Beide Mannschaften starteten mit viel Elan in die Partie und suchten direkt den Weg nach vorne. Richti gefährlich wurde allerdings nur Lazio. Die erste Möglichkeit gehörte Ciro Immobile, der Torjäger scheiterte mit einem Schlenzer an Roma-Keeper Pau Lopez (8.).
Kurz darauf machte es der amtierende Torschützenkönig besser. Roger Ibañez ließ sich links im eigenen Strafraum etwas zu viel Zeit und wurde von Manuel Lazzari unter Druck gesetzt. Der Brasilianer rutschte bei seinem Klärungsversuch weg und schoss noch dazu den herannahenden Lazzari an. Der Abpraller ging quer durch den Sechzehner und landet bei Immobile. Der Angreifer war hellwach und vollstreckte in die rechte obere Ecke zur frühen Führung (14.).
Ibañez ließ sich von diesem Fehler völlig verunsichern und wackelte auch in den folgenden Minuten gehörig, was sich kurz darauf ein weiteres Mal rächen sollte. Wieder war es Lazzari, der dem Roma-Verteidiger zusetzte. Der italienische Nationalspieler ging locker an Ibañez vorbei und der brachte ihn rechts im Strafraum zu Fall. Lazzari sprang jedoch sofort wieder auf und legte in den Rückraum auf Luis Alberto. Der Spanier traf von der Strafraumgrenze überlegt mit der Innenseite in die linke untere Ecke (23.).
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14/07/2021 AM 20:22
Die Roma zeigte sich von ´diesem Zwei-Tore-Rückstand sichtlich geschockt. Bis zur Halbzeitpause reicht es nur zu einer Direktabnahme von Henrikh Mkhitaryan, die das Tor jedoch klar verfehlte (37.). Allerdings kam von Lazio auch nicht mehr viel und so ging es mit einem 2:0 für die Hausherren in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel waren die Giallorossi sichtlich um den Anschlusstreffer bemüht, aber gefährlich wurden abermals nur die Laziali. Zunächst konnte der auffällige Lazzari mit geballter Kraft im letzten Moment gestoppt werden (49.), anschließend parierte Lopez gegen Immobile (57.) und Sergej Milinkovic-Savic (59.) zweimal stark.
Kurz darauf war aber auch der Roma-Schlussmann machtlos. Erneut hatte Luis Alberto rund 20 Meter zentral vor dem Tor viel zu viel Platz und legte den Ball mit der Innenseite gefühlvoll ins rechte untere Eck (67.).
AS-Coach Paulo Fonseca setzte im Anschluss noch einmal alles auf eine Karte und warf alles nach vorne - letztlich ohne Erfolg.
Mehr als eine Großchance unmittelbar vor dem Ende sollte nicht mehr herausspringen. Fünf Minuten vor dem Ende rutsche eine Flanke von der rechten Seite an den zweiten Pfosten zu Edin Dzeko durch, der jedoch aus kurzer Distanz am heranrauschenden Pepe Reina (85.). Somit blieb es beim 3:0 für Lazio.

Die Stimmen:

Luis Alberto (Lazio Rom): "Für uns war es sehr wichtig, heute zu gewinnen. In der Serie A haben wir uns bislang nicht gut geschlagen und eine schlechte Phase durchgemacht, aber in den letzten Wochen sind wir ganz anders aufgetreten. Wir haben uns verbessert und heute haben wir das mit einer guten Einstellung belegt."
Paulo Fonseca (Trainer AS Rom): "Das erste Tor ergibt sich aus einer Situation, in der Ibañez Hilfe benötigt, ebenso wie der zweite Gegentreffer. Ibañez wurde bei beiden Treffern schlichtweg nicht unterstützt."

Der Tweet zum Spiel:

Der AS Rom spielt in der laufenden Spielzeit durchaus ansehnlichen Fußball, hat jedoch Probleme gegen die Mannschaften im oberen Tabellendrittel.

Das fiel auf: Das Duell zwischen Ibanez und Lazzari

Roger Ibañez hatte nicht seinen besten Tag. Der Verteidiger hatte enorme Probleme, wenn sich Manuel Lazzari auf seiner Seite mit nach vorne einschaltete. Zuerst verschuldete der Brasilianer mit einer Unachtsamkeit das 0:1 (14.) und kurz darauf sah er vor dem zweiten Treffer ebenfalls ganz alt aus (23.). In der zweiten Halbzeit fing sich der 22-Jährige etwas, hatte aber auch in der einen oder anderen Szene Glück, als ihn Lazzari im Sechzehner zum weiderholten Male vernaschte und seine Mitspieler für ihn retteten (49.).

Die Statistik: 4

Der Treffer zum 1:0 war bereits Ciro Immobiles vierter Treffer im italienischen Hauptstadtderby. Es haben nur zwei Lazio-Spieler häufiger in der Serie A gegen den AS Roma getroffen, als der Torschützenkönig der vergangen Saison: Silvio Piola traf sechsmal und Tommaso Rocchi fünfmal gegen den Erzrivalen.
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