Nach Meinung von Igor Lebedew, dem Sohn von Parteichef Wladimir Schirinowski, würden solch organisierte Schlägereien dafür sorgen, die "Fan-Aggressionen in eine friedliche Richtung zu lenken."

Lebedew, der diese Kämpfe nach dem russischen Wort für Kampf - "draka" - nennt, möchte unbewaffnete gewaltbereite Hooligan-Gruppen von je 20 Mann in einer Arena gegeneinander antreten lassen. "Russland wäre der Pionier eines neuen Sports", schrieb Lebedew. Außerdem könnten solche Kämpfe tausende Schaulustige anlocken.

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"Englische Fans, zum Beispiel, kommen an und fangen an, Herausforderungen zum Kampf zu suchen. Und sie bekommen die Antwort: Herausforderung angenommen. Ein Treffen in einem Stadion zu einer vereinbarten Zeit," so Lebedew.

Igor Lebedew ist Vorstandsmitglied des russischen Fußball-Verbandes

Fotocredit: Imago

Im Vorfeld der WM 2018 in Russland beraten Experten derzeit über die Sicherheit bei diesem Großereignis und wie Ausschreitungen, wie bei der EM 2016 verhindert werden können. Damals hatten organisierte russischen Hooligan-Banden die Innenstadt von Marseille verwüstet und sich Straßenschlachten mit englischen Fans geliefert.

Bei den Krawallen rund um die EM-Partie Russland gegen England (1:1) waren nach Angaben des Staatsanwalts von Marseille, Brice Robin, etwa 150 russische Hooligans beteiligt, wovon keiner festgenommen werden konnte.

Lebedew äußerte sich damals begeistert über die gewalttätigen russischen Fans in Marseille und schrieb: "Ich kann nichts Schlimmes an kämpfenden Fans finden. Im Gegenteil, gut gemacht Jungs. Weiter so!"

Es ist also nicht das erste Mal, dass der russische Parlaments-Vizepräsident und Vorstandsmitglied des russischen Fußball-Verbandes mit gewaltverherrlichenden Aussagen auf sich aufmerksam machte.

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