Matthäus schrieb in seiner "Sky"-Kolumne: "So eine direkte und persönliche Kritik am Fehler eines Mitspielers habe ich beim DFB in den letzten Jahren nicht erlebt. Gündogan hat Brandt vor laufender Kamera an den Pranger gestellt." Der Rekordnationalspieler meinte zwar: "Er hat natürlich Recht, dass der Fehler entscheidend war. Aber es ist am Ende doch ein Teamsport."

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Gündogan hatte Brandt nach dem Unentschieden gegen die Schweiz für seinen Fehlpass kritisiert und sagte nach der Partie im Interview mit dem "ZDF": "Wir sind in einer guten Ausgangsposition, führen 1:0. Dann leisten wir uns einen Fehlpass, laufen in einen Konter und dann steht es 1:1. Insgesamt ist das sehr ärgerlich, das geht mir auch ein bisschen auf den Sack. Das ist kein Prozess, das ist ganz einfaches Fußballspiel. Wenn du den Ball vorne hast, dann musst du ihn auch behaupten."

Matthäus: Mitspieler so anzugehen ist ein No-Go

Matthäus merkte an, dass zu seiner Zeit die Worte Gündogans in der Kabine ein Nachspiel gehabt hätten. Der 59-Jährige würde zwar generell mündige Spieler begrüßen, "aber dann sollen sie sich nicht nur das schwächste Glied vorknöpfen. Einen Mitspieler direkt nach Schlusspfiff so anzugehen war normalerweise immer ein No-Go", so der Rekordnationalspieler.

Gündogan äußerte sich mittlerweile zu seinem TV-Wutausbruch und erklärte gegenüber "Bild", wieso er sich nach der Partie im Interview so aufgeregt hat. So sei er vor allem über die zweite Halbzeit so verärgert gewesen, dass er im Interview etwas Dampf ablassen musste.

Matthäus ist auch von den bisherigen Auftritten der Nationalmannschaft in der Nations League alles andere als überzeugt. Als Erklärung für die bislang schwachen Leistungen wurde von Bundestrainer Joachim Löw unter anderem die körperliche Verfassung, die aktuell nicht optimalen Bedingungen und Ähnliches angeführt. Diese Aussagen empfindet Matthäus als "Ausreden und Floskeln" und begründete seine Meinung: "Den anderen Nationalmannschaften geht es schließlich ähnlich."

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