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WM-Qualifikation: Belgien gewinnt verrücktes Tor-Festival gegen Bosnien-Herzegowina

Teuflisches Tor-Spektakel! Belgien gewinnt verrückten Schlagabtausch

07/10/2017 um 20:43Aktualisiert 07/10/2017 um 22:59

Belgien hat in Sarajevo das Topspiel der WM-Qualifikationsgruppe H gegen Bosnien-Herzewgowina mit 4:3 (1:2) für sich entschieden. Thomas Meunier (4.), Michy Batshuayi (59.), Jan Vertonghen (68.) und Yannick Carrasco (83.) trafen für die bereits schon vorher sicher für die WM qualifizierten Belgier. Für die Gastgeber waren Haris Mendunjanin (30.), Edin Višca (39.) und Dario Dumic (82.) erfolgreich.

So lief das Spiel:

Die bereits qualifizierten "Roten Teufel" aus Belgien spielten ohne Druck auf und gingen bereits in der vierten Spielminute durch Meunier in Führung. Unbedrängt konnten sich der PSG-Verteidiger und Eden Hazard auf der rechten Seite durchkombinieren, am Ende vollstreckte Meunier aus zehn Metern wuchtig zur frühen belgischen Führung.

Doch die Gäste agierten mit zunehmender Spieldauer immer passiver und ließen Bosnien zurück ins Spiel kommen. Nach Pass von Kapitän Edin Dzeko und unglücklicher Abwehr von Belgiens Nummer eins Thibaut Courtois musste der agile Medunjanin von MLS-Klub Philadelphia Union am langen Pfosten nur noch ins leere Tor zum Ausgleich einschieben (30.).

Ein Abschlag von Bosniens Schlussmann Asmir Begovic mutierte in der 39. Minute zum direkten Assist zu Bosniens Führung. Tottenham-Verteidiger Vertonghen tauchte stümperhaft wie ein unerfahrener Jugendspieler unter Begovic' hohem Ball hindurch und ermöglichte Višca freie Bahn. Das belgische Gastgeschenk nahm der Rechtsaußen dankend an und vollendete frei vor Courtois zum 2:1.

Nach der Pause übernahmen die Belgier sofort das Kommando und kamen durch Batshuayi zum verdienten Ausgleich. Einen von Begovic nach vorne abgewehrten Schuss staubte der Chelsea-Angreifer aus kurzer Distanz ab (59.).

Michy Batshuayi

Michy Batshuayi Getty Images

Keine zehn Minuten später klingelte es erneut im bosnischen Gehäuse. Die einstudierte Eckstoßvariante der Belgier drückte Vertonghen am langen Pfosten in die Maschen (68.).

Auch der nächste Treffer der Partie resultierte aus einem Eckball, diesmal aber auf der Gegenseite. Der eingewechselte Bremer Izet Hajrovic brachte den Ball punktgenau auf den Kopf von Dumic, der aus fünf Metern wuchtig zum 3:3 einköpfte (82.). Quasi im Gegenzug setzte Carrasco den Schlusspunkt auf ein mitreißendes Spiel und schob sträflich allein gelassen aus kurzer Distanz ganz überlegt zum 4:3-Endstand ein (83.).

Die Stimmen:

Kevin De Bruyne (Belgien): "Das war der schlimmste Platz, auf dem wir jemals gespielt haben. Wir konnten uns aber schon darauf einstellen, als wir am Freitag hier trainiert haben."

Eden Hazard (Belgien): "Ein solches Feld ist für kleine Spieler wie mich gemacht. Für mich war es viel einfacher, das Gleichgewicht zu halten, als für die größeren Spieler."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Ein Acker wie in der Kreisliga

Für technisch versierte Spieler waren die Platzverhältnisse in Sarajevo ein echter Alptraum. Viele Löcher und braune Stellen im Stadion Grbavica erschwerten flüssiges Kombinationsspiel. Durch den strömenden Dauerregen wurde der tiefe Platz nochmal unangenehmer zu bespielen und nahm stellenweise sumpfartige Züge an.

Die Statistik: 96

Belgiens Jan Vertonghen absolvierte gegen Bosnien-Herzegowina sein 96. Länderspiel für Belgien und zog damit mit dem bisherigen Rekordnationalspieler Jan Ceulemans gleich.

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