Das 0:6 gegen Spanien beschäftigt Fußballdeutschland. Mit Blick auf die EM 2021 und die WM 2022 in Katar wächst die Sorge, dass die Nationalmannschaft wie schon 2018 in Russland früh scheitern könnte. Auch die Rufe nach einem Wechsel auf der Position des Bundestrainers werden lauter.

Wie die "SportBild" berichtet, soll man sich beim DFB bereits Gedanken über einen möglichen Nachfolger machen. Dabei fiel der Name von Hansi Flick.

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Drei Dinge, die auffielen: Ein Häufchen Elend
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Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann, unter dem Löw als Co-Trainer bei der WM 2006 Platz drei erreichte, sprach sich aber gegen eine vorschnelle Reaktion aus. Gegenüber "ESPN" sagte der 56-Jährige: "Wir brauchen keinen neuen Trainer." Klinsmann warnte davor, dass ein Trainerwechsel nur zusätzliche Unruhe bringen würde. "Dann verfällt man komplett in Panik", erklärte er und ergänzte: "Welche Botschaft würde man damit geben?"

Klinsmann sieht "eine Menge Probleme"

Für den ehemaligen Trainer des FC Bayern, der vergangenes Jahr bei Hertha BSC ein unrühmliches Intermezzo feierte, sei ein Trainerwechsel so kurzfristig vor einem großen Turnier nicht sinnvoll: "Dann muss man innerhalb eines halben Jahres eine neue Hierarchie in der Mannschaft etablieren. Das ist sehr schwer."

Allerdings mahnte Klinsmann auch: "Es gibt eine Menge Probleme, die adressiert werden müssen. Das erfordert viel Kommunikation. Und es ist nicht viel Zeit übrig."

Tatsächlich bleiben dem DFB-Team im eng getakteten Terminkalender nicht mehr viele Spiele, um die Struktur wiederzufinden, ehe im Sommer die für Löws Zukunft entscheidende EM ansteht.

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