Liverpool gegen Chelsea, Klopp gegen Tuchel - und das ganze im legendären Wembley-Stadion. Viel mehr geht nicht. "Es ist ein absolut spezielles Spiel. Für einige von uns ist es das größte Spiel", sagte Liverpools Teammanager Klopp vor dem Finale um den FA Cup am Samstag (17.45 Uhr). Seine Augen leuchteten.
Ein Sieg, das betonte Klopp auf der Pressekonferenz am Freitag immer wieder, "würde die Welt für uns bedeuten". Für sein Team, aber auch für ihn persönlich. "Ich habe den FA Cup noch nie gewonnen. Wir freuen uns wahnsinnig auf diese Chance", sagte der 54-Jährige.
Aus seiner besonderen Liebe zum ältesten und berühmtesten aller nationalen Pokalwettbewerb der Welt machte Klopp auch am Freitag keinen Hehl - doch noch fehlt er in seiner imposanten Trophäensammlung.
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Klopp wurde mit Liverpool englischer Meister (2020) und er gewann die Champions League (2019), er wurde Klub-Weltmeister (2019) und holte zuletzt auch den League Cup (2022). Der FA Cup blieb ihm bislang verwehrt.

Tuchel und Chelsea wollen doppelte Revanche

Auch Tuchel, für den der Cupgewinn ebenfalls eine Premiere bedeuten würde, ist sich der enormen Bedeutung des Showdowns von London bewusst. "Es gibt nicht viele Spiele, die größer sind. Es ist der Moment, um etwas zu riskieren", sagte er voller Vorfreude. Aber: "Finals zu spielen oder sie zu gewinnen ist ein großer Unterschied."
An die Final-Niederlage vom letzten Jahr (0:1 gegen Leicester City) verschwenden die Blues um die deutschen Nationalspieler Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Timo Werner keinen Gedanken.
Schon eher kommen ihnen die noch frischen Erinnerungen an das jüngste Endspiel gegen Liverpool im League Cup hoch. 21 Strafstöße wurden in dem geradezu epischen Elfmeterschießen am 27. Februar eiskalt verwandelt, ehe Chelsea-Keeper Kepa den Ball über die Querlatte drosch. Klopp durfte mit seinem Team den ersten Titel der Saison feiern, während Tuchel und Co. leer ausgingen.

Pokalfinale: Nächster Schritt zu Liverpools Quadruple

Klopp und sein Team erinnern sich gerne zurück an das ausverkaufte Wembley und die famose Stimmung. Auch wenn er Quervergleiche mit der Partie im Februar für unangebracht hält ("am Ende war das Glück im Elfmeterschießen auf unserer Seite"), wolle man die glückseligen Momente im Londoner Fußball-Tempel "wieder erleben".
Dass bei seinem ersten englischen Pokalfinale auch die minimale Restchance auf das Quadruple auf dem Spiel steht, ist Klopp dagegen herzlich egal. "Wir sehen es nicht als eine Serie von Titeln", sagte er, "wir freuen uns einfach riesig auf diese Chance".
Im ersten Cup-Endspiel seit 2012 (damals 1:2 gegen Chelsea) will Klopp den Pokal unbedingt zurück nach Anfield holen. Der letzte von insgesamt sieben Liverpooler Titelgewinnen liegt immerhin schon 16 Jahre zurück.
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