Den Arbeitern, denen keine Wohnung zur Verfügung gestellt wird, steht außerdem ein Mietzuschuss von 115 Euro (500 Katar Riyal) zu. Die Mindestlohneinführung in Katar kommt über 400.000 Arbeitskräften und deren Familien zugute. Das Gesetz gilt für Arbeitnehmer sämtlicher Nationalitäten und in allen Wirtschaftsbereichen, inklusive Hausbedienstete, hieß es in einer Verlautbarung.
"Die Einführung des Mindestlohns ist ein wichtiger Meilenstein in der Vorbereitung der FIFA-Weltmeisterschaft 2022. Der Staat Katar sendet damit das klare Signal, dass die Ausbeutung ausländischer Arbeiter in unserem Land nicht akzeptiert wird", sagte der Botschafter des Staates Katar in Deutschland, Abdullah bin Mohammed bin Saud Al-Thani.
Der Golfstaat war aufgrund der Ausbeutung der Gastarbeiter und der generellen Menschenrechtsverletzungen an den Stadionbaustellen zuletzt immer stärker in die Kritik geraten, unter anderem setzten die Nationalmannschaften von Deutschland und Norwegen mit T-Shirt-Botschaften ein klares Zeichen des Protests. Der englische Guardian hatte kürzlich berichtet, dass seit der WM-Vergabe an das Emirat 2010 mehrere Tausend Menschen auf Stadion-Baustellen gestorben sind.
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Nun führt Katar zumindest als erstes Land im Nahen Osten einen Mindestlohn für die ausländischen Arbeiter ein, allerdings wird den katarischen Arbeitgebern zur Einführung eine sechsmonatige Übergangsphase gewährt. Die Einhaltung des Gesetzes soll dann ab September von einem noch zu bildenden Komitee durch Betriebsbesuche überwacht werden.
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