So lief das Spiel:

La Liga
Real plant Transfer-Offensive: Haaland angeblich auf der Wunschliste
07/09/2020 AM 21:56

Mit einem nüchternen 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina im Gepäck traten die Italiener am Montagabend in Amsterdam gegen die Niederlande an. Die Gastgeber hatten beim 1:0 über Polen nicht gerade geglänzt, unterstrichen als Gruppenerster und Heimmannschaft aber ihren Favoritenanspruch.

Oranje begann druckvoll und mit viel Ballbesitz, die Italiener aber verschanzten sich nicht. Im Stil von Coach Roberto Mancini setzte die Squadra Azzurra auf spielerische Mittel und war vor allem nach schnellem Umschalten gefährlich.

Nach einer guten Viertelstunde schienen die Gäste das Geschehen an sich reißen zu können. Die Niederlande kamen nicht mehr gut durchs Mittelfeld, Italien arbeitete stark gegen den Ball. Und daraus entstanden Chancen: Erst verzog Nicolò Zaniolo spektakulär per Seitfallzieher (18.), kurz darauf schnibbelte Ciro Immobile knapp daneben – der viermalige Weltmeister war jetzt klar am Drücker.

Mit einem starken Schuss nach tollem Solo von Georginio Wijnaldum kamen bald auch die Gastgeber zu ihrer ersten klaren Chance (33.). Doch auch in der Schlussphase der ersten Hälfte blieb Italien dominant, ohne sich allerdings die ganz klaren Chancen herauszuspielen.

Kurz vor der Pause musste dann Zaniolo mit einer Blessur am Knie vom Platz (42.), für ihn kam Moise Kean aufs Feld. Nach einer wiederholt phantastischen Kombination über die linke Seite legte Ciro Immobile in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für Nicolò Barella auf, der per Kopf zum 1:0 verwandelte (45.+1), Italien nahm eine hochverdiente Führung mit in die Kabine.

Nach der Pause machten die Italiener genau da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten: Giftige Verteidigung, schnelles Umschalten – weiterhin kein übermäßiger Ballbesitz, doch starke Kombinationen und technischer Anspruch. So haben die Fans ein italienisches Team lange nicht mehr spielen sehen! Eine knappe halbe Stunde vor Schluss allerdings zahlten die Gäste den Preis für ihr extrem laufintensives Spiel: Italien war merklich ausgepowert, die Pässe kamen nicht mehr so genau und auch das Gegenpressing litt. Die Niederländer kamen so zu mehr Ballbesitz und in Schusspositionen, allerdings fehlte meist der entscheidende Pass.

Mit der Einwechslung von Luuk de Jong (81.) drängte Holland nochmal auf den Ausgleich, die Italiener aber ließen sich kaum verunsichern. Denn das Verteidigen hatten die Azzurri nicht verlernt – und entführten so schließlich drei Punkte aus Amsterdam. In der fünften Minute der Nachspielzeit sah Memphis Depay seine zweite Gelbe und fehlt damit am nächsten Spieltag.

Italien hat nun 13 der letzten 15 Länderspiele gewonnen und setzt sich damit auch an die Spitze der Gruppe 1.

Der Tweet zum Spiel:

Unter Ex-Trainer Ronald Koeman, der kürzlich den FC Barcelona übernommen hatte, war Memphis Depay mit 11 Toren in 18 Spielen spitze – im Team von Nachfolger Dwight Lodeweges blieb der Offensivstar am Montag unauffällig.

Das fiel auf: Rotation hier, Stabilität da

Während Oranje-Coach Dwight Lodeweges im Vergleich zum ersten Spieltag nur Donny van de Beek für Steven Bergwijn brachte, stellte der italienische Trainer Roberto Mancini gleich auf sieben Positionen um. Nur Gianluigi Donnarumma, Leonardo Bonucci, Nicolo Barella und Lorenzo Insigne durften nach dem 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina in der Mannschaft bleiben.

Die Statistik zum Spiel: 459

Nach fast anderthalb Jahren, genau 459 Tagen, machte Giorgio Chiellini am Montagabend sein erstes Spiel nach einer schweren Kreuzbandverletzung.

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