"Ich schätzte immer seine fußballerischen Qualitäten. Er war ein angenehmer Mitspieler, war immer fair und hat sich super eingebracht. Jemand, auf den man sich hundert Prozent verlasen konnte. Dass er mir die Binde beim DFB weggenommen hat, war nicht so schön", sagte der ehemalige Capitano im Doppelpass bei Sport1.
Bei der WM 2010 in Südafrika hatte Ballack verletzungsbedingt gefehlt. Lahm nutzte damals die Situation, um selbst dauerhafte Ambitionen auf die Spielführerbinde im Nationalteam anzumelden. Ballack hadert auch Jahre später noch mit der Vorgehensweise von Lahm, der am Samstag gegen den SC Freiburg sein letztes Spiel als Aktiver bestritt.
"Das kam für mich auch überraschend. Da habe ich den anderen Philipp Lahm kennengelernt, den energischen, den zielstrebigen, der auch andere Facetten hat. Sowas kann man ja nicht alleine machen, da müssen auch zwei, drei andere Leute mitspielen. Die Art und Weise war sicherlich nicht in Ordnung, da stehe ich auch heute noch dazu", betonte der langjährige England-Legionär des FC Chelsea. Bundestrainer Joachim Löw hatte damals Lahm den Rücken gestärkt und schließlich zum dauerhaften DFB-Kapitän gemacht.
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Ballack weiter: "Als Kapitän ist man auch Kapitän, wenn man verletzt ist. Und danach kommt man wieder. Aber dass jemand, der die Binde temporär übernimmt, diese dann auch einfordert, kannte ich vorher so nicht. Das war schon ein Frontalangriff, als solcher hat er sich auch dargestellt."
Er habe nie wieder den Sprung zurück in die Nationalmannschaft geschafft. Ballack: "Das war schon bitter, die Art und Weise, wie sich das danach entwickelt hat. Weil ich keine Chance mehr hatte, dagegenzuarbeiten." Der gebürtige Görlitzer bestritt 98 Länderspiele für Deutschland und führte Deutschland bei der Heim-WM 2006 als Kapitän an. Ballacks Karriere endete 2012.
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