hellas. Eröffnet wurde diese von der größten Möglichkeit der ersten Halbzeit. Mattia Zaccagni flankte vom linken Strafraumeck nach innen, die Flanke war eigentlich zu flach, aber Diego Demme verlängerte unglücklich an den zweiten Pfosten. Dort zog Davide Faraoni ab, allerdings traf auch er den Ball nicht richtig und so wurde sein Schuss zur Vorlage. Valerio Verre hätte in der Mitte aus kurzer Distanz nur noch einnicken müssen, der Angreifer beförderte den Ball jedoch mit der Brust irgendwie über das Tor (22.).

Faraoni (28.) und Samuel Di Carmine (29.) vergaben weitere Möglichkeiten für Verona.

Dann schlug das bis dato fahrige Napoli nach einer Standardsituation zu. Matteo Politano brachte eine Ecke von links an den ersten Pfosten, dort war Arkadiusz Milik völlig frei und köpfte aus sieben Metern ins lange Eck ein (38.).

Dadurch, und weil David Ospina noch einen Distanzhammer von Miguel Veloso parierte (43.), ging es für die Gäste mit einer glücklichen Führung in die Kabine.

Mit Wiederanpfiff gab es direkt die große Chance für Neapel auf den zweiten Treffer. Faraoni wollte eine Flanke klären, stattdessen legte er den Ball am eigenen Fünfmeterraum mit der Brust quer. Dann stocherte er gegen Milik nach und so kam Allan rechts im Strafraum an den Ball. Der visierte das kurze Eck an, doch Silvestri war zur Stelle (46.).

Der Hellas-Schlussmann zeigte allgemein eine starke Partie und parierte auch den Weitschuss von Politano, der aus 23 Metern rechts unten eingeschlagen hätte (54.).

Seine Vorderleute hatten jedoch im zweiten Abschnitt mehr Probleme, sich in Szene zu setzen. Einmal gelang dies allerdings noch hervorragend, aber da hatte der VAR etwas einzuwenden.

Zaccagni ging links im Strafraum ins Dribbling und brach zur Grundlinie durch. Von dort flankte er an den zweiten Pfosten wo Faraoni aus kurzer Distanz einköpfte (61.). Doch Zaccagni sprang während seines Dribblings der Ball kurz an die Hand.

Nach diesem kurzen Schock verwaltete der SCC das Ergebnis routiniert und lies keine gute Hellas-Möglichkeit mehr zu. Die Entscheidung fiel dann in der Schlussminute erneut durch einen Eckstoß.

Faouzi Ghoulam zwirbelte den Ball von links auf den zweiten Pfosten, wo sich Amir Rrahmani verschätzte und Hirving Lozano aus kurzer Distanz zum 2:0 vollstreckte (90.).

Lozano hatte nach diesem Kopfballtreffer sogar noch die Chance auf ein zweites Tor, aber der Mexikaner vergab frei vor Silvestri (90.+2).

Die Stimmen:

Ivan Jurić (Trainer Hellas Verona): "Ich bin zufrieden mit den Jungs, sie haben sicherlich mehr verdient. Schade, dass Verre in der ersten Halbzeit gescheitert ist. Aber wir wissen auch, wer wir sind und woher wir kommen."

Gennaro Gattuso (Trainer SSC Neapel): "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Spielern. Wir haben gut gearbeitet, aber wir dürfen uns jetzt nicht entspannen. Wir müssen die Mentalität beibehalten und weiter Ergebnisse erzielen."

Das fiel auf: Hellas' Schwäche bei gegnerischen Ecken

Hellas Verona zeigte eine ansprechende Leistung, aber die Gastgeber nutzen vorne ihre Möglichkeiten nicht. Zudem stimmte hinten die Zuordnung bei gegnerischen Ecken nicht. Bei allen vier SSC-Eckstößen stand mindestens ein Neapolitaner völlig frei. Deshalb überrascht es nicht, dass Verona beide Tore nach Ecken schlucken musste.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 5

Der Sieg bei Hellas Verona war für Neu-Trainer Gennaro Gattuso der fünfte Erfolg im sechsten Auswärtsauftritt seit seiner Amtsübernahme. Solch eine erfolgreiche Auswärtsbilanz gelang bisher noch keinem Übungsleiter zu Beginn seiner Napoli-Zeit.

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