Getty Images

U21 gegen Favorit Spanien gefordert: Vier Spieler kennen die Lösung

U21 gegen Favorit Spanien gefordert: Vier Spieler kennen die Lösung
Von Eurosport

29/06/2019 um 20:56Aktualisiert 30/06/2019 um 12:23

Die deutsche U21 will den großen Coup von vor zwei Jahren wiederholen und den Titel im Traumfinale gegen Spanien holen. Vier Spieler waren bereits vor zwei Jahren dabei und wissen, wie man den Gegner im Endspiel knackt. Bundestrainer Stefan Kuntz stapelte vor dem Showdown bewusst tief: "Ich sehe Spanien ein bisschen mehr in der Favoritenrolle." Joachim Löw wird auf der Tribüne sitzen.

Stefan Kuntz versammelte seine Mannschaft vor dem großen EM-Finale noch einmal am Hotelpool und schwor sie auf das letzte Ziel des langen Weges ein. "Jetzt haben wir so viel gelernt aus dem Turnier. Und was liegt nur noch auf der Angebotsplatte?", fragte der DFB-Trainer, während um ihn herum die Spieler der deutschen U21 schwiegen und lauschten.

"Da liegt nur noch eines drauf", sagte Kuntz: "Wie gewinnt man Titel?"

Vier Spieler beim Titelgewinn 2017 dabei

Diese Frage muss das Team am Sonntag im Finale gegen Spanien beantworten. Vier Spieler kennen die Lösung bereits: Mahmoud Dahoud, Nadiem Amiri, Levin Öztunali und Waldemar Anton vor zwei Jahren schon dabei, als das DFB-Team die Iberer im Endspiel mit 1:0 bezwang. "Ich hoffe, dass sich die Geschichte wiederholt", sagt Amiri.

Kuntz stapelte am Vorabend der Begegnung allerdings tief. "Ich sehe Spanien ein bisschen mehr in der Favoritenrolle", sagte der 56-Jährige vor dem Abschlusstraining. Die spanische Mannschaft sei "sehr spielstark", habe "sehr gute Einzelspieler" und eine gute Passqualität und Technik".

Am Ende gelte aber der alte Spruch seines Vorgängers Horst Hrubesch: "Wenn wir schon mal hier sind, macht Verlieren keinen Sinn."

Löw scoutet für die A-Elf

Unterstützt wird das Team von einer prominenten Delegation: Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff sitzen auf der Tribüne, ebenso die DFB-Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch. Vor allem Löw wird genau hinschauen, wer sich für künftige Einsätze in der A-Nationalmannschaft empfiehlt. Viele Spieler, das zeigt die Erfahrung, werden jedoch zum letzten Mal das DFB-Trikot tragen.

Jonathan Tah hat den Sprung zu Löw bereits geschafft: Der Abwehrchef von Bayer Leverkusen führt das Team in Udine als Kapitän auf das Feld - und hat noch eine Rechnung offen. "Ich habe das Finale beim letzten Mal verpasst. Daher freue ich mich umso mehr, dass ich das jetzt miterleben darf", sagt Tah. Vor zwei Jahren hatte er sich wenige Tage vor Turnierbeginn verletzt und fiel lange aus. Nun würde er den Pokal in Empfang nehmen.

Spanien leichter Favorit

Bei den Buchmachern sind die Spanier leichter Favorit, doch das war 2017 ähnlich. Damals gelang dem DFB-Team eine taktische Meisterleistung, auch diesmal tüfteln Kuntz und sein Team wieder an der richtigen Taktik. Der im Halnfinale gesperrte Linksverteidiger Benjamin Henrichs kehrt zurück, offen ist Die Besetzung des Linksaußen. Amiri und Marco Richter zeigten bislang eine starke EM.

"Ob ich den Platz verloren habe, weiß ich nicht. Im Finale sind die Karten wieder neu gemischt", sagt Richter. Im Notfall werde er die Mannschaft von der Bank anfeuern: "Dass wir als so tolles Team im Finale stehen, ist überragend. Jetzt wollen wir auch den Titel holen. Wir werden alles volle Kanone raushauen."

Video - "Haben Charakter gezeigt": U21-Stars feiern Finaleinzug

01:39
0
0