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WM-Qualifikation

Letzte Schritte Richtung Russland: Löw ist "angespitzt"

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Joachim Löw mit seinem Kader für die WM-Quali

Fotocredit: Getty Images

VonSID
30/08/2017 Am 16:33 | Update 30/08/2017 Am 16:36

Schon am Montag in Stuttgart kann die deutsche Nationalmannschaft das Ticket zur WM 2018 lösen. Doch für die Weltmeister soll der letzte Schritt nach Russland nur der erste zur historischen Titelverteidigung sein. Löw hat "35 bis 40 Spieler" für seinen 23-Mann-Kader im Blick. Der Konkurrenzkampf ist enorm, die Baustellen momentan nur teilweise überschaubar.

Oliver Bierhoff blickte versonnen auf das Imagefilmchen zum traumhaften deutschen Fußballsommer, das im achten Stock des Stuttgarter Mercedes-Benz Museums neben ihm über den Bildschirm flimmerte.

Er sei "mächtig stolz" auf die Triumphe bei Confed Cup und U21-EM, sagte der Manager der Nationalmannschaft, "aber das muss abgehakt sein". Jetzt, sollte das heißen, zählen nur noch die WM und das Ticket nach Russland.

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WM kein Selbstläufer

Die Mannschaft von Joachim Löw habe dabei zwar gute Aussichten, sagte Bierhoff, "aber wer glaubt, dass es ein Selbstläufer wird, der hat sich geirrt". Er "warne" vor Zufriedenheit, ergänzte Bierhoff, auf dem Weg zur historischen Titelverteidigung 2018 "kommen noch andere Gegner, und der Druck ist ein anderer", betonte er.

Sein Blick aus dem Fenster ging dabei auch in die Zukunft: Zur Mercedes-Benz Arena, wo der Weltmeister am Montag im Qualifikationsspiel gegen Norwegen seine Russland-Fahrkarte lösen kann.

Der "Startschuss" (Bierhoff) in die WM-Saison fällt aber in Prag am Freitag (ab 20:45 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) gegen Tschechien. 17 Confed-Cup-Sieger sollen dann helfen, dass der Auftakt gelingt und die Weste auch im siebten Spiel weiß bleibt - doch Bierhoff setzt vor allem auf die Etablierten im 23er-Kader. Er habe sich "sehr gefreut, Thomas Müller, Mats Hummels, Toni Kroos und Sami Khedira mal wieder gesehen zu haben, sie sind das Fundament der Mannschaft zusammen mit Manuel Neuer und Jerome Boateng", sagte er.

Konkurrenzkampf um jedes Kader-Ticket

Dieses Sextett darf sich laut Bierhoff unantastbar fühlen. Dass Bundestrainer Löw beim Treffen am Dienstag demonstrativ den Konkurrenzkampf angeheizt hatte ("kein Freifahrtschein"), solle "nicht heißen, dass Spieler, die eine gewisse Qualität haben, infrage gestellt werden". Das gilt beispielsweise für Münchens Edelreservisten Müller, den nach Löw auch Bierhoff schützte. Müller sei "einzigartig", sagte er, "ich hoffe, dass Bayern sich bewusst wird, dass er eine Identifikationsfigur des Vereins ist".

Bundestrainer Joachim Löw schaut vor der WM in Russland genau hin

Fotocredit: Getty Images

Müller ist jedoch nicht Löws einziges Sorgenkind. Mesut Özil, den Bierhoff in seiner Aufzählung der Gesetzten nicht nannte, sucht nach seiner Form. Julian Draxler, beim Triumph von St. Petersburg als Kapitän noch Anführer der jungen Wilden, ist in Paris außen vor. Und nach der Abreise des verletzten Serge Gnabry muss auch Sami Khedira passen. Am 4. September gegen Norwegen will er aber dabei sein, es sei "nichts Schlimmes", versicherte Khedira.

Löw mit großen Zielen

Löw sprüht vor Tatendrang. "Der Bundestrainer ist gerade nach dem Sieg beim Confed Cup angespitzt, dass er den Weg ebnen will zur WM und zum eventuellen Titel", sagte der Kölner Jonas Hector, "da ist er ziemlich heiß drauf - und wir ebenso." Sollte "Verfolger" Nordirland in San Marino oder gegen Tschechien Punkte lassen, wäre Löws Mannschaft mit zwei Siegen durch. Nach einem ersten Videostudium der Tschechen versprach Joshua Kimmich, für jede Gegnertaktik eine Lösung parat zu haben - "egal, ob sie hoch pressen oder tiefer stehen".

Bierhoff dachte derweil schon weiter. Während er "in den nächsten zwei Monaten" die Frage nach dem WM-Quartier klären will, gehe es für Löw nun darum, um die Etablierten ein neues, (titel-)hungriges Team aufzubauen. Dabei, ist Bierhoff sicher, "kann wieder eine sehr starke Mannschaft entstehen".

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