So lief das Spiel:

UEFA Nations League
Wieder sechs Tore: Frankreich gewinnt Neuauflage des WM-Finals
08/09/2020 AM 21:11

Die englische Mannschaft übernahm erwartungsgemäß vom Anpfiff weg die Kontrolle über das Spiel und brauchte gegen Außenseiter Island keine lange Anlaufzeit.

Eine halbhohe Flanke von Raheem Sterling erreichte am langen Pfosten Angreifer Harry Kane, der den Ball aus kurzer Distanz zur vermeintlichen Führung über die Linie drückte. Allerdings wurde der Treffer fälschlicherweise wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt, aufgrund des nicht vorhandenen VAR in der Nations League blieb es beim 0:0 (7.).

England zeigte sich in der Anfangsphase spielfreudig und kam durch Kyle Walker (10.) sowie Declan Rice (17.) zu weiteren guten Möglichkeiten. Island zog sich in der Folge immer weiter zurück und verteidigte ab der 25. Minute mit elf Mann in der eigenen Hälfte. Englands Spiel erlitt folglich einen spielerischen Bruch, sodass ein harmloser Schlenzer von Sterling Englands gefährlichste Aktion bis zur Pause blieb (29.).

Island versprühte lediglich ein Mal durch einen Freistoß von Arnór Traustason Gefahr, aber der Versuch des Mittelfeldspielers verfehlte das Tor um einen Meter (34.).

Die Three Lions kamen mit deutlich mehr Schwung aus der Pause, fanden gegen tief stehende Isländer aber kaum spielerische Lösungen. Declan Rice verzog aus 23 Metern (53.), Islands Kári Árnason verlängerte wenig später einen Sterling Freistoß knapp neben das eigene Tor (63.).

Nach der Gelb-Roten Karte gegen Kyle Walker (70.) schien die Partie trostlos zu Ende zu plätschern, ehe sie in den Schlussminuten furios an Fahrt aufnahm. Zunächst brachte Sterling die Gäste nach einem Handspiel von Sverrir Ingason, der zudem Gelb-Rot sah, per Elfmeter in Führung (90.+1).

Doch nur eine Minute später stellte sich Joe Gomez im Strafraum bei einem Zweikampf mit Albert Gudmundsson ungeschickt an und schenkte Island die große Ausgleichschance per Strafstoß. Doch Birkir Bjarnason versagten die Nerven und sein Versuch vom Punkt strich knapp über die Latte (90.+3).

Die Stimmen:

Raheem Sterling (England): "Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir haben es gemeistert. Am Ende hatten wir bei den Elfmetern etwas Glück. Wir haben eine große Zukunft vor uns und müssen weiter als Team zusammenwachsen."

Der Tweet zum Spiel: Debüt für Greenwood und Foden

Das fiel auf: England verzweifelt lange an Islands Abwehrmauer

Einfach kein Durchkommen: Die Three Lions bissen sich gegen Islands Abwehrbollwerk über 90 Minuten die Zähne aus. Die Hausherren verschanzten sich zuweilen mit elf Mann rund um den Strafraum – Islands vorderster Spieler verteidigte in den englischen Druckphasen teilweise 30 Meter vor dem eigenen Tor.

So boten sich Englands schnellen Außenspielern um Sterling und Sancho kaum Räume hinter der Kette und das Angriffsspiel der Elf von Trainer Gareth Southgate kam immer wieder zum Erliegen.

Die Statistik: 17

Raheem Sterling war in seinen letzten zwölf Spielen für England an 17 Toren direkt beteiligt (elf Tore, sechs Assists).

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