So lief das Spiel:

UEFA Nations League
Elfmeter-Wahnsinn in der Nachspielzeit: England ringt Island nieder
05/09/2020 AM 18:11

Didier Deschamps Mannschaft war im Spiel in Liga A, Gruppe 3 gegen Schweden klarer Favorit. Die Franzosen agierten in einem offensiven System mit hohem Pressingdruck auf die Skandinavier.

Die Schweden zeigten sich allerdings unbeeindruckt, hielten physisch dagegen, verteidigten sehr kompakt und suchten immer wieder das schnelle Umschaltspiel nach vorne. So entwickelte sich eine sehr kampfbetonte Partie - spielerische Highlights waren die Ausnahme.

Die erste Großchance des Spiels gehörte den Schweden. In der 38. Minute setzte sich Marcus Berg im Zweikampf gegen Raphaël Varane durch, zog in den Strafraum ein und scheiterte im direkten Duell aus elf Metern an Hugo Lloris.

Vier Minuten später gingen die Franzosen nach einem Geniestreich von Kylian Mbappé in Führung. Der PSG-Akteur zog von der linken Seite in den Strafraum ein, ließ Mikael Lustig mit einem Tunnel stehen und zog den Ball aus sehr spitzem Winkel ins lange Eck (42.).

Kurz vor der Pause hatten die Schweden die Chance auf den Ausgleichstreffer, doch der Mainzer Robin Quaison köpfte den Ball nach einer Flanke von der linken Seite freistehend aus zwölf Metern rechts am Tor vorbei (45.+1).

Auch im zweiten Durchgang war es eine Partie auf Augenhöhe, Schweden intensivierte das eigene Offensivspiel, Frankreich stellte sich tiefer und lauerte auf Konterchancen - die sich auch boten. Doch vor dem Tor fehlte der Deschamps-Elf die Durchschlagskraft.

Schweden zeigte insgesamt eine gute Leistung, entwickelte jedoch zu wenig Offensivdruck.

In der Schlussminute hatte der eingewechselte Anthony Martial die Chance per Konter auf 2:0 zu stellen, wurde im Strafraum jedoch von Victor Lindelöf gelegt - es gab Elfmeter.

Antoine Griezmann trat vom Punkt an, doch scheiterte deutlich und schoss den Ball weit über den Kasten. Letztlich genügte so ein Traumtor von Mbappé für die Franzosen, um den ersten Sieg im ersten Spiel der Gruppe einzufahren.

Die Stimmen:

Dayot Upamecano (Frankreich): "Ich fühle mich gut, denn ich wurde sehr gut aufgenommen."

Hugo Lloris (Frankreich): "Wir haben unseren Job gemacht und unsere Arbeit erledigt."

Das fiel auf: Avenir français

Die französische Fußballzukunft glänzt. Die jüngste Vergangenheit war extrem erfolgreich - der Gewinn der Weltmeisterschaft 2018. Auch aktuell präsentieren sich die Franzosen in guter Form und werden auch in den kommenden Jahren den internationalen Top-Fußball prägen.

Das französische Team ist gespickt mit Stars aus den Top-5-Ligen Europas und sich ihrer Qualitäten bewusst. Deschamps kann auf erfahrene Spieler auf höchstem Niveau - unter anderem Griezmann, N'Golo Kanté, Varane - und Akteure mit hoher Qualität und jungem Alter - zum Beispiel Mbappé, Eduardo Camavinga, Dayot Upamecano - zurückgreifen. Die Mischung stimmt, das Qualitätsgefüge ebenfalls.

Der Tweet zum Spiel:

Leipzigs Upamecano feierte gegen Schweden sein Debüt für die französische Nationalmannschaft.

Die Statistik: 7

Mbappé ist in Topform. Gegen Schweden gelang ihm ein Traumtor zum wichtigen 1:0 - es war die siebte Torbeteiligung in den letzten sieben Spielen mit der französischen Nationalmannschaft für den 21-jährigen Franzosen. Er erzielte vier Treffer selbst und legte drei weitere Tore vor.

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