Beim Mailänder Derby, bei dem es im direkten Duell um die Tabellenspitze ging, startete Inter Mailand mit einem deutlichen Übergewicht ins Spiel. Der Tabellenführer war die abgeklärtere Mannschaft, leistete sich deutlich weniger Fehler und ging nach einer Flanke von Romelu Lukaku durch Lautaro Martínez (5.) früh in Führung.
Der AC Mailand hatte gegen die flinken Offensivspieler Inters große Probleme, gerade die Innenverteidiger Simon Kjaer und Alessio Romagnoli kamen mit der Geschwindigkeit der Gäste oft nicht zurecht.
So erspielte sich Inter die ein oder andere Chance, das Ergebnis noch höher zu stellen, doch Milan entschärfte einige gefährliche Situationen, kurz bevor es zu einem Abschluss des Tabellenführers kommen konnte.
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Selbst wurde der AC erst in der 15. Minute erstmals gefährlich. Nach einem Querschläger von Marcelo Brozovic kam Ibrahimovic aus kurzer Distanz mit der Hacke zum Abschluss, doch Samir Handanovic parierte den Ball ohne Probleme.
In einer schwächeren Phase beider Teams wäre Milan der Ausgleich fast aus dem Nichts gelungen. Nach einer unzureichenden Rettungsaktion von Allessandro Bastoni kam Theo Hernández (33.) im Strafraum zum Abschluss, der Versuch verpasste das Tor von Handanovic nur um Zentimeter.
Inter blieb jedoch insgesamt das bessere Team und hätte beinah in Person von Martínez (36.) erhöht. Nach einem Abschluss von Ivan Perisic kam der Argentinier aus kurzer Distanz zum Nachschuss, wurde jedoch von Kjaer entscheidend beim Abschluss gestört, sodass der Torjäger den Ball über das Tor hob.
In der Schlussphase der ersten 45 Minuten kam Milan besser ins Spiel - doch wieder hatte Inter die Chance, den Vorsprung zu erhöhen. Milan Skriniar verpasste das Tor nach einer Freistoßflanke von Christian Eriksen per Kopfball denkbar knapp.
Milan war zu Beginn der zweiten Halbzeit die klar tonangebende Mannschaft und hatte große Chancen, das Spiel auszugleichen. Doch zwei Kopfbälle von Ibrahimovic innerhalb von wenigen Sekunden (47.) hielt Handanovic mit jeweils exzellenten Reflexen. Nur eine Minute später entschärfte der Slowene außerdem einen Schuss von Sandro Tonali (48.).
Mitten in der Milan-Drangphase nutzte Inter die erste Chance der zweiten Halbzeit zur Vorentscheidung. Christian Eriksen spielte Perisic im Sechzehner frei, der fand den frei stehenden Martínez (57.) und der Argentinier schob das Leder problemlos an Gianluigi Donnarumma zum Doppelpack vorbei.
Milan wirkte geschockt und musste nur wenige Minuten später den endgültigen K.o. hinnehmen. Lukaku (66.) setzte sich mit einem 30-Meter-Sprint gegen zwei AC-Verteidiger durch und hämmerte das Leder aus 15 Metern an Donnarumma vorbei ins kurze Eck zum 3:0.
Der Treffer nahm Milan endgültig den Wind aus den Segeln - Inter hatte noch zwei Chancen nach Distanzschüssen von Eriksen (69.) und Barella (74.), doch die Mittelfeldspieler verpassten das Tor aus der Distanz jeweils um einen halben Meter.
Milan warf in der Schlussphase alles nach vorne und kämpfte um den Ehrentreffer, doch den besten Versuch von Ante Rebic (89.) kratzte der sehr gut aufgelegte Handanovic abermals aus dem Eck.
So baut Inter den Vorsprung an der Tabellenspitze vor Milan auf vier Punkte aus, Milan steht sechs Punkten Vorsprung auf den AS Rom auf dem zweiten Tabellenplatz.

Die Stimmen zum Spiel:

Antonio Conte (Trainer Inter Mailand): "Wir haben das Spiel von Anfang an gemacht und uns viele Chancen herausgespielt. Da muss ich meine Spieler für eine tolle Leistung beglückwünschen. Gerade Eriksen und Perisic haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Diesen wichtigen Sieg widmen wir unseren Fans, die heute leider nicht dabei sein konnten."
Stefano Pioli (Trainer AC Mailand): "Die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Wir sind gut in die zweiten 45 Minuten gekommen, doch Handanovic hat sehr gut gehalten. So stark war er lange nicht mehr."

Der Tweet des Spiels:

Das fiel auf: Inter besticht mit spielerischer Klasse

Gerade während des nervösen Auftakts des AC Milan stach besonders die Abgezocktheit und spielerische Klasse Inters hervor. Egal ob das Spiel über Lukaku, Martinez, Perisic oder Eriksen lief, Inter war gegen die langsamen Verteidiger des AC klar überlegen und hätte auch schnell höher führen können. Das bestätigte sich auch in der zweiten Halbzeit: Während Milan sein Glück überwiegend über hohe Bälle suchte, bestach Inter, gerade beim zweiten Tor, mit ihrer spielerischen Klasse.

Die Statistik: 57

Inter Mailand hat mit den drei Toren heute den Torkontostand auf 57 in dieser Spielzeit ausgebaut. So erfolgreich war Inter nach 23 Spielen seit 1951 nicht mehr.
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