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Furiose U21: Wer den Sprung zu Löw schafft - und wer nicht

Furiose U21: Wer den Sprung zu Löw schafft - und wer nicht

28/06/2019 um 09:03Aktualisiert 30/06/2019 um 21:20

Die deutsche U21-Nationalmannschaft trifft im Finale der EM in Italien und San Marino auf Spanien (am Sonntag ab 20:45 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). Längst haben sich kommende Stars ins Blickfeld gespielt, Akteure wie Jonathan Tah verfügen bereits über Erfahrung im DFB-Team. Eurosport.de ordnet ein: Welche U21-Spieler den Sprung zu Joachim Löw schaffen - und welche eher nicht.

Thilo Kehrer eröffnet das Spiel aus der Defensive, er findet Kai Havertz, der sich dank einer geschmeidigen Drehung aus der Umklammerung befreit, einen Doppelpass mit Julian Brandt fabriziert und Leroy Sané schickt. Ein Antritt, ein Haken, ein Pass, im Strafraum verwertet Timo Werner - Tor für Deutschland bei der U21-EM 2019!

Und damit zurück zur Realität.

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So nämlich hätte es laufen können - Kehrer, Havertz, Brandt, Sané, Werner wären allesamt spielberechtigt fürs Turnier in Italien und San Marino. Auswahltrainer Stefan Kuntz verzichtete zugunsten der A-Elf, sodass andere in den Fokus rückten, auch dann, wenn Deutschland im Finale auf Spanien trifft, um wie 2009 und 2017 den Titel zu gewinnen.

Der DFB schaut auf seine Stars von morgen. Wir ordnen ein, wer welche Aussichten hat, es (zeitnah) in die Nationalmannschaft zu schaffen - und wer eher nicht.

U21: Löws engster Kreis

Jonathan Tah, Kapitän der U21, ist der prädestinierteste Kandidat für Joachim Löw, mit Matthias Ginter und Antonio Rüdiger wird er um den Platz neben Niklas Süle rangeln. Tah hat sechs Länderspiele, die meisten der deutschen U21-Akteure.

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Lukas Klostermann steht in dieser Disziplin bei zwei Einsätzen, Maximilian Eggestein wurde im Frühjahr erstmals von Löw nominiert und wartet auf sein Debüt. Es wird kommen.

Bei Alexander Nübel erkennt Manuel Neuer "schon Parallelen" zur eigenen Laufbahn, vor zehn Jahren gehörte Neuer zu den U21-Europameistern, der Rest: bekannt. Nübels Anlagen befähigen ihn für Größeres, ähnlich wie bei Mahmoud Dahoud, dem ältesten U21-EM-Fahrer (23), der überraschenderweise noch ohne A-Länderspiel ist.

U21: Spieler mit Perspektive

Benjamin Henrichs wurde Confed-Cup-Sieger 2017, spielte danach aber nie wieder fürs oberste DFB-Team. Nach einer komplizierten Saison bei der AS Monaco zählt's jetzt.

Marco Richter und Luca Waldschmidt sind Deutschland Shootingstars bei der U21-EM, in der Bundesliga braucht es Bestätigung und Entwicklung, sonst droht die Gefahr eines One-Hit-Wonders. Wahrscheinlichkeit: gering.

Nadiem Amiri , Johannes Eggestein, Arne Meier haben das Potential für den Sprung. Von Florian Neuhaus halten die meisten ganz besonders viel, Markus Schubert wird Dresden verlassen und nach der EM neuer U21-Stammkeeper.

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Die verrückteste Hintergrund-Story hat zweifellos Lukas Nmecha, der im Finale der U19-EM vor zwei Jahren das Siegtor schoss - für England. Anschließend überzeugte ihn Kuntz vom DFB, sein Weg führt vermutlich in die Bundesliga; zuletzt war Nmecha von ManCity an Preston North End ausgeliehen.

U21: Für diese Spieler wird's schwer

Stolze 28 Partien bestritt Levin Öztunali im Trikot der U21, der Rekord liegt bei 31, gehalten von ... Fabian Ernst. Logisch. Für Öztunali und einige andere wird's schwer bis sehr schwer, sich für höchste Weihen zu empfehlen.

Als da wären: Suat Serdar (der sich weiterhin für die Türkei entscheiden kann), Timo Baumgartl, Felix Uduokhai, Maximilian Mittelstädt, Waldemar Anton, Robin Koch, Eduard Löwen, Florian Müller.

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